Soll Oeynhausen-Süd für Wohnungen platt gemacht werden?

Ein  Entwurf für den „Stadtentwicklungsplan (Step) Wohnen“ des Berliner Senats listet Projekte, Potenziale und Instrumente auf, um den steigenden Wohnraumbedarf zu decken. Dazu wurde ein Potenzial von knapp 200.000 Wohnungen auf dem Stadtgebiet ermittelt. 90.000 davon werden als kurzfristig (binnen 3 Jahren) realisierbar eingeschätzt, 63.000 als mittelfristig (innerhalb 7 Jahren), 47.000 als langfristig (innerhalb von 12 Jahren). 

In einer ersten Stufe wird die Bebauung teils schon bekannter Areale genannt: die Kolonien „Alter Exerzierplatz“ in Spandau, „Oeynhausen“ in Charlottenburg-Wilmersdorf sowie „Sonnental“ und „Pappelgrund“ in Pankow. Hier seien jeweils 200 bis 1000 Wohnungen möglich. Hier der Bericht aus der Berliner Morgenpost.


Schlechtes Vorbild "Oeynhausen"

Wenigstens als abschreckendes Beispiel taugt der plattgemachte Teil der Kleingartenkolonie Oeynhausen noch. „Wir wollen kein zweites Oeynhausen und das Gelände räumen, um es dann brach liegen zu lassen“, sagt jetzt Cerstin Richter-Kotowski, die Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. Immerhin! Hier der Bericht aus der Berliner Woche.


Frühlingsfest auf dem ehemaligen Reemtsma-Gelände

Alle Kleingärtner sind am Freitag, 29. März 2019, von 15:00 bis 20:00 Uhr aufs ehemalige Reemtsma-Gelände zu Frühlingsfest und Bürgerinformation zur Quartiersentwicklung eingeladen. Bitte anmelden unter dasfest@gowest.berlin 

Es gibt um 17, 18 und 19 Uhr Führungen übers Gelände und ein buntes Programm. Hier ist die Einladung mit weiteren Infos nachzulesen.

 


Neuer Vorstand im Landesverband der Gartenfreunde

 Er war seit 2012 eine gefühlte Ewigkeit Gesicht und Stimme aller Berliner Kleingärtner, Günter Landgraf. Jetzt gibt es einen neuen Präsidenten im Landesverband der Gartenfreunde. Nach dem Rücktritt des bisherigen Chefs übernahm am Wochenende Michael Matthei (im Foto 3. v. links) dieses Amt, der bislang Schriftführer im Vorstand gewesen war. Hier ein Kurzbericht des Landesverbandes.

 


KEP und urbaner Kontext

Der Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes 2030 (KEP) zeigt in vielen Facetten die Wichtigkeit von Berliner Kleingärten auf. In dieser Grafik wird die Bedeutung von Kleingartenanlagen im urbanen Kontext aufgezeigt. Das ist eine Gesamtbewertung aus Schutzwürdigkeit der Böden, Versorgung mit wohnungsnahem Grün, Einwohnerzahl der Umgebung und Schutzwürdigkeit aus stadtklimatischer Sicht.

Gut 90 % der Kleingärten Berlins weisen eine mindestens hohe Bedeutung im urbanen Kontext auf. Über 60 % der Kleingärten haben eine „sehr hohe“ und „höchste“ Bedeutung.

Legende Bedeutung: pink – höchste, rot – sehr hohe, ocker – hohe, gelb – mittlere.


KEP und Schutzwürdigkeit der Böden

Der Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes 2030 (KEP) zeigt in vielen Facetten die Wichtigkeit von Berliner Kleingärten auf. In dieser Grafik werden Kleingärten und die Schutzwürdigkeit der Böden gezeigt.

„Das sich daraus ergebene Bild ist eindeutig: 86 % der Kleingartenanlagen sind den drei höchsten Schutzkategorien zuzuordnen, davon sind allein 53 % als „sehr hoch“ bewertete Böden. Dies ist umso bemerkenswerter, da diese Bewertungskategorie nur 17 % der Landfläche Berlins (ohne Straßen und Gewässer) einnehmen. Der geringe Anteil der höchsten Schutzkategorie erklärt sich aus der Seltenheit der am höchsten bewerteten Böden. Diese machen lediglich 5 % der bewerteten Fläche Berlins aus und umfassen z. B. Niedermoorstandorte, Luchwälder oder feuchte Niederungen.

Legende Schutzwürdigkeit: rot – sehr hohe, grau – geringe, gelb – mittlere, 


KEP und Schutzwürdigkeit aus stadtklimatischer Sicht

Der Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes 2030 (KEP) zeigt in vielen Facetten die Wichtigkeit von Berliner Kleingärten auf. In dieser Grafik werden Kleingärten und ihre Schutzwürdigkeit aus stadtklimatischer Sicht gezeigt.

„Über 96 % der Berlin Kleingartenanlagen sind der höchsten und hohen Schutzwürdigkeitsklasse zuzuordnen, da sie Bestandteil einer Kaltluftleitbahn sind oder sich ­in deren 500 m Radius Siedlungsräume mit einer ungünstigen thermischen Situation befinden oder sich in deren 250 m Radius Siedlungsräume mit einer weniger günstigen thermischen Situation befinden und die zusätzlich eine überdurchschnittliche Mikroklimavielfalt aufweisen. Die Flächen mit der höchsten Schutzwürdigkeit liefern zum einen relevante Mengen an Kaltluft zur Abkühlung der angrenzenden Quartiere und weisen gleichzeitig noch eine hohe Aufenthaltsqualität am Tage auf.“

Legende: türkis – höchste Schutzwürdigkeit, grau – ohne Bewertung.

 

 


KEP und wohnungsnahes Grün

Der Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes 2030 (KEP) zeigt in vielen Facetten die Wichtigkeit von Berliner Kleingärten auf. In dieser Grafik werden „Kleingartenanlagen und die Versorgung der Quartiere mit wohnungsnahem Grün“ gezeigt.

„Kleingärten können in hoch verdichteten Stadtquartieren, die vielfach eine schlechte Ausstattung mit fußläufig erreichbaren (500 m Entfernung) öffentlichen Grünflächen aufweisen, eine kompensatorische Erholungsfunktion für die Stadtbewohner erfüllen.“ 

„65 % der Berliner Kleingartenflächen liegen in Stadtquartieren mit einer schlechten oder sehr schlechten Versorgung mit wohnungsnahen, öffentlichen Grünanlagen. Diese 65 % weisen ein hohes Potenzial zur perspektivischen Abmilderung einer schlechten wohnungsnahen Grünversorgung auf.“

Kleingartenanlagen im Nahbereich der Berliner Innenstadt weisen entsprechend der dort schlecht versorgten Bereiche ein hohes Potenzial auf. Dies betrifft auch besonders die Kleingartenanlagen in Schmargendorf.

Legende Versorgungsgrad der Quartiere:  dunkelbraun – sehr schlecht, ocker – schlecht, dunkelgrün – gut, hellgrün – mittel.


Der Entwurf des Berliner Kleingartenentwicklungsplanes ist jetzt öffentlich

Jetzt liegt ein erster Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes Berlin 2030 vor. Der Entwurf sieht weiterhin den dauerhaften Erhalt von ca. 83 % der Kleingartenfläche und rd. 60.000 Parzellen in Berlin vor. Weitere ca. 9 % (rd. 6.800 Parzellen) des Gesamtbestandes sollen nicht vor 2030 in Anspruch genommen werden. Für diese Kleingartenanlagen (KGA) soll im weiteren Verfahren geprüft werden, inwieweit sie durch alternative Bauflächenpotenziale ersetzt werden können oder ob durch entsprechende Bebauungskonzepte auf diesen Flächen ein Teil der kleingärtnerischen Nutzung erhalten werden kann. Hier der Link auf den Landesverband der Gartenfreunde.

Legende: grün – dauerhaft gesicherte Kleingärten, blau – dauerhaft zu erhaltende Kleingärten mit Handlungsbedarf, gelb – Kleingärten mit langfristiger Nutzungsperspektive.


"Klagen sind uns zu teuer!"

In einer ersten Reaktion auf den Entwurf des Kleingarten-entwicklungsplanes sagt Günter Landgraf: Er wünsche sich mehr Dialog. Der Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde hofft auf zeitnahe Ersatzflächen für wegfallende Parzellen und kritisiert, dass bislang überhaupt keine Flächen dafür vorgegeben seien. Eine Klage gegen das Vorhaben sei für den Landesverband zu kostspielig. Hier geht es zum Interview mit Inforadio.


Der landeseigene Teil der Kolonie Oeynhausen gilt als "gut bebaubar"!

Soll "Oeynhausen" zum zweiten Mal amputiert werden?

Der aktuelle Entwurf des Stadtentwicklungsplanes sieht auch die „bauliche Nutzung grüner Bauflächenpotenziale“ vor. Auf bisherigen Grünflächen sollen 10.000 Wohnungen entstehen. Das sind vor allem landeseigene Kleingärten. Klar als "nach 2030 bebaubar" gekennzeichnet ist darunter auch der landeseigene Teil der Kleingartenkolonie „Oeynhausen“! Hier der Bericht des Tagesspiegel.

Dazu fällt einem doch sofort ein, dass die BVV im Sommer 2016 die Forderung aus einem Bürgerbegehren übernahm, als Reaktion auf die Teilbebauung der Kolonie Oeynhausen alle Grünflächen und Kleingärten in Charlottenburg-Wilmersdorf „dauerhaft zu sichern und bestehende andere Planungen unverzüglich aufzuheben“. Dazu noch ein Beitrag aus "Westkreuzpark".

 


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Das Versprechen der Senatorin

 

Jetzt hat Senatorin Regine Günther bestätigt, dass zunächst 15 Kleingartenkolonien komplett und noch etliche Parzellen zusätzlich geopfert werden: "Ist ja nur ein Bruchteil aller Berliner Kleingärten!" Aber sie verspricht: "Für alle Gärten, die geräumt werden, wird es Ersatz und Entschädigung geben." Hier der Bericht der Abendschau.


Interessierst Du Dich für Flatterhaftes?

Im März hält der Frühling langsam Einzug und es zeigen sich erste Blüten in der Landschaft. Mit den steigenden Temperaturen lassen sich auch erste Insekten beobachten. Zu den auffälligsten unter ihnen gehören die Schmetterlinge.

Was aber ist dran am Insektensterben und wie hat sich der Winter auf die Bestände ausgewirkt? Anhand leicht zu erkennender Schmetterlingsarten sammelt das NABU-Naturgucker-Monitoring „Frühe Falter“ hierzu Daten.

Das Hauptaugenmerk ist auf das Auftreten von Admiral, Zitronenfalter, Aurorafalter (Foto), Kleinem Fuchs und Trauermantel in den Monaten März, April und Mai gerichtet. Jeder kann sich daran beteiligen, indem Beobachtungen der fünf Zielarten sowie selbstverständlich gern weiterer Arten gemeldet werden. Hier weitere Infos.


Unser Landesverband will beim Kleingartenschwund in Berlin ab sofort auf Ersatzflächen bestehen

Noch wurde Günter Landgraf im Landeskleingarten-beirat offiziell nicht darüber informiert, wie sich der Senat die „Entwicklung“ der Berliner Kleingärten in den nächsten Jahren vorstellt, bei der mindestens 15 komplette Kleingartenanlagen bebaut werden sollen.  Im elfköpfigen Landeskleingartenbeirat sitzen neben Kleingärtnern auch Vertreter des Senats, der Bahn-Landwirtschaft, des Naturschutzes. Ein neuer Plan müsse Ergebnis der Beratung aller sein, so Landgraf. „Leider ist es in Berlin Praxis, dass Betroffene oft nicht einbezogen werden.“

 Laut Gesetz müssten Kleingärtner in einem solchen Fall eine Ersatzfläche erhalten. „Das ist oft nicht so“, sagt Landgraf. Der Verband der Gartenfreund hat bereits angekündigt, dass er ab jetzt auf der Bereitstellung von Ersatzflächen bestehen werde. Hier der Bericht der Berliner Zeitung.


Wie viel ein Stadtrat der Grünen zum Grün-Erhalt zu sagen hat...

Nach dem Entwurf des Kleingarten-Entwicklungsplans trifft es Tempelhof-Schöneberg besonders hart: Hier liegen zehn der 15 Kleingärten, die neu bebaut werden sollen.  „Für die soziale Infrastruktur brauchen wir deshalb so viele Kleingartenflächen, weil uns keine andere Flächen zur Verfügung stehen“, sagt der zuständige Stadtrat (Grüne). 

Exakt informiert wurde der Dachverband der Gartenfreunde Berlin bislang noch nicht, soll jetzt aber die Situation retten: „Hier müssen wir jetzt in den Austausch eintreten mit dem Dachverband der Kleingärtner, der unser erster Ansprechpartner ist - über die Frage: Wie können wir das kompensieren?“ Hier der Bericht von rbb 24.


Will eigentlich Volkes Stimme die Bebauung von Berlins Kleingärten?

Was der rot-rot-grüne Senat will, sickert gerade ansatzweise durch. Was die Baubranche will, ist hinreichend deutlich geworden. Aber was will das Volk?

Hier das Ergebnis dreier ganz aktueller Umfragen. Eine davon hatte übrigens Immobilienentwickler Arne Piepgras  (ja, genau der!) selber ins Netz stellen lassen – das Ergebnis dürfte ihm nicht gepasst haben…

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Und wieder hat ein Architekt was ausgeheckt: "Gebt den Kleingärtnern ihre Parzellen in Erbpacht - zum Bebauen"

Alle Kleingärtner bekommen ihre Scholle für 99 Jahre verpachtet und dazu noch das Recht, ihre Datsche zu erhalten, zu vergrößern oder durch ein dreigeschossiges Wohnhaus zu ersetzen, kurz maximal ein Drittel ihres Gartens zu bebauen. Damit entstünde Wohnraum für mehr als 700.000 Menschen. Und den Bodenspekulanten würde schlagartig die Spekulationsgrundlage entzogen – wovon ganz Berlin profitieren würde. Das schlägt ein Architekt vor, Julian Breinersdorfer. Hier dazu der Bericht aus dem Tagesspiegel.

 Wie das gehen soll, lässt der Architekt offen. Schließlich sind bei einer vielleicht etwa 300 m² großen Parzelle zu allen Grenzen die baurechtlichen Abstandsflächen einzuhalten. Was bliebe denn da noch als bebaubare Fläche?


Was Günter Landgraf, Chef aller Berliner Gartenfreunde, vom Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes hält

Günter Landgraf braucht nicht lange für sein Urteil über den neuen Kleingarten-Entwicklungsplan des Senats, auch wenn er den noch gar nicht kennt. Ihm genügen zwei Sätze: „Ich halte gar nichts davon. Denn die Kleingärten werden dadurch nicht dauerhaft gesichert.“   Am nächsten Montag wird der Entwurf des Entwicklungsplanes öffentlich vorgestellt. Nach derzeitigem Stand ist vorgesehen, dass von 2020 an 15 Kleingartenkolonien ganz verschwinden sollen, drei weitere teilweise.

Kleingärten für den Wohnungsbau zu opfern, das ist für Landgraf indiskutabel. „Wenn Schulen, Straßen und Kitas gebaut werden, können wir nichts machen, die haben mehr Bedeutung als Kleingärten.“ Aber Gärten für Wohnungen aufzugeben? Dagegen werden wir uns wehren!“  Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Der Kleingartenentwicklungsplan wickelt Kleingärten ab

Ab dem kommenden Jahr sollen 15 Berliner Kleingartenkolonien verschwinden, in drei weiteren muss zumindest ein Teil der Pächter seine Lauben verlassen. Das geht aus dem Entwurf für den "Kleingartenentwicklungsplan 2030" hervor. Hier der Bericht der Abendschau aus Tempelhof.


Ist das die erste von mehreren Todeslisten für Berliner Kleingärten?

Ab 2020 werden 15 Berliner Kleingartenkolonien komplett geräumt - für Kitas oder Schulen. Hunderte weitere Parzellen sollen Verkehrsprojekten weichen. Das soll der Entwurf des Kleingarten-Entwicklungsplans vorsehen.

Auf den dann frei geräumten Flächen sollen unter anderem Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Turnhallen und andere soziale Infrastrukturbauten entstehen. Insgesamt 429 Parzellen müssen laut dem Entwurf dafür weichen. 

Dass alle Pächter einen neuen Ort für ihre Aprikosenbäume und Hollundersträucher erhalten werden, glaubt die Senatsverwaltung offenbar selbst nicht. Zwar sollen 787 neue Parzellen als Ausgleich zur Verfügung stehen. Allerdings müssen die erwähnten 429 Kleingärtner sich diese mit "grob geschätzt [...] ca. 420" weiteren teilen, wie es in dem Entwurf heißt. Diese werden ihre Parzellen in den Jahren bis 2030 wegen anstehender Verkehrsprojekte verlassen müssen. Hier der Bericht von rbb 24 mit den Namen betroffener Anlagen.

 

Überrascht von der aktuellen Veröffentlichung zeigte sich der Landesverband Berlin der Gartenfreunde, der an der 2016 begonnenen Überarbeitung des Kleingartenentwicklungsplans in einem Steuerungskreis vertreten ist. „Im Detail sind wir nicht einbezogen worden“, sagte Marion Kwart, im Verband verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. Erst am 20. Februar habe es ein Treffen mit Vertretern der rot-rot-grünen Regierungskoalition gegeben, bei dem die Schließungsliste kein Thema gewesen sei. Hier dazu der Bericht der MoPo.


Schon mal was von gelber Zitronengurke gehört?

Zitronengurken sind ein altes, aber dennoch recht unbekanntes Gemüse. Sie wirken mit ihren gelben runden Früchten exotisch im Beet und passen mit ihrem frisch-fruchtigen Geschmack toll in jeden Salat.

 

Unsere Gartenfreundin Xenia hat mit der gelben Zitronengurke ‘Lemon’ das alte Gemüse neu entdeckt. Und schreibt alles über die leckere Sorte, ihren Anbau und die Verwendung auf ihrem Blog. Hier geht´s zu Xenias Bericht auf Berlingarten. Glück auf Grün.


Statt Kleingärten zu bebauen lieber doch auf dem Tempelhofer Feld?

Die Stimmen werden lauter, die einen neuen Volksentscheid für das Tempelhofer Feld fordern. „Ehe wir Kleingärten für Wohnungen opfern, sollten wir lieber das Tempelhofer Feld am Rand bebauen“, sagt beispielsweise Iris Spranger, wohnungspolitische Sprecherin der Berliner SPD-Fraktion. Sie halte Kleingartenanlagen „für absolut schützenswert“ und prognostiziert: „Wir müssen wieder in die Diskussion über die Randbebauung des Tempelhofer Feldes einsteigen. Diese wird wieder in den Fokus rücken, wahrscheinlich aber erst nach 2021.“ Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Zwei aktuelle Umfragen, ob Berliner Kleingärten bebaut werden sollen

Gleich zwei aktuelle Umfragen wollen wissen, ob Berliner Kleingärten bebaut werden sollen. Hier der Beitrag im Berliner Abendblatt. Und hier die Umfrage der Berliner Woche. Bitte mitmachen!


Wie wichtig Stadtgrün für unsere Psyche ist

In einem grüneren Umfeld aufgewachsene Kinder entwickeln laut einer dänischen Studie im Laufe ihres Lebens seltener psychische Erkrankungen. Wie Wissenschaftler der Universität Aarhus berichten, besteht bei Menschen, die umringt von Wäldern, Wiesen, Gärten oder Parks groß geworden sind, ein bis zu 55 Prozent geringeres Risiko für psychische Erkrankungen als bei denjenigen ohne solche Umgebung. Die Forscher sehen das als Beleg dafür, dass Städte grüner werden sollten. Hier der Bericht von 3sat.


Ab April soll das Todesurteil für vermutlich weitere 26 Berliner Kleingartenanlagen verkündet werden

Welche 26 Kleingartenkolonien ab 2030 bebaut werden sollen, darüber will der Senat ab April die Öffentlichkeit informieren. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat die Berliner Umweltverwaltung bis dahin den aktuellen Kleingarten-Entwicklungsplan fertiggestellt. In dem seien die betroffenen Kolonien zu finden.  Hier der Bericht von rbb24. Was ist das eigentlich für ein "Entwicklungsplan", wenn wenig entwickelt aber viel abgewickelt wird?


Faulbrut: Berlins Imker wollen keine gesunden Bienen töten

Das Veterinäramt Pankow

bestand darauf, dass ein Imker auch die unauffälligen Stämme am Standort „abschwefeln“ muss, um jede weitere Ansteckung durch die Amerikanische Faulbrut auszuschließen. Und das Oberverwaltungsgericht Berlin gab dem Amt recht. Zum Entsetzen des Berliner Imkerverbandes.

 

Bienenexperten in der ganzen Stadt sind geteilter Meinung. Ein schlüssiges Konzept und ein Ende der Eigenbrötlerei der zwölf Veterinärämter fordert der Berliner Imkerverband in einer Petition an das Abgeordnetenhaus. Sie richtet sich gegen das „sinnfreie Abtöten von gesunden Bienenvölkern“. 1800 Unterzeichner schlossen sich bislang dem Vorstoß des Verbands an. Hier der Bericht der Morgenpost.


Kleingärten zu bebauen - doch schon beschlossene Sache in der rot-rot-grünen Koalition?

Der Berliner Senat will ab kommendem Jahr 26 Kleingarten-Kolonien als Baugrund freigeben. Nach Angaben der Stadtentwicklungsverwaltung vom Freitag hat sich die rot-rot-grüne Koalition darauf geeinigt, dass auf den Grundstücken Schulen, 7.000 Wohnungen und Krankenhauserweiterungen errichtet werden können. Die Bagger rollen allerdings nicht vor 2030. Welche 26 Grundstücke bebaut werden sollen, wollte die Verwaltung nicht sagen. Das werde noch mit der Umweltverwaltung abgestimmt. Weitere 134 Kleingärten, die auch auf Bauland stehen, sollen vorerst geschützt bleiben. Hier der Bericht von rbb 24.


7000 neue Wohnungen auf Berliner Kleingartenkolonien?

Von den 160 landeseigenen Kleingartenkolonien in Berlin, die als Bauland ausgewiesen sind, sollen ab 2030 vielleicht 26 mit Wohnungen bebaut werden, so eine "Verabredung" von RRG. Nähere Infos dazu könnte es am 7. März geben. Weitere 15 Kolonien sollen öffentlicher Infrastruktur wie Kliniken, Schulen oder Kitas Platz machen. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel. Und hier bereits eine Einordnung dieses Artikels durch den Landesverband der Gartenfreunde.


Ist die Schmargendorfer Cornelsenwiese nur ein "großes Hundeklo"?

Beim Leserforum der Berliner Morgenpost gab es keinen gemeinsamen Nenner zum Thema Cornelsenwiese. Viele Anwohner sind gegen eine Bebauung mit Wohnhäusern, auch weil im Umfeld in den vergangenen Jahren Kleingärten für Wohnbauten beseitigt wurden. Bürgermeister Reinhard Naumann dagegen zeigte, was er von Volkesmeinung hält, er bezeichnete die Wiese als „großes Hundeklo“ und rief aus: „Ich finde es pervers, ein Hundeklo zum ökologischen Biotop zu erklären und damit dringend benötigten Wohnungsbau zu verhindern.“ Er appellierte an diejenigen, die eine Wohnung haben, die Menschen, die eine Wohnung suchen, nicht zu vergessen. Hier der Bericht der MoPo.


Da darf man gespannt sein: Ausgerechnet eine Behörde aus Charlottenburg-Wilmersdorf will für die Umwelt sensibilisieren

Ausgleichende Grünflächen und klimatische Oasen für Menschen und Tiere sind unabdingbar. „Umso wichtiger ist nach Angaben des Umwelt- und Naturschutzamtes, gemeinsam den Bezirk zu gestalten und die nächste Generation von Anfang an für Ihre Umwelt zu sensibilisieren und zu interessieren. Die Behörde lädt deshalb dazu ein, die verschiedenen Akteure und Initiativen kennenzulernen, sich auszutauschen und von den Erfahrungen „Alteingesessener“ – positiv wie negativ - zu profitieren:

 

Informations- und Netzwerkveranstaltung „Essbarer Bezirk“ und urbanes Gärtnern, Mittwoch, 27. Februar 2019, von 18 bis 21 Uhr, BVV-Saal, Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100. Hier ein Bericht aus der Berliner Morgenpost.


Jetzt wollen Nabu und BUND die Bienen auch in Brandenburg mit einem Volksbegehren retten

Pestizide setzen Insekten ebenso zu wie ein Mangel an Lebensräumen. Umweltverbände wollen das ändern. Auch Brandenburger Umweltschützer wollen jetzt ein Volksbegehren zur Erhaltung der Artenvielfalt von Insekten nach bayerischem Vorbild auf den Weg bringen.

 

In Bayern endete gerade das zweiwöchige Volksbegehren „Artenvielfalt – rettet die Bienen“, für das weitaus mehr Menschen gestimmt haben sollen als die geforderten 950.000. Hier der Bericht von rbb24 und ein weiterer Beitrag aus der Berliner Morgenpost.


"Frühsommer" schon im Februar

Die Sonne knallt, gefühlt 25 Grad, blauer Himmel. In der Kleingartenkolonie Oeynhausen (Berlin-Schmargendorf) zeigen sich an einem 16. Februar bereits überall Frühblüher und erste Bienen sind schon emsig unterwegs. Wird es wie im letzten Jahr, dass der "Super-Sommer" ohne Frühling direkt nach dem Winter beginnt - nur noch früher???


Statt Tulpen- oder Asternweg bald Helene Jacobs

Nach Helene Jacobs, einer Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, soll eine Straße, ein Weg oder ein Platz im künftigen Maximilians Quartier der Groth Gruppe in Schmargendorf benannt werden. Dafür haben sich bereits alle Fraktionen im Kulturausschuss ausgesprochen. Die Wohnsiedlung entsteht auf einem früheren Teil der Kleingartenkolonie Oeynhausen.

Aus Tagesspiegel/Leute, Charlottenburg-Wilmersdorf


Noch leben über 300 Wildbienen-Arten in Berlin

Berlins Wildtierexperte Derk Ehlert zählt auf, wie jeder von uns mithelfen kann, damit auch weiterhin über 300 Wildbienenarten und 15.000 Insektenarten in unserer Stadt leben – und warum auch „Unkräuter“ dafür wichtig sind. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Schon gewusst? In NRW genießen Kleingärten sogar Verfassungsrang!

Während in Berlin Kleingärtner für ihre Parzellen ums Überleben kämpfen, genießen Kleingärten in NRW sogar Verfassungsrang. Nach Artikel 29 Absatz 3 der Landes-verfassung sind in Nordrhein-Westfalen die Kleinsiedlung und das Kleingartenwesen zu fördern. Dieser Appell richtet sich an alle Akteure wie Landesregierung, Kommunen, Verbände und Vereine und umfasst sowohl finanzielle Förderung als auch die Unterstützung des Kleingartenwesens insgesamt. Die Landesregierung unterstützt die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner durch die finanzielle Förderung von Schulung und Beratung, investive Förderung für Errichtung und Erhaltung von Dauerkleingarten-anlagen über eine Förderrichtlinie. Hallo, Berlin! Bitte nachmachen!

Hier gibt´s den Artikel 29 zum Nachlesen.


"Bäume schneiden ist gesünder und körperlich fordernder als Krafttraining in der Muckibude"

Klaus Neumann, Präsident der Deutschen Gartenbau Gesellschaft, zählt auf, warum Kleingärten so wichtig sind und Kleingärtnern so gesund ist. Er sagt aber auch: „Der Kleingartenplan ist politisch verständlich, aber in der Praxis völliger Unsinn. Dieser Plan zwingt die Kleingärtner dazu, konkret zu sagen, wo was als erstes abgerissen werden muss. Das ist das Gegenteil davon, was ein Entwicklungsplan eigentlich will.“ Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Selbsternannte Stadtentwickler sind auf Berlins Kleingärten scharf - und was der Landesverband der Gartenfreunde dazu sagt

Es gibt seit Wochen eine konzertierte Aktion aus Immobilienentwickler Arne Piepgras, Andreas Becher vom Bund Deutscher Architekten und Christian Müller von der Baukammer, die alle gern Kleingärten bebauen lassen wollen.  Ihnen antwortet jetzt Günter Landgraf, Präsident des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde. Hier der Bericht.


Wie wichtig unsere Gärten auch für Kleinlebewesen wie Ameisen, Asseln, Käfer, Spinnen oder Tausenfüßler sind

Gärten im Stadtgebiet können eine bemerkenswerte Artenvielfalt beherbergen. Das haben Forschende der Universität Basel in einer Feldstudie festgestellt, die mit Unterstützung von Gartenbesitzerinnen und -besitzern aus der Region Basel durchgeführt wurde.  Die Ergebnisse der Studie weisen auf die hohe Bedeutung hin, die kleine Grünflächen im Stadtraum haben. Gartenbesitzer können direkt durch eine aktive Erhöhung der Strukturvielfalt ihres Gartens die Artenvielfalt fördern und so einen nachhaltigen Beitrag zur urbanen Biodiversität leisten. Hier der Bericht der Uni Basel.


Jede Laube ist ein Paradies!

BZ-Chefreporter Oliver Ohmann hält die Kleingartenkolonien der Stadt für ein überlebenswichtiges Stück Berlin und sagt: „Jede Laube ist ein Paradies!“

 

Damit reagiert er auf die neuerlichen Begehrlichkeiten, unsere Kleingärten zu bebauen – zuletzt durch ein Vorstandsmitglied der Baukammer Berlin. Hier Ohmanns Meinung aus der BZ.


Interview mit dem Ingenieur Christian Müller, der als Vorstand der Baukammer fordert, große Teile Berliner Kleingartenanlagen zu bebauen

Müller schlägt vor, die Ränder aller Kleingärten an der Straße zu bebauen. Sein Argument: Gerade an Straßenrändern könne schnell und vor allem sehr günstig gebaut werden kann. Strom, Wasser und alle Leitungen liegen dort schon, die neuen Häuser könnten also kurzfristig ans Netz gehen. Und diese Bauflächen sollten ausschließlich an landeseigene Wohnungsunternehmen gehen, damit sie günstige Wohnungen bauen. In knapp zwei Jahren könnten dort mehrere tausend neue Wohnungen zu günstigen Mieten stehen. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.

 „Kleingärten sind ein wichtiger Teil dieser Stadt. Der Vorschlag, Kleingartenanlagen zu bebauen, ist völlig deplatziert. Wir können uns eine Stadt ohne Kleingärten nicht leisten.“ Das ist die Antwort von Katalin Gennburg für die Linke-Fraktion im Abgeordnetenhaus auf diese neuerlichen Begehrlichkeiten der Baubranche. Hier der Bericht dazu aus dem Tagesspiegel.


Wieder Stadtgrün vs Beton, wieder sollen in Berlin Kleingärten gegen Wohnungsbau ausgespielt werden!

Keine Metropole hat so viele Kleingärten wie Berlin. Sie machen die Stadt grün. Auf der anderen Seite stehen Tausende Menschen, die keinen bezahlbaren Wohnraum mehr in der Hauptstadt finden. Was ist wichtiger? Die BZ lässt eine Wohnungssuchende und einen Kleingärtner zu Wort kommen. Und was sagt selbst die junge Alleinerziehende, die dringend eine Wohnung sucht? „Kleingartenanlagen zu bebauen, ist nicht die Lösung.“ Hier der Bericht.


Wolltest Du schon immer wissen, wer so alles heimlich durch Deinen Garten stromert oder Deinen Rasen zerwühlt?

Wenn Du neugierig bist, bietet die Plattform "Artenfinder" der Stiftung Naturschutz Berlin eine tolle Aktion: Du kannst dort kostenlos eine Wildtierkamera für etwa 14 Tage ausleihen und in Deinem Garten aufstellen. Anschließend kannst Du Dich damit überraschen lassen, wer so vor die Linse lief - tagsüber in Farbe, nachts in schwarzweiß, alles ganz ohne Blitz.

Falls einige interessiert sind, könnte ich es organisieren, dass ein Experte samt Kameras in Schmargendorf vorbei kommt, beim Montieren behilflich ist und Tipps gibt. Bitte zeitnah unter holgerjost@aol.com melden. Hier gibt´s mehr Infos.


3 Kommentare

So wohnungsgrün (oder eben nicht) sind die einzelnen Kieze in Charlottenburg-Wilmersdorf

Unter "wohnungsnahem Grün" versteht man Flächen mit einer Mindestgröße von 0,5 Hektar, die in 500 Meter Entfernung erreichbar sind. Als Richtwert gilt 6 m² je Einwohner.
Diese Tabelle zeigt, dass beispielsweise in Halensee nur ein Versorgungsgrad von 18,5 Prozent erreicht wird (1,1 statt 6 m²), das "grüne" Schmargendorf kommt auf ganze 68,8 Prozent (4,1 statt 6 m²), ist also auch unterversorgt.
Die Tabelle gibt den Stand von 2015 wieder. Das Bezirksamt sieht sich übrigens aktuell nicht in der Lage, ältere oder frischere Vergleichsdaten zu liefern.
Im Jahr 2013 war Charlottenburg-Wilmersdorf in Bezug auf den Anteil nicht versorgter Einwohner (37 %) nach Tempelhof-Schöneberg (39 %) der am schlechtesten versorgte Bezirk Berlins. Und die Einwohnerzahl steigt, die Grünfläche sicher nicht...


"Erschlossene Kleingärten sind leicht zu bebauendes Bauland"

Die Berliner Baukammer fordert mehr Wohnungsbau auf bisher von Kleingärtnern genutzten Flächen. "Kleingartenanlagen mit bereits erschlossenen Straßengrundstücken sind leicht in zu bebauendes Bauland für die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften umzuwandeln", erklärte Christian Müller vom Kammervorstand.

Wenn ein Fünftel der Kleingärten bebaut werde, also etwa 580 Hektar, könnten 200.000 Wohnungen mit je 46 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Dann blieben immer noch 80 Prozent als Grünland erhalten.

 

Die Baukammer Berlin ist die gesetzliche Standesvertretung der im Bauwesen tätigen Ingenieure. Hier geht´s zum Beitrag aus der MoPo.


Umfrage zur Wichtigkeit von Kleingärten

Bitte nehmt Euch kurz Zeit für eine rasche wissenschaftliche Umfrage. Ziel dieser Studie ist es, das Potenzial zu ermitteln, welche ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Leistungen die Kleingartenanlagen ergeben, um die Wichtigkeit für eine weitere nachhaltige Nutzung solcher Anlagen aufzuzeigen. Damit sollen Fakten und Daten für den Erhalt und die Entwicklung dieser Flächen in der Stadt zusammentragen werden. Hier geht´s zur Umfrage.


Kleingärtner befürchten Verkauf ihres Grundstücks

Mehr als 80 Grundstücke könnte der Bund dem Land Berlin allein in diesem Jahr verkaufen, einige sogar verbilligt, für Sozialwohnungsbau. Doch die scheinbar traumhafte Chance auf Bauland hat viele Haken. Einer davon: Die Kolonie am Flughafen. Hier der Bericht von rbb 24.


Keiner besucht unsere Gärten häufiger als der Haussperling

Die abschließende Auswertung der NABU-Zähl-Aktion „Stunde der Wintervögel“ offenbart mehr Zähler, aber weniger Vögel: Mehr Berliner als je zuvor haben dieses Jahr beim großen Wintervogel-Zählen des NABU mitgemacht. 3.871 (Vorjahr 3121) Vogelfreunde reichten ihre Beobachtungen ein, 88.962 Vögel (Vorjahr 71.705) wurden in der Hauptstadt gezählt. Der Haussperling konnte auch dieses Jahr seine Spitzenposition verteidigen.

Bundesweit wurden durchschnittlich 37,1 Vögel pro Garten gezählt. Das sind zwar fast 9 weniger als 2011, aber etwas mehr als im Vorjahr. In Berlin sind´s etwas weniger – 33,5 Vögel je Garten (Vorjahr 34,8). Rekordzahlen konnten auch bundesweit bei den Teilnehmern erreicht werden. Fast 138.000 Personen meldeten ihre Zählungen.

 

Der Haussperling ist in Berlin mit 22.439 Individuen mit Abstand der meist gezählte Vogel, Platz zwei belegt die Kohlmeise, gefolgt von Blaumeise und Amsel. Während die zwei Listenführer sogar im Vergleich zum Vorjahr häufiger gesichtet wurden, wird bei der Blaumeise ein Rückgang von 13, bei der Amsel von 11 Prozent sichtbar.


BVV Marzahn-Hellersdorf beschließt Sicherung aller Kleingartenanlagen!

Die BVV Marzahn-Hellersdorf beschließt auf Antrag der CDU-Fraktion die dauerhafte planungsrechtliche Sicherung der Kleingartenanlagen in diesem Bezirk durch die jeweilige Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans. Hier findest Du dazu einen Blog-Beitrag von Alexander J. Herrmann.


Kleingärten - im finalen Würgegriff zwischen Investor und Politik

Als "Grünfläche" und "Kleingartenanlage" festgelegt, Baurecht gibt´s nicht: Aber ein Investor schafft in Potsdam trotzdem Tatsachen, nach Zwangsräumung und Platzverweisen reißt er jetzt die Lauben ab. Hier geht´s zum Bericht von rbb Brandenburg aktuell.


Berlins grüne Flächen sichern!

In der Berliner Stadtplanung konkurriert der Schutz unserer "grünen Infrastruktur" inzwischen leider immer häufiger mit der Suche nach Flächen für den dringend benötigten Wohnungsneubau. Folge: Berlin droht Gefahr zu laufen, seine Grünflächen und die damit verbundene städtische Lebensqualität mehr und mehr zu verlieren.

Die Charta für das Berliner Stadtgrün soll die grünen Freiflächen in der Stadt für die Zukunft sichern. 

 

Um die politische und öffentliche Diskussion mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zum Schutz der grünen Freiflächen voranzutreiben, laden Berliner Naturschutzverbände herzlich zu der Dialogveranstaltung „Berliner Grünflächen verbindlich schützen“ am 31. Januar ein. Hier geht´s zur Einladung und Anmeldung.


Schwalbennester stehen ganzjährig unter Schutz

Die Lebensstätten von Schwalben, das sind sowohl Nist- als auch Ruhestätten, sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz ganzjährig geschützt. Das gilt auch für alle anderen Gebäude bewohnenden Arten wie Mauersegler, Haussperlinge, Hausrotschwänze, Falken, Dohlen oder Schleiereulen sowie einige Fledermausarten.

Dieser Schutz gilt auch, wenn die Tiere im Winter abwesend sind, weil sie meist standorttreu sind und die Niststätten regelmäßig wieder nutzen.

Wenn Eigentümer oder Bauherren solche Lebensstätten entfernen wollen, brauchen sie einen „gesellschaftlich zwingenden Grund“ und eine Ausnahmegenehmigung von der Naturschutzbehörde.   Hier eine ausführliche Beratung.


"Für jeden Quadratmeter Gebäude muss auch ein Quadratmeter Grün geschaffen werden, auch innerstädtisch!"

  Man kann die Verdienste Berliner Kleingärtner nicht oft genug aufzählen, schließlich sind sie Urban-Gardening-Aktivisten der ersten Stunde, kümmern sich seit über 100 Jahren um das Klima in der Hauptstadt. Auch auf der Grünen Woche lässt sich erahnen, wie wichtig die Kleingärten sind. Hier ein Bericht der Berliner Morgenpost.

 


Lebensraum Kleingarten - auch für Knoblauchkröte, Ringelnatter oder Teichmolch & Co

Die Feuchtbiotope in den Kolonien Friedrichshall oder Oeynhausen bieten Lebensraum für Lurche oder Ringelnattern. Noch etwas weiter ist die Kleingartenanlage Heinersdorf in Weißensee mit ihrem Rohrpfuhl, einem idealen Laichplatz für Knoblauchkröten. Letztes Jahr tummelten sich hier mehrere hundert Knoblauchkrötenlarven. Die Knoblauchkröte ist deutschlandweit in ihrem Bestand „stark gefährdet“. Inzwischen wird dieser Pfuhl als einer der besten Lebensräume für die Knoblauchkröten im Berliner Osten renaturiert, unterstützt von der Stiftung Naturschutz Berlin. Davon profitieren auch weitere Arten wie Ringelnatter, Teichmolch, Erdkröte & Co. 


Für die SPD in NRW sind Kleingartenanlagen unverzichtbar

Kleingartenanlagen zugunsten von Bauland aufzugeben – dafür hat die SPD in NRW kein Verständnis: „Kleingärten sind unverzichtbar!" Es müsse sogar mehr Kleingärten geben, "denn jeder Kleingärtner ist auch ein Stückweit Umweltschützer". Die SPD fordert dort ein Zukunftskonzept für Kleingärten, weil sie auch ein wichtiger Faktor im urbanen Leben bleiben müssen. Hier der Bericht aus dem Westfalen-Blatt.


Begrünte Dächer sind fast so wichtig wie Kleingärten

Natürlich ist das Original noch wertvoller, aber begrünte Dächer sind für Städte wie Berlin fast so wichtig wie Kleingärten: Sie filtern die Luft und befeuchten sie, nehmen Feinstaub auf, binden CO2, wirken wie Klimaanlagen - kühlen und wärmen, bieten Lebensraum für Insekten... Hier ein Beitrag aus "Quarks"/WDR.


Warum Eichhörnchen noch immer unter dem heißen Sommer 2018 leiden

Schuld ist der heiße Sommer - er hat den Hörnchen nicht gut getan. Und ihrem Futter. Eigentlich sammeln und verscharren die Tiere ihre Vorräte im Herbst für den Winter. Sie buddeln dann Löcher, und vergraben ihr Futter. Doch 2018 gab es weit weniger zu erbeuten. Manche Haselnüsse waren schlichtweg hohl. Die Eichhörnchen konnten für den Winter nicht vorsorgen. Und durch den Sommer sind sie auch noch geschwächt. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Die enorme Bedeutung der Kleingärten für unser Wohlbefinden

 

Ärzte sagen, ein Kleingarten habe enorme Bedeutung für das Wohlbefinden der Menschen: Die Gefahr für Schlaganfälle sinkt, Bluthochdruck lässt sich besser vermeiden, wer im Garten werkelt, neigt eher weniger zur Depression. Experten haben sogar belegt , dass Bäumeschneiden körperlich genauso so anspruchsvoll ist wie Hantelbiegen. Und noch mehr Argumente, warum Berlin noch mehr Kleingärten braucht. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel über einen Vortrag von Landschaftsarchitekt Klaus Neumann.


Was machen denn Mücken im Winter?

Männliche Mücken erleben den Winter nicht. Weibchen aber, die eigentlichen Plagegeister, kommen befruchtet problemlos über die kalte Jahreszeit. Kühle, feuchte und geschützte Stellen im Keller, in Höhlen, Viehställen und Häusern bieten ihnen ideale Überlebensbedingungen. Dort verfallen die Insekten in eine Art Kältestarre. Hier der Bericht der Deutschen Wildtierstiftung.


Pflanzen können Bienen hören

Schwirrgeräusche von Bienen oder Faltern regen bestimmte Blumen zur Produktion von süßerem Nektar an, sagen israelische Forscher. Sie hatten die Nachtkerzenpflanzenart Oenothera drummondii untersucht. "Unsere Ergebnisse zeigen erstmals, dass Pflanzen schnell auf das Geräusch von Bestäubern reagieren können", schreiben die Wissenschaftler. Die durchschnittliche Zuckerkonzentration im Nektar habe sich innerhalb von drei Minuten um rund 20 Prozent erhöht.

Übrigens: In den untersuchten Städten nahmen Kleingärten nur weniger als 1 Prozent der Fläche ein, leisteten aber bei weitem den größten Beitrag. Hier der Beitrag aus dem „Spiegel“. Und ein weiterer Text vom Deutschlandfunk.

 


"Da wächst was!" Kleingärtner für Kleingärten

„In die Debatte, ob Stadtgrün oder Bauland wichtiger ist für Berlin, schalten wir uns gerne ein. Wir werben für Kleingärten und wollen zeigen, welchen Wert sie für die wachsende Stadt haben: ökologisch, sozial und ökonomisch. Und wir möchten Menschen dazu einladen, unsere Rolle in Zukunft gemeinsam noch lebendiger zu gestalten.“

 

Eine tolle, kreative Aktion Pankower Kleingärtner, die auch bei der Grünen Woche in der Blumenhalle vertreten ist. Hier gibt´s mehr dazu.


Urbaner Waldgarten - was ist das denn?

Ein Waldgarten besteht aus mehreren Schichten vorwiegend essbarer Pflanzen, die sich ähnlich der Struktur von Wäldern, teilweise überlappen. Obst- und Nussbäume, Sträucher zum Anbau von Beeren und Tee, sowie Gemüse und Kräuter, werden so kombiniert, dass sie miteinander gedeihen und geerntet werden können.

Im Kontrast zu derzeitigen Formen des „Urban Gardening“, das oft in Hochbeeten und Kisten als Zwischennutzung erfolgt, sollen urbane Waldgärten einen dauerhaften waldartigen Vegetationsbestand aufbauen. Mit zunehmendem Alter werden Waldgärten naturnäher und multifunktionaler. Das bedeutet: Neben der langfristigen Verbesserung eines Standortes hinsichtlich ökologischer Funktionen wie Bodenschutz und biologischer Vielfalt können Waldgärten der innerstädtischen Klimaanpassung unter anderem durch Kühlung und Wasserrückhalt dienen. Hier ein Überblick

 

Kommt Euch irgendwie bekannt vor? Vermutlich deshalb sind die „Waldgärtner“ bei der Grünen Woche gleich bei den Kleingärtnern in der Blumenhalle mit dabei und zeigen dort ein Beet mit Miniwald. 

 


Sehnsuchtsort Kleingarten: "hippe Heimat" und "querbeet"

Hier erzählt ein Münchener Kleingärtner,  wie  Gartenarbeit entschleunigt: Der Zauber des Gartens - "wenn ich Probleme habe, dann sind die nach 15 Minuten Gartenarbeit weg". Man ist allein, sei gefordert, es sei ruhig. "Es ist eine positive Monotonie." Pflanzen, gießen, ernten, richten, zupfen. "Wer einen Garten hat, der wird auch oft sehr alt." Hier der Bericht aus der Süddeutschen Zeitung.


So wichtig sind Kleingärten für Bienen, Hummeln und andere Bestäuber!

Innerstädtische Kleingärten sind wichtige Rückzugsgebiete für Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und andere, teils bedrohte Insektenarten.

 

Eine großflächig angelegte Untersuchung von 360 Arealen in vier britischen Großstädten ergab, dass städtische Regionen mit vielen Kleingärten „Hotspots“ für Bestäubungsinsekten sind, also dort zahlreicher und artenreicher als in anderen Stadtbezirken vorkommen, etwa auf Friedhöfen oder Parks. Bis zu 52-mal mehr Bienen zählten die Forscher in datschenreichen Regionen. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Monotone Steinwüsten statt grüner, lebendiger Vorgärten. Warum dieser Trend gestoppt werden sollte

Immer mehr Vorgärten gleichen monotonen Steinwüsten, angelegt mit Baumarkt-Ware. Naturschützer und Stadtverwaltungen wollen diesen Trend jetzt stoppen. Wir sagen, warumHier der Bericht aus Geo. Und ein ähnlicher Beitrag aus der WAZ.


Auf unserer anderen Seite jetzt auch noch eine Baustelle - und bis mindestens 2025

Ein Stadtplatz mit Wochenmarkt, Theater, Kino, kleine Läden, Restaurants und Cafès, ein Hotel und 10.000 Arbeitsplätze: Nebenan auf dem früheren Reemtsma-Gelände entsteht für 1 Milliarde Euro die neue Stadt „Go West“ – immer noch ohne eine einzige Wohnung, weil´s die Politik nicht wollte. Hier der Bericht aus der MoPo. Und so begründet der Bezirksbürgermeister das in diesem Interwiew.


Wohnungsbau vs Kleingärten - kann da Marzahn ein Vorbild sein?

„Dass Wohnungsbau und der Erhalt von Kleingärten durchaus funktionieren können, zeigte die DDR vor 40 Jahren, als die Großsiedlungen in Marzahn entstanden“, sagt Gert Schoppa, bis vor kurzem noch Vorstandsmitglied im Landesverband der Gartenfreunde. Hunderte Parzellen fielen damals den Plattenbauten zum Opfer, schätzt er. „Wie an der Allee der Kosmonauten. Dort, wo heute die Wohnhäuser stehen, waren einst Kleingärten.

Im Gegenzug wurden auf staatliche Anweisung hin Ersatzflächen für die weggefallenen Parzellen geschaffen. Die Kleingartenanlagen Fuchsberg, Ahrensfelder Berg und Am Kienberg entstanden – über 1100 der etwa 1500 Parzellen, die es heute in Marzahn gibt.“

 

Nach diesem Vorbild könne Berlin auch heute verfahren. „So wie Investoren bei Baumaßnahmen für gefällte Straßenbäume neue pflanzen müssen, sollten sie auch baurechtlich verpflichtet werden, ortsnahen Ersatz für Kleingärten zu schaffen, die durch den Wohnungsbau verschwinden“, fordert Gert Schoppa (Foto). Hier der Bericht aus dem Berliner Kurier.


Noch immer sind unsere Böden zu trocken

Die nasskalte Nieselsuppe dieser Tage kam gerade noch rechtzeitig, um die im Extremjahr 2018 entstandenen Probleme zu lindern.

Während selbst der graue und vernieselte Dezember etwas trockener ausfiel als im langjährigen Mittel, hat der Januar sein bisheriges Niederschlagssoll leicht übererfüllt.

Aber es müsste noch wochenlang weiter regnen oder schneien, um das Defizit von 2018 – statistisch fehlen 250 von 600 Litern pro Quadratmeter – auszugleichen.

 

Für die oberen 25 Bodenzentimeter zeigt der Dürremonitor ein geteiltes Deutschland. Von Berlin an nordwärts ist es noch zu trocken, südlich davon haben sich die Verhältnisse normalisiert. In den tieferen Schichten bis 1,8 Meter – in denen sich eher Grundwasser bildet und Bäume sich versorgen – ist es dagegen fast überall noch viel zu trocken. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Wie, wo und womit Vögel jetzt gefüttert werden sollten

Wer Spatz, Meise und Co. im Winter mit Futter versorgen will, sollte vor allem rechtzeitig damit beginnen. „Es ist sinnvoll, dass die Vögel sich erst einmal an die Futterstelle gewöhnen können“, sagt Andreas Frei, Tierarzt im Vogelpark Walsrode. „Deshalb sollte man nicht erst mit der Fütterung beginnen, wenn es richtig kalt ist und Schnee liegt.“ Mehr Tipps hier im Beitrag der Berliner Zeitung.


Kleingärten - wertvolles Stadtgrün oder nur Bauerwartungsland?

In den Städten wird der Wohnraum knapp, zugleich gelten Kleingärten als unantastbar. Sind solche Privilegien noch okay? Ein Für und Wider. Hier der Beitrag aus der Zeit.


Umfrage: Sollen Berliner Kleingartenflächen bebaut werden?

Sollen Kleingartenflächen in Berlin für bezahlbaren Wohnraum, Kitas und Schulen bebaut werden? Das fragt die Initiative "Gartenstädte statt Gartenzwerge". Hier geht´s zur Umfrage (unter dem Datum 8. Januar), hinter der übrigens Investor Arne Piepgras stecken soll.


Grüne Dienstleister auf der Grünen Woche

Berliner Kleingärtner zeigen auf der Internationalen Grünen Woche 2019 (18. – 27. Januar), was die Gartenvereine alles leisten.

 

In diesem Jahr sind die Kleingärtner Teil der „Blooming City“ in der Blumenhalle. Dass Gärten zum Stadtklima beitragen, ist bekannt. Sie sind Zulieferer für Frischluft und spenden mit ihren Bepflanzungen und Wasserbiotopen Verdunstungskühle. Jetzt, wo wir im Klimawandel angekommen sind, werden diese klimatischen Leistungen für Großstädte immer wichtiger. Gärten müssen deshalb auf klimatische Veränderungen eingestellt werden. Auf der Messe werden Interessierte ausgiebig beraten, wie man Gärten an den Klimawandel anpassen kann. Hier die Mitteilung des Landesverbandes der Gartenfreunde.


Kann man sich eigentlich gegen Wildschwein-Schäden versichern?

Wie verhalte ich mich bei einer Begegnung mit Wildschweinen? Berlins Wildtierexperte Derk Ehlert gibt Tipps und beantwortet auch die Frage, ob man sich gegen Schwarzkittel-Schäden versichern kann. Hier der Bericht aus der MoPo.


Ein Volksbegehren soll in Bayern die Bienen retten

Weil die Insektenbestände in Bayern um rund 75 Prozent eingebrochen sind, wollen Umweltschützer Bienen mit einem Volksbegehren retten. Sie wollen damit erreichen, dass der Anteil der Bio-Landwirtschaft von 10 auf 30 Prozent gesteigert wird und Bauern verpflichtet werden, Hecken, Büsche, Feldraine und Bauminseln anzulegen. An Bächen, Flüssen und Seen soll ein 5 Meter breiter Streifen frei von Landwirtschaft bleiben. Hier der Bericht aus der Süddeutschen Zeitung.


Kleingartenirrsinn oder Kleingartensegen?

Sind Kleingärten einfach billiges Bauland für benötigte Wohnungen? Oder gewinnt die Einsicht, dass Kleingärten auch in Zukunft Teil der Städte sein müssen, weil sie zum Grün gehören, das ganz wesentlich dazu beiträgt, dass die Städte lebenswert bleiben? Und müssen Kleingärtner dafür umdenken, sich noch mehr um Öffnung und Artenvielfalt bemühen und ihre Parzellen nicht nur als eine Art private Liegewiese nutzen? Hier der Bericht aus der Mitteldeutschen Zeitung.


Hast Du schon eine Stunde Vögel gezählt?

Auch noch am morgigen Sonntag kannst Du noch für die NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" zählen, was sich gefiedert in Garten oder Park zeigt. Aktueller Trend: Bislang wurden in 519 Berliner Gärten 17.862 Vögel gezählt - am häufigsten Haussperling, Kohlmeise, Blaumeise, unter den seltensten sind Grauspecht, Bluthänfling und Raubwürger. Hier Infos zum Mitmachen.


Und wieder werden 150 Berliner Parzellen platt gemacht

Kurz vor Silvester haben rund 150 Pächter der „Gartenfreunde Siemensstadt“ die Kündigung bekommen. Schon bis zum 31. März müssen sie ihre Lauben am Saatwinkler Damm räumen und die Grundstücke dem Eigentümer übergeben. Rund 1000 Mietwohnungen sollen dort entstehen, Baubeginn angeblich noch in diesem Jahr. Hier der Bericht aus der BILD.


Die neue NABU-App "Vogelwelt"

 

 

Eine kostenlose App (Basisversion) mit 1000 Fotos von 308 Arten zum Bestimmen der gefiederten Besucher in unseren Gärten gibt es vom NABU für Vogelfreunde. Damit wir nicht nur Amsel, Haussperling, Blau- oder Kohlmeise erkennen. Hier gibt´s alle Infos dazu. 


Das Jahr beginnt mit der "Stunde der Wintervögel"

 

 

 Vom 4. bis 6. Januar ruft der Naturschutzbund Deutschland (NABU) dazu auf, die Vögel im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen. Notiere von jeder Art die höchste Zahl an Vögeln, die Du während der Stunde gleichzeitig beobachten kannst. Dabei zählen auch Vögel, die Deinen Garten nur überfliegen.

Gut möglich, dass es dieses Jahr weniger Tiere zu sehen gibt. Finden die Vögel im Wald und in der freien Landschaft noch genügend Futter, machen sie sich im Garten rar, und bei den Waldbäumen war 2018 in vielen Regionen ein Mastjahr, auch Sträucher wie Schlehe und Schneeball trugen extrem viele Beeren.

Ob sich die Vögel im winterlichen Garten sehen lassen, hängt aber auch davon ab, wie viele Wintergäste uns aus Skandinavien und Russland besuchen, wie der Bruterfolg im Sommer war und natürlich vom Wetter: Je frostiger und schneereicher es ist, desto verlockender sind die milden Siedlungslagen für Piepmätze.  Weitere Infos gibt´s unter www.stundederwintervoegel.de


Abschied von Reemtsma

Nach fast 50 Jahren ist endgültig Schluss: Die alte Tabakfabrik - mit eigenem Wasserwerk und Stromversorgung - wird größtenteils abgerissen. Dabei wurden hier früher über 16 Milliarden Zigaretten im Jahr produziert. Doch seit 2012 ruht der Betrieb - das Gelände in Schmargendorf steht leer.

 

Die Zukunft des Geländes zwischen der Mecklenburgischen und der Forckenbeckstraße steht längst fest: Hier soll in Zukunft nicht gewohnt, sondern gegründet werden. 10.000 Arbeitsplätze werden auf dem Gelände, das größer als der Potsdamer Platz ist, entstehen. Geplant sind ein Gründerzentrum und ein zentraler Campusplatz mit Theater, Kino und zwei Hotels. Hier der Bericht der rbb-Abendschau.


So lässt sich etwas Natur auch in Wohngebiete holen

Gebüsche, Nistgelegenheiten und Staubbad für Spatzen, Brennesseln und Efeu für Admiralfalter, auch der Igel wird nicht vergessen: Ein tolles Beispiel aus Ingolstadt, wie schon beim Planen eines Wohngebietes auch an Lebensbedingungen konkreter Tierarten gedacht wird. Und wer denkt in Berlin so weit? Hier der Bericht aus dem Donaukurier.


Welches Futter für welchen Gartenvogel?

Körner, Samen, Rosinen, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse, Meisenknödel, getrocknete Beeren, Maiskörner... Aber welcher Vogel frisst jetzt im Winter was besonders gern? Hier der Bericht des NABU.


Wildern Waschbären auch bereits in Deinem Garten?

In Berlin leben bereits rund 800 Familien Waschbären – Tendenz steigend. Sie dezimieren Vögel, Fledermäuse, Frösche und Eidechsen…

 

Um weitere Ausbreitung einzuschränken, hat die Stadt 2011 das Füttern der Kleinbären verboten. Bei Missachtung drohen bis zu 5000 Euro Strafe. Hier der Bericht des Tagesspiegel.


Berlins Sommer waren nie heißer und trockener

Das Wetter hat im ablaufenden Jahr in Berlin neue Rekorde aufgestellt. 2165 Stunden lang hat über der Hauptstadt die Sonne geschienen, 530 Stunden mehr als im Durchschnitt.

 

Demnach war es auch so warm wie niemals zuvor: Mit 11,4 Grad Celsius lag die Temperatur 2,3 Grad über dem langjährigen Mittel. Zudem zählt Berlin zu den Bundesländern mit dem geringsten Niederschlag: 400 Liter pro Quadratmeter - rund 170 Liter weniger als sonst - hat es in diesem Jahr geregnet. Hier der Bericht der MoPo.


Die Bürgerinitiative "Schmargendorf braucht Oeynhausen" wünscht eine


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Deutschlands wohl erste Kleingartenkolonie wurde in Berlin gegründet

Die Geschichte der Kolonie "Zur Linde" in der Treptower Kiefholzstraße reicht bis ins Jahr 1827 zurück. Als sie von sieben Familien gegründet wurde, bekam sie aber zunächst den merkwürdigen Namen "Little Popo". Hier der Bericht auf rbb 24.


Ein riesiges Gründerzentrum als neuer Nachbar - aber ohne eine einzige Wohnung: Ab 7. Januar soll die Reemtsma-Fabrik abgerissen werden

 Auf dem Gelände der alten Reemtsma-Zigarettenfabrik in Schmargendorf soll ein Gründerzentrum entstehen, zu neudeutsch: ein Start-up-Inkubator. Die Pläne für das neue Quartier unter dem Label „Go West“ stellte Stephan Allner, Geschäftsführer der Immobilienfirma „Die Wohnkompanie“ am Mittwochabend im Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf vor.

„Wir hoffen, dass wir Ostern 2019 eine Baugenehmigung haben“, so. Der Bauantrag für den alten – neuen – Gewerbestandort wurde Ende November gestellt.

 Herzstück des Quartiers (Architekten Christoph Kohl) wird ein zentraler Campus-Platz, so groß wie der Walter-Benjamin-Platz in Charlottenburg. Hier sollen ein Kino, ein Theater, ein Wochenmarkt sowie Nahversorger und Gastronomie Platz finden. Ein bis zwei Hotels werden sich auf dem Gelände ebenfalls finden. Insgesamt sollen 1 Milliarde Euro verbaut werden. Hier der Bericht des Tagesspiegel.


Bienengifte bleiben verboten! Keine Notfallzulassungen für Neonikotinoide

Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid sind die wichtigsten Wirkstoffe für Neonikotinoide. Sie schaden den Bienen. Die Pestizide töten die Tiere oder sorgen dafür, dass sie ihre Orientierung verlieren und nicht mehr zu ihren Familien zurück finden. Seit dem 19. Dezember dürfen diese Stoffe für die Anwendung im Freiland nicht mehr verkauft und angewendet werden. Ab April 2019 ist auch der Export von derart gebeiztem Saatgut in Ländern außerhalb der EU nicht mehr zulässig. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Der Senat will Kleingärten fördern, die sich für den Kiez öffnen

Der Senat hat den von der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, vorgelegten Bericht an das Abgeordnetenhaus „Urban Gardening in der Stadt verwurzeln“ beschlossen.

In Berlin soll das urbane Gärtnern in allen Formen gefördert und stärker in die städtische Planung eingebracht werden.

Das Gesamtkonzept stellt die gemeinschaftliche Gestaltung von Grün in den Vordergrund. Hierzu gehören unter anderem begrünte Baumscheiben, Urban-Gardening-Projekte, experimentelle Freiräume sowie Kleingärten, die für den Kiez geöffnet werden. Hier die Pressemitteilung der Senatskanzlei. 

 

 


Hier ist die Gegenrede pro Cornelsenwiese: "Die Grünen vergessen das Grün im Bezirk"

Die „Initiative für den Erhalt des Stadtgrüns“ antwortet auf den Leserbrief des Grünen Uwe Szelag: „Wenn jetzt, keine drei Jahre später, vielleicht mit Hilfe der Grünen eine Mehrheit für die Bebauung der Cornelsenwiese gefunden sein sollte, stimmt diese BVV gegen ihre eigenen Beschlüsse.“

Was ja auch nichts Neues wäre…

Hier der Bericht der MoPo.

 

 

 


"Die Bebauung wäre mit Schmerzen vertretbar"

Es geht um die Cornelsenwiese in Schmargendorf, ganz in der Nähe unserer Kleingartenkolonien. Und die Berliner Morgenpost veröffentlicht dazu die Meinung von Uwe Szelag, der für die Grünen als Bürgerdeputierter im Stadtentwicklungsausschuss sitzt und sich für die Bebauung der umkämpften Wiese ausspricht - obwohl auch seine Partei auf Bürgerdruck vor eineinhalb Jahren dafür gestimmt hatte, Grünflächen in Charlottenburg-Wilmersdorf erhalten zu wollen. Hier der Bericht der MoPo. Und ein weiterer Beitrag zum Thema Cornelsenwiese aus der Berliner Woche.


Hochbeete zum Mieten

Beim Bundeswettbewerb “Gärten im Städtebau 2018” gewann der Hamburger Kleingartenverein “Döhrnkamp” die Auszeichnung “Silber”. Die Spezialität der Laubenpieper: Sie vermieten Hochbeete. Hier der Bericht aus den Eimsbütteler Nachrichten.


Hallo, Herr Schruoffeneger, was wird denn aus den Kleingärten von Oeynhausen und Friedrichshall?

Zur BVV vom 13. November stellte Susanne „Suse“ Raabe-Feimer Einwohnerfragen, die Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne, Foto) wie folgt beantwortete:

1.     Wann wurde/wird das B-Plan-Verfahren für das Gelände „Oeynhausen-Nordost“ zur Festsetzung als Dauerkleingartenfläche eingeleitet?

Schruoffeneger: Dies erfolgt,  so wie es im städtebaulichen Vertrag vorgesehen ist, nach Bestandskraft der Baugenehmigung für das Wohnbauvorhaben. Hier fehlt noch der Block A. Aber für den Fall, dass da keine Widersprüche kommen, können wir demnächst damit beginnen.

2.     Was geschieht mit „Oeynhausen-Süd“ und „Friedrichshall“? Fallen diese Kolonien unter die Absichtserklärung des Senats, alle Kolonien auf landeseigenen Flächen bis 2030 zu sichern?

 

Schruoffeneger: Beide Kolonien sind im aktuellen Arbeitspapier des Flächennutzungsplanes Berlin als Grünflächen mit der Zweckbestimmung Dauerkleingarten dargestellt. Dementsprechend sind die Kleingartenanlagen im Kleingartenentwicklungsplan der Sicherungsstufe IVb „fiktive Kleingartenanlagen“ zugeordnet. Der Kleingartenentwicklungsplan befindet sich derzeit in Überarbeitung. Der Entwurf soll den Bezirken zur verwaltungsinternen Stellungnahme im Dezember 2018 zugesandt werden, liegt derzeit allerdings noch nicht vor.


So wird Charlottenburg-Wilmersdorf entgrünt

Von wegen Klimawandel, Heißsommer oder Luftschadstoffe: Im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wird immer mehr abgeholzt und versiegelt – und die Ex-Naturschützer-Partei Grüne/B90  hilft an verantwortlicher Stelle kräftig mit. Daten aus dem Statistischem Jahrbuch und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zeigen: Es gibt immer weniger wohnungsnahes Grün, weniger Kleingärten, weniger Straßenbäume, weniger Grünanlagen, weniger Wald…

Wohnungsnahes Grün: Von 2012 bis 2016 sank die Zahl „versorgter Einwohner“ um 128.245, der Anteil nicht versorgter Einwohner stieg auf 38 % - nur Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg sind mit 39 % noch schlechter dran.

Straßenbäume: Ihre Zahl verringerte sich zwischen 2006 und 2017 um 868 Bäume – und das sind nur die Straßenbäume.

Kleingärten: In den Jahren 2007 bis 2017 wurden 23,7 Hektar platt gemacht – 6 Anlagen mit 759 Parzellen.

Grünanlagen: Zwischen 2007 und 2015 verlor der Bezirk zusätzlich 6 Hektar Grünanlagen. 

Wald: Von 2007 bis 2017 verzeichneten die Statistiker ein Minus von 2 Hektar.


Wird die Cornelsenwiese doch bebaut?

Der Investor Becker & Kries hat neue Pläne vorgelegt, nach denen die Cornelsenwiese in Schmargendorf doch bebaut werden soll. Es stehe eine politische Grundsatzentscheidung an, so Baustadtrat Schruoffeneger. Der Bauausschuss will dazu bis Anfang 2019 ein Meinungsbild erstellen. Spannende Frage: Wie ernst ist der BVV ihr grünes Versprechen? Hier der Bericht der MoPo.


Das Berliner Laubensterben in Zahlen

In den Jahren 2007 bis 2017 wurden in Berlin 57 Kleingarten-Anlagen mit 3803 Parzellen auf 159 Hektar platt gemacht. So die Angaben aus dem brandaktuellen Statistischem Jahrbuch 2018.
In Charlottenburg-Wilmersdorf wurden im gleichen Zeitraum 6 Anlagen mit 759 Parzellen auf 23,7 Hektar zerstört.


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Mit Spaghetti-Hochbeet zur Goldmedaille

So holten die 260 Kleingärtner der Marzahner Anlage "Am Kienberg" ihre Goldmedaille: mit Obstlehrpfad in 125 Sorten, großem Insektenhotel aus Holz, Lehm und Ziegeln sowie einem öffentlichen Hochbeet für alles, was man so für Spaghetti und Tomatensoße braucht. Hier der Bericht der MoPo.


Bebauungspläne fürs Reemtsma-Gelände

In der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung gibt es TOP 6: Vorstellung des Bauvorhabens auf dem Reemtsma-Gelände (10 Minuten Vorstellung durch den Investor, 20 Minuten Fragen und Diskussion).

Mi. 19. 12. 2018, 17:30 Uhr, Rathaus Charlottenburg, Bürgersaal.

                                                                                                                       Foto: Google Earth

 

 

   

Was weißt Du über unsere Wintervögel?

Sind Blaumeisen die einzigen blau-gelben Gartenvögel? Singen Rotkehlchen auch im Winter? Warum eigentlich heißt der Gimpel auch Dompfaff? Hier geht´s zu einem NABU-Quiz über unsere Wintervögel.


Die Bezirks-Sozis und lästige Einwohnerfragen

Weiß eigentlich jeder hier demokratisch Gewählte, was repräsentative Demokratie ist? Eineinhalb Jahre, nachdem die BVV Charlottenburg-Wilmersdorf das Instrument der Einwohnerfragen zusammen gestrichen hatte, steht jetzt am 13. Dezember im Rathaus eine halbe Rolle rückwärts auf der Tagesordnung (TOP 7.2) . Dazu ein Beitrag des "Kiezer Weblog vom Klausenerplatz". Vielleicht werden diese Einwohnerfragen demnächst ja auch endlich inhaltlich beantwortet - was wir beispielsweise beim Fragenkomplex zu den Kleingartenkolonien "Oeynhausen" und "Friedrichshall" (TOP 1.2) gleich hören werden...


Ein Dauergartenvertrag für Berlin?

Spekulation, Wachstum und Bauwut bedrohen nicht erst seit gestern das Berliner Grün. Um die interkulturellen, urbanen und Kleingärten unserer Stadt zu erhalten und zu sichern, brauchen wir einen Dauergartenvertrag – analog zum Dauerwaldvertrag. Hier der Beitrag vom Netzwerk Grüne Liga.