Auch der Nachtigall wird das Leben in Berlin immer schwerer gemacht

Um die 1500 Reviere wurden hier gezählt, Berlin gilt noch als „Hauptstadt der Nachtigallen“. Doch der Lebensraum der begnadeten Sänger verändert sich: Durch umfangreiches Baugeschehen nimmt die Anzahl von Flächen, die mit dichter Spontanvegetation bewachsen sind, deutlich ab. Auch Parkanlagen, die der Nachtigall neben Friedhöfen wertvolle Lebensräume bieten, unterliegen einem zunehmenden Nutzungs- und Pflegedruck. Dichtes Unterholz mit schützender Falllaubschicht und üppiger Krautvegetation, in denen die Nachtigall ihr Nest baut, werden häufig weggepflegt. Hier der Bericht vom NABU.


Berlin wird immer heißer, trockener - und ungesünder

Bei einem "Weiter so" steigt in Berlin und Brandenburg voraussichtlich schon in den nächsten Jahrzehnten die Zahl der warmen Tage deutlich. In naher Zukunft gibt es im Schnitt rund 46,2 Sommertage, davon 12,8 Hitzetage. Die Zahl der Frosttage (63,0), darunter 16,3 Eistage, sinkt dagegen um rund ein Viertel.

Auch die Zahl der besonders heißen Tage - mit Temperaturen über 35 Grad - dürfte sich erhöhen. Die Region könnte sogar Tage mit mehr als 40 Grad bekommen, was es bisher so nicht gab. Eine derartige Hitze belastet aber den menschlichen Organismus stark, der sich immer auf ungefähr 37 Grad halten muss. Es gibt Berechnungen, wonach in Deutschland pro ein Grad Temperaturanstieg die hitzebedingten Todesfälle bis zu sechs Prozent steigen könnten. „Dies entspricht über 5000 zusätzliche Sterbefälle pro Jahr durch Hitze bereits bis Mitte dieses Jahrhunderts“, heißt es beim Bundes-umweltamt. Besonders schlimm wird es, wenn der Körper selbst in der Ruhephase nicht "runterkommen" kann, weil es nachts nicht richtig abkühlt - in Tropennächten. Solche Nächte könnten vor allem in Berlin künftig deutlich häufiger vorkommen. Hier der ganze Bericht von rbb 24.


"Berliner Senatsentwicklungsplaner tricksen bei Kleingärten!"

„Die Entwicklungsplaner von Senatorin Regine Günther arbeiten mit einem Trick, der nicht ganz neu ist: Um auf die angeblichen 83 Prozent sicherer Kleingärten zu kommen, werfen sie die über Bebauungspläne gesicherten Flächen in einer Kategorie zusammen mit den sogenannten ´fiktiven Dauerkleingärten´. Das ist unseriös“, meldet der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN).  Der Entwurf des Kleingarten-Entwicklungsplanes bringe keine Sicherheit, widerspricht der VDGN dem Verband der Gartenfreunde Berlin. Hier der Bericht.


Wird dieser Sommer noch dürrer als der letzte?

Wenig Regen, trockene Böden: Wenn das so weitergeht, könnte Deutschland nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes wieder ein Dürresommer bevorstehen. „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden“, sagte der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch, in Offenbach. Besonders betroffen sind demnach die östlichen Bundesländer. Selbst wenn es noch viel regnen sollte, bleibt die Bodenfeuchte den Schätzungen zufolge bis in den Sommer hinein unter dem vieljährigen Mittelwert. „Die Startbedingungen für die Vegetation sind 2019 in vielen Gebieten Deutschlands deutlich schlechter als im Vorjahr.“ Hier der Bericht aus der Berliner Morgenpost und ein Bericht aus der BZ.


Experten fordern einen Imker-Schein - zum Schutz der Bienen

Seit etwa acht Jahren erlebt die Hauptstadt einen regelrechten Bienen-Boom. Im Berliner Imkerverband sind aktuell rund 1300 Imker mit rund 7100 Völkern organisiert. Außerhalb der Vereine werden noch etwa 2000 bis 3000 Bienenvölker, oft auf Dächern oder Balkonen gehalten. Allein bei den Bienen der Verbandsimker müssten sich im Schnitt fast acht Völker einen Quadratkilometer teilen. Im Jahr 2007, als es noch weniger als 500 Verbandsimker mit rund 2500 Völkern gab, lag die Dichte bei rund 2,8 Völkern pro Quadratkilometer. Zum besseren Schutz von Honigbienen fordern Berliner Imker jetzt einen verpflichtenden Imkereischein. Hier der Bericht der Berliner Morgenpost.


"Zieht eure eigenen Pflanzen, bittet Freunde und Nachbarn um Ableger, es ist sehr einfach, selber zu säen, Stecklinge oder Ableger zu nehmen!"

Der bekannte Bienenforscher Dave Goulson warnt davor, dass sehr viele in großen Gartencentern gekaufte Pflanzen mit Pestiziden behandelt wurden. Und er lobt Kleingärten: Eine Studie zeige, dass die gesündesten und größten Bestäuber-Populationen in Schrebergärten leben. Sie sind offenbar wirklich gut fürs Insektenleben. Und Kleingärten bringen eine erstaunliche Menge Nahrung hervor, mehr als eine gleichgroße Acker-fläche. Hier der Bericht aus dem Berliner Kurier.

 

 


Berliner Kleingärten bebauen? Pro und Contra

 

Was ist wichtiger für unsere Stadt? Neue Wohnungen auf Teufel komm raus oder City-Grün und gesünderes Stadtklima? Hier ein Bericht der Berliner Morgenpost.


Organische und mineralische Düngung im Garten

 

Praktische Tipps für Gartenfreunde: Am Sonnabend, 27. April, um 11:00 Uhr referiert Dr. Ilona Schonhof von der Uni Potsdam im Vereinsheim der Kleingartenkolonie Friedrichshall (Schmargendorf) über organische und mineralische Düngung. Veranstalter ist der Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Wilmersdorf.

 

 

 


Was wird aus meiner Laube? Die Angst unter Berlins Kleingärtnern wächst

Michael Matthei reicht das nicht. Dem Präsidenten des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde fehlt vom Senat die Sicherheit, dass am Ende nicht doch weitere Anlagen vor 2030 dem Bagger zum Opfer fallen. „Der Kleingartenentwicklungsplan ist nur ein Planwerk. Er hat nicht die rechtliche Verbindlichkeit, die zum dauerhaften Schutz der Gärten nötig wäre.“ Der Plan enthalte nur eine Behördenverbindlichkeit. Die könne jede folgende Landesregierung außer Kraft setzen, so Matthei. Er sieht die laufende Debatte mit Sorge. „Die Bedrohung für Teile der Kleingärten ist im Moment sehr groß.“ Hier der Bericht aus der Berliner Morgenpost.


Die aktuelle Dürre in und um Berlin bedroht Wälder und Gärten

„Wir haben noch mit den Schäden des letzten Dürresommers zu kämpfen“, sorgt sich Derk Ehlert. Der Wildtier- und Landschaftsexperte der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sagt: „Der Winter hat kaum etwas wett machen können. Nun treiben die Gehölze und brauchen dringend Bodenfeuchtigkeit.“ Das spüren auch Berlins Gärtner. „Wir müssen ordentlich gießen – anders geht es nicht“, berichtet Helmut van Heese vom Bezirksverband der Kleingärtner in Spandau. Hier der Bericht aus der Berliner Morgenpost.

 

 


Müssen noch mehr Kleingärten dran glauben, weil Berlin 100.000 Wohnungen mehr braucht als bisher bekannt?

Nach Senatsangaben soll Berlin 3.828.000 Einwohner im Jahr 2030 haben. Ende 2018 zählte Berlin jedoch bereits 3.748.000 Einwohner, war also nur noch 80.000 Einwohner von der Prognose für 2030 entfernt. Externe Berechnungen von Wirtschaftsforschungsinstituten nehmen für 2030 eine Einwohnerzahl von etwa vier Millionen an. Sollen deswegen jetzt noch mehr Kleingartenanlagen bebaut werden? Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Weil zu viele BVVler so tun, als haben sie mal wieder keine eigene Meinung, soll die Cornelsen-Wiese doch bebaut werden

In dem seit über vier Jahren anhaltenden Streit um eine Bebauung der Schmargendorfer Cornelsen-Wiese durch das Unternehmen Becker & Kries hat der BVV-Stadtentwicklungsausschuss am Mittwochabend eine Vorentscheidung getroffen. Mit den Stimmen der SPD- und FDP-Vertreter wurde das Bezirksamt mehrheitlich aufgefordert, den Bebauungsplanentwurf gemäß eines Kompromissmodells zu überarbeiten und anschließend der BVV vorzulegen. Ausschussmitglieder der CDU und Linken enthielten sich der Stimme, nur die Grünen und die AfD votierten mit Nein. Hier der Bericht aus Tagesspiegel-Leute und eine Stellungnahme der „Aktiven Bürger“.


Wie geht eigentlich naturnahes Gärtnern?

Mit einem ökologisch bewirtschafteten Garten kann ein wichtiger Beitrag zum Erhalt von Tier- und Pflanzenarten geleistet werden. Je größer die Zahl und die Vielfalt an Nektar- und Pollenspendern, desto besser. Heimische Arten sind insofern eine gute Wahl, als viele Insekten sich evolutionär mit ihnen entwickelt haben und entsprechend auf sie spezialisiert und angewiesen sind. Ist der Garten vielfältig gestaltet, fühlen sich Insekten, Vögel, Igel, Eidechsen, Frösche und Kröten sowie eine Vielzahl anderer Kleintiere wohl und verbleiben gerne im Garten. Hier gibt´s Tipps vom NABU für naturnahes Gärtnern.

 


Sträucher werden in Berliner Parkanlagen oft nicht fachgerecht sondern gar nicht gepflegt oder gleich radikal runtergekürzt

 

Ein halbes Jahr lang beobachtete die BUND-Arbeitsgruppe „Strauchschutz“ die Gehölz-Pflegemaßnahmen in mehreren Parkanlagen der Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln. Die Bilanz: Entweder wurden Sträucher seit Jahren gar nicht gepflegt oder bei einem Großteil der Gehölze so unqualifiziert geschnitten, dass gärtnerisches Handwerk kaum und naturschutzfachliches Wissen erst gar nicht zu erkennen ist. Können wir uns angesichts des Artenrückgangs, wie er ja auch in Berlin um sich greift, noch leisten, dass Naturschutz hier immer letzte Priorität zu haben scheint? Hier der Bericht des BUND.


Wo und wie singt die Nachtigall auch in Schmargendorf?

Schon über 3000 Nachtigallen leben In Berliner Parks und Gärten. Forscher vom Naturkunde-Museum wollen jetzt noch mehr über diesen Vogel  erfahren, dessen Männchen über 2300 Strophen singen können: Wer am besten schluchzend pfeift, hat übrigens die größten Chancen bei den Frauen! Hilf mit, liefere Informationen über eine Smartphone App. Hier der Beitrag von Inforadio und Infos über den "Forschungsfall Nachtigall".

 

 


Warum Berlin mehr Grün- und Wasserflächen braucht

Städte sind wärmer als das Umland, weil im Sommer dort weniger Wasser verdunsten kann als auf dem Land. Zu diesem Schluss kommen Forscher nach der Analyse von Stadtklimadaten aus 60 US-amerikanischen Städten. Um «städtische Wärmeinseln» zu vermeiden und das Stadtklima zu verbessern, seien deshalb mehr Pflanzen und mehr unversiegelte Flächen nötig. Ob und wie stark Hitzeinseln in einer Stadt am Tag entstehen, hängt hauptsächlich von der Bodenfeuchte und der Vegetation ab. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.

 

 


Gibt es noch einmal eine Tränenflut um Oeynhausen-Parzellen?

„Es ist noch Verbitterung da, und wir sind auch noch nicht zufrieden damit, weil wir von der Politik immer noch nichts bekommen haben, dass das da wirklich ein bisschen sicher gemacht wird. Dass das als Grünfläche ausgewiesen wird. Der Teil von dem Groth-Gelände, was gekauft wurde, hat uns die Politik versprochen, dass das dafür jetzt festgeschrieben wird als Kleingartenland und dass das kein Bauland wird. Und das fehlt immer noch, da haben wir bisher immer noch nichts bekommen. Obwohl Groth mittlerweile alles hat, was er haben wollte an Genehmigungen“, sagt Kleingärtnerin Heidemarie Kaap. Hier der ganze Beitrag vom Deutschlandfunk.


"Warum wird eigentlich nicht auf den Ersatzflächen gebaut?"

Eine weitere Bebauung von Kleingartenflächen hält er für falsch. Michael Matthei, der neue Präsident des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde bezieht Stellung zum Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes. Hier der Bericht.


"Wir sind aktive Stadtgrün-Lobby"

Jeder Mensch benötigt für seine Grundbedürfnisse und gesellschaftlichen Entwicklung den Zugang zu wichtigen Leistungen wie Wohnung, Nahrung, Bildung, Gesundheit und besonders die Natur.
Berlin muss sich endlich eine Lobby für das Stadtgrün schaffen, um den Spekulanten und Betondenkern entgegen zu treten. Dazu sollten alle bereit sein. Ich bin es.
Was Michael Matthei (Foto), der neue Präsident des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde, im Editorial der April-Ausgabe des „Berliner Gartenfreundes" sagt. Hier der ganze Text.


Heimliche und unheimliche Besucher unseren Gärten

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Berlins Grünflächen vor dem Aus?

Luftverschmutzung, Artensterben, Klimawandel: In unserer wachsenden Stadt ist ökologische Nachhaltigkeit heute wichtiger denn je. Gleichzeitig erleben wir einen Boom in der Baubranche. Müssen hierfür künftig unsere Grünflächen herhalten? Darüber möchte der BUND Berlin mit Vertretern verschiedener Positionen und dem Publikum diskutieren: 10. April, 17:30 Uhr, Urania.

Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer BUND Berlin e. V.
Dr. Hans-Hermann Bentrup, STS a.D., Vorsitzender Lenné-Akademie
Dipl.-Ing. M. Arch. Andreas R. Becher, Vorstand Bund Deutscher Architekten Berlin
Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen bzw. Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wohnen (beide angefragt)
Henning Gerlach, Vorsitzender Verein Lebenswertes Lichterfelde e. V. Hier geht´s zum Link des BUND.

Wenn schon Insektenhotel - dann aber auch richtig

Insektenhotels sollen als Nisthilfen oder zum Überwintern dienen. Damit Wildbienen oder Wespen sich darin aber auch wohlfühlen, sind etliche Tipps zu beachten: Kein Weichholz benutzen. Löcher immer nur quer zu den Jahresringen bohren – zwischen 2 und 9 mm Durchmesser. Röhrchenhalme glätten und einseitig verschließen. Keine Kiefernzapfen oder Stroh verwenden. In der Nähe die richtigen Blühpflanzen fürs Frühstück anbieten… Hier der Bericht von SWR Wissen.


Graubraun und ganz schön warzig - Erdkröten gelten nicht gerade als "Miss Garten", verputzen aber liebend gern Schnecken

Sie hat goldene bis kupferrote Augen mit charakteristischen waagerechten Pupillen: Die Erdkröte ist die größte heimische Krötenart und wird bis zu 30 Jahre alt. Zu ihren Lieblingsspeisen zählen Nacktschnecken, Kartoffelkäferlarven, Falter wie Kohl- und Erdeulen, Rapsglanzkäfer, Fliegen, Raupen, Asseln und Insektenlarven. Einen geschützten Lebensraum kann man der Erdkröte im Garten durch Laub- oder Reisighaufen, Totholz, Bretter, Wildstrauchhecken, krautige Pflanzen oder Höhlen in Trockensteinmauern und Steinhaufen bieten. Hier ein Beitrag aus „giftfreies Gärtnern“.


Schmetterlinge schmettern immer weniger

Der Schmetterlingsschwund ist in manchen Gegenden Deutschlands bereits so groß, dass er sich auf insektenfressende Tiere wie Vögel und Fledermäuse auswirkt. Von den 189 in Deutschland vorkommenden Tagfalterarten (Foto: Hauhechelbläuling) stehen 99 auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Ursachen? Eine neue Studie zeigt: Auf Wiesen, die an intensiv bewirtschaftete Felder angrenzen, gibt es zwei Drittel weniger Tagfalter als in den Naturschutzgebieten. Hier ein Bericht aus der Süddeutschen Zeitung.


Westkreuz: Park, Kleingärten oder Beton?

Schon mindestens seit 2016 läuft ein Kampf um das Westkreuz, ein ursprüngliches Bahngelände, großteils eine Brache, daneben Kleingärten. Soll dort ein Park entstehen, sollen dort die Parzellen erhalten werden – oder müssen dort vielleicht 1000 Wohnungen gebaut werden?  Was wird mit dem Bürgerbegehren, sämtliche Grünflächen im Bezirk zu erhalten, welches einstimmig von allen Fraktionen in der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen wurde? Hier dazu ein Bericht aus der Berliner Woche.


Was Stadtrat Schruoffeneger auf die Frage antwortet: Wann wird der B-Plan für Oeynhausen beschlossen?

Mit vielem Dank an die Fraktion Die Linke.

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Warum nicht jedes "Unkraut" gezupft werden sollte

„Jetzt im Frühjahr lassen sich Wildkräuter sehr gut mit der Hand ausreißen, bevor sie sich ausbreiten“, sagt Derk Ehlert (Foto), Pressereferent bei der Senatsumweltverwaltung, zum morgigen internationalen Tag des Unkrauts.  „Man kann auch natürliche Schädlingsbekämpfer verwenden, indem man zum Beispiel Schnittlauch in die Rabatten pflanzt oder Brennnesselsud als Unkrautvernichter nutzt. Wer aber einen ökologisch wertvollen Garten haben möchte, sollte eben auch die richtigen Bedingungen schaffen“ -  wenn beispielsweise jeder Gartenbesitzer einen Quadratmeter ungeliebte Brennnesseln stehen lassen würde, hätten wir in Berlin viel mehr Schmetterlinge. Hier der Bericht aus der Berliner Morgenpost.


Folgt diesen Sommer die nächste Dürre?

Der Deutsche Wetterdienst hat ein neues Prognosemodell entwickelt, welches vor Dürren wie im letzten Jahr - für Brandenburg das trockenste Jahr überhaupt - besser warnen soll. In die Berechnungen fließt nun auch die Bodenfeuchte ein. Hier der Bericht der Abendschau. Und noch ein Beitrag zum Thema aus der BZ.


Sichert endlich Berlins Kleingärten!

„Berlin muss sich endlich eine Lobby für das Stadtgrün schaffen. Dazu müssen alle Grüninteressierten bereit sein. Berlins Kleingärtner sind es.“ Der Landesverband Berlin der Gartenfreunde nahm jetzt Stellung zum Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes. Er fordert  eine rechtliche Verbindlichkeit und keine ständigen Schutzfristverlängerungen: „Unsere Forderung ist nicht das viel zitierte Jahr 2030, sondern der dauerhafte Schutz der Berliner Kleingartenflächen – nicht nur der Schutz und Ausbau der Anzahl unserer Pächter auf den bestehenden, zum Teil schon verkleinerten Flächen.“ Hier zur Stellungnahme des Landesverbandes.


Berlin schmeckt dem Buchsbaumzünsler

Er wurde erst 2014 in Berlin entdeckt, der aus Asien eingeschleppte Buchsbaumzünsler, ein Schmetterling, dessen Raupen sich auf Buchsbäumen wohlfühlen und ganze Bestände davon völlig kahlfressen. Bereits 2017 konnte nach Angaben der Senats-Umweltverwaltung ein flächendeckender Befall im gesamten Stadtgebiet der Hauptstadt festgestellt werden. Und das warme Wetter im Sommer 2018 begünstigte die Ausbreitung weiter. Hier der Bericht  aus Tag24.de.


Will Baustadtrat Schruoffeneger bald alle Teile der heutigen Kleingartenkolonie Oeynhausen baurechtlich sichern?

„Verwirrung gibt es um die Reste der Kleingartenkolonie Oeynhausen in Schmargendorf. Vor zwei Wochen hatten wir berichtet, dass auch der landeseigene Teil der Kolonie mit 122 Parzellen neuen Wohnhäusern weichen könnte. Diesen Eindruck erweckt der noch unveröffentlichte Berliner „Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030“. Auf Anfrage der FDP-Fraktion sagte Baustadtrat Schruoffeneger, man wisse davon bisher nur aus dem Tagesspiegel. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung habe auf Nachfrage mitgeteilt, dass lediglich das laufende Bauprojekt der Groth-Gruppe auf dem privaten Grundstücksteil gemeint sei. Über diese Auskunft wundert sich nicht nur Schruoffeneger. Denn im Stadtentwicklungsplan ist von einem „mittelfristigen“ Wohnungsbaupotenzial in sieben Jahren die Rede. Nun will der Stadtrat in einem Brief an den Senat klar stellen, dass der Bezirk die verbliebenen Kleingärten bald baurechtlich sichern will.“

 

Aus „Tagesspiegel Leute“, Charlottenburg-Wilmersdorf.


Bis zum Sommer sind noch Änderungen am Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes möglich

„Wir haben Ausgleichsflächen vorgesehen, wo neue Kleingartenanlangen entstehen können. Wir haben sogar von der Fläche mehr Ersatzflächen ausgewiesen als jetzt erst mal in Anspruch genommen werden. Insoweit gibt es schon auch ganz konkrete Angebote und auch finanzielle Entschädigungen.“ So Umweltstaatssekretär Stefan Tidow (Grüne) zum Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes. Hier der Bericht von rbb 24.


Kleingärten - ein Gewinn für alle!

Kleingärten bieten einen unglaublichen Strukturreichtum mit ihren Hecken, Reisig- und Komposthaufen, dem bunten Flickenteppich aus Beeten mit blühenden Gemüse- oder Zierpflanzen: Schweizer Forscher konnten in Zürcher Gärten rund 1000 Tierarten und 1000 Pflanzenarten nachweisen. Und die kleinen Grünzellen haben noch viel mehr zu bieten. Hier ein Bericht aus Geo.


Deine Stimme für den Insektenschutz

Es summt und brummt immer weniger in der Natur. In Deutschland gibt es heute 75 Prozent weniger Insekten als noch vor knapp 30 Jahren. Das Sterben der Insekten hat dramatische Ausmaße und ist wissenschaftlicher Fakt. Alle Forschungsergebnisse nennen für das Insektensterben zwei Hauptgründe: den Klimawandel und die intensive Landwirtschaft. Bundesagrarministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze müssen jetzt gemeinsam handeln. Sie müssen unsere Insekten retten. Unterstütze unseren Protest an die Ministerinnen! Hier der Bericht vom BUND.

Heute ist Weltspatzentag

In Berlin hält man sie für selbstverständlich: Spatzen. Noch! Denn auch bei uns bekommen die kleinen Tschilper Probleme: Wie anderen Vogelarten auch macht ihnen vor allem der Mangel an Insekten zu schaffen, denn die sind für Jungenaufzucht unersetzbar. Die zunehmende Flächenversiegelung, der Mangel an naturnahen, verwilderten Grünflächen, artenarmes Einheitsgrün, exotische Bepflanzungen und der vermehrte Einsatz von Pestiziden lassen die Insektennahrung knapp werden. Aber auch mangelnder Wohnraum ist inzwischen ein Problem. Hier ein Bericht von umweltzoneberlin.de. Und zum Weltspatzentag auch noch ein Bericht des NABU Berlin.


Soll Oeynhausen-Süd für Wohnungen platt gemacht werden?

Ein  Entwurf für den „Stadtentwicklungsplan (Step) Wohnen“ des Berliner Senats listet Projekte, Potenziale und Instrumente auf, um den steigenden Wohnraumbedarf zu decken. Dazu wurde ein Potenzial von knapp 200.000 Wohnungen auf dem Stadtgebiet ermittelt. 90.000 davon werden als kurzfristig (binnen 3 Jahren) realisierbar eingeschätzt, 63.000 als mittelfristig (innerhalb 7 Jahren), 47.000 als langfristig (innerhalb von 12 Jahren). 

In einer ersten Stufe wird die Bebauung teils schon bekannter Areale genannt: die Kolonien „Alter Exerzierplatz“ in Spandau, „Oeynhausen“ in Charlottenburg-Wilmersdorf sowie „Sonnental“ und „Pappelgrund“ in Pankow. Hier seien jeweils 200 bis 1000 Wohnungen möglich. Hier der Bericht aus der Berliner Morgenpost.


Schlechtes Vorbild "Oeynhausen"

Wenigstens als abschreckendes Beispiel taugt der plattgemachte Teil der Kleingartenkolonie Oeynhausen noch. „Wir wollen kein zweites Oeynhausen und das Gelände räumen, um es dann brach liegen zu lassen“, sagt jetzt Cerstin Richter-Kotowski, die Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. Immerhin! Hier der Bericht aus der Berliner Woche.


Frühlingsfest auf dem ehemaligen Reemtsma-Gelände

Alle Kleingärtner sind am Freitag, 29. März 2019, von 15:00 bis 20:00 Uhr aufs ehemalige Reemtsma-Gelände zu Frühlingsfest und Bürgerinformation zur Quartiersentwicklung eingeladen. Bitte anmelden unter dasfest@gowest.berlin 

Es gibt um 17, 18 und 19 Uhr Führungen übers Gelände und ein buntes Programm. Hier ist die Einladung mit weiteren Infos nachzulesen.

 


Neuer Vorstand im Landesverband der Gartenfreunde

 Er war seit 2012 eine gefühlte Ewigkeit Gesicht und Stimme aller Berliner Kleingärtner, Günter Landgraf. Jetzt gibt es einen neuen Präsidenten im Landesverband der Gartenfreunde. Nach dem Rücktritt des bisherigen Chefs übernahm am Wochenende Michael Matthei (im Foto 3. v. links) dieses Amt, der bislang Schriftführer im Vorstand gewesen war. Hier ein Kurzbericht des Landesverbandes.

 


KEP und urbaner Kontext

Der Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes 2030 (KEP) zeigt in vielen Facetten die Wichtigkeit von Berliner Kleingärten auf. In dieser Grafik wird die Bedeutung von Kleingartenanlagen im urbanen Kontext aufgezeigt. Das ist eine Gesamtbewertung aus Schutzwürdigkeit der Böden, Versorgung mit wohnungsnahem Grün, Einwohnerzahl der Umgebung und Schutzwürdigkeit aus stadtklimatischer Sicht.

Gut 90 % der Kleingärten Berlins weisen eine mindestens hohe Bedeutung im urbanen Kontext auf. Über 60 % der Kleingärten haben eine „sehr hohe“ und „höchste“ Bedeutung.

Legende Bedeutung: pink – höchste, rot – sehr hohe, ocker – hohe, gelb – mittlere.


KEP und Schutzwürdigkeit der Böden

Der Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes 2030 (KEP) zeigt in vielen Facetten die Wichtigkeit von Berliner Kleingärten auf. In dieser Grafik werden Kleingärten und die Schutzwürdigkeit der Böden gezeigt.

„Das sich daraus ergebene Bild ist eindeutig: 86 % der Kleingartenanlagen sind den drei höchsten Schutzkategorien zuzuordnen, davon sind allein 53 % als „sehr hoch“ bewertete Böden. Dies ist umso bemerkenswerter, da diese Bewertungskategorie nur 17 % der Landfläche Berlins (ohne Straßen und Gewässer) einnehmen. Der geringe Anteil der höchsten Schutzkategorie erklärt sich aus der Seltenheit der am höchsten bewerteten Böden. Diese machen lediglich 5 % der bewerteten Fläche Berlins aus und umfassen z. B. Niedermoorstandorte, Luchwälder oder feuchte Niederungen.

Legende Schutzwürdigkeit: rot – sehr hohe, grau – geringe, gelb – mittlere, 


KEP und Schutzwürdigkeit aus stadtklimatischer Sicht

Der Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes 2030 (KEP) zeigt in vielen Facetten die Wichtigkeit von Berliner Kleingärten auf. In dieser Grafik werden Kleingärten und ihre Schutzwürdigkeit aus stadtklimatischer Sicht gezeigt.

„Über 96 % der Berlin Kleingartenanlagen sind der höchsten und hohen Schutzwürdigkeitsklasse zuzuordnen, da sie Bestandteil einer Kaltluftleitbahn sind oder sich ­in deren 500 m Radius Siedlungsräume mit einer ungünstigen thermischen Situation befinden oder sich in deren 250 m Radius Siedlungsräume mit einer weniger günstigen thermischen Situation befinden und die zusätzlich eine überdurchschnittliche Mikroklimavielfalt aufweisen. Die Flächen mit der höchsten Schutzwürdigkeit liefern zum einen relevante Mengen an Kaltluft zur Abkühlung der angrenzenden Quartiere und weisen gleichzeitig noch eine hohe Aufenthaltsqualität am Tage auf.“

Legende: türkis – höchste Schutzwürdigkeit, grau – ohne Bewertung.

 

 


KEP und wohnungsnahes Grün

Der Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes 2030 (KEP) zeigt in vielen Facetten die Wichtigkeit von Berliner Kleingärten auf. In dieser Grafik werden „Kleingartenanlagen und die Versorgung der Quartiere mit wohnungsnahem Grün“ gezeigt.

„Kleingärten können in hoch verdichteten Stadtquartieren, die vielfach eine schlechte Ausstattung mit fußläufig erreichbaren (500 m Entfernung) öffentlichen Grünflächen aufweisen, eine kompensatorische Erholungsfunktion für die Stadtbewohner erfüllen.“ 

„65 % der Berliner Kleingartenflächen liegen in Stadtquartieren mit einer schlechten oder sehr schlechten Versorgung mit wohnungsnahen, öffentlichen Grünanlagen. Diese 65 % weisen ein hohes Potenzial zur perspektivischen Abmilderung einer schlechten wohnungsnahen Grünversorgung auf.“

Kleingartenanlagen im Nahbereich der Berliner Innenstadt weisen entsprechend der dort schlecht versorgten Bereiche ein hohes Potenzial auf. Dies betrifft auch besonders die Kleingartenanlagen in Schmargendorf.

Legende Versorgungsgrad der Quartiere:  dunkelbraun – sehr schlecht, ocker – schlecht, dunkelgrün – gut, hellgrün – mittel.


Der Entwurf des Berliner Kleingartenentwicklungsplanes ist jetzt öffentlich

Jetzt liegt ein erster Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes Berlin 2030 vor. Der Entwurf sieht weiterhin den dauerhaften Erhalt von ca. 83 % der Kleingartenfläche und rd. 60.000 Parzellen in Berlin vor. Weitere ca. 9 % (rd. 6.800 Parzellen) des Gesamtbestandes sollen nicht vor 2030 in Anspruch genommen werden. Für diese Kleingartenanlagen (KGA) soll im weiteren Verfahren geprüft werden, inwieweit sie durch alternative Bauflächenpotenziale ersetzt werden können oder ob durch entsprechende Bebauungskonzepte auf diesen Flächen ein Teil der kleingärtnerischen Nutzung erhalten werden kann. Hier der Link auf den Landesverband der Gartenfreunde.

Legende: grün – dauerhaft gesicherte Kleingärten, blau – dauerhaft zu erhaltende Kleingärten mit Handlungsbedarf, gelb – Kleingärten mit langfristiger Nutzungsperspektive.


"Klagen sind uns zu teuer!"

In einer ersten Reaktion auf den Entwurf des Kleingarten-entwicklungsplanes sagt Günter Landgraf: Er wünsche sich mehr Dialog. Der Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde hofft auf zeitnahe Ersatzflächen für wegfallende Parzellen und kritisiert, dass bislang überhaupt keine Flächen dafür vorgegeben seien. Eine Klage gegen das Vorhaben sei für den Landesverband zu kostspielig. Hier geht es zum Interview mit Inforadio.


Der landeseigene Teil der Kolonie Oeynhausen gilt als "gut bebaubar"!

Soll "Oeynhausen" zum zweiten Mal amputiert werden?

Der aktuelle Entwurf des Stadtentwicklungsplanes sieht auch die „bauliche Nutzung grüner Bauflächenpotenziale“ vor. Auf bisherigen Grünflächen sollen 10.000 Wohnungen entstehen. Das sind vor allem landeseigene Kleingärten. Klar als "nach 2030 bebaubar" gekennzeichnet ist darunter auch der landeseigene Teil der Kleingartenkolonie „Oeynhausen“! Hier der Bericht des Tagesspiegel.

Dazu fällt einem doch sofort ein, dass die BVV im Sommer 2016 die Forderung aus einem Bürgerbegehren übernahm, als Reaktion auf die Teilbebauung der Kolonie Oeynhausen alle Grünflächen und Kleingärten in Charlottenburg-Wilmersdorf „dauerhaft zu sichern und bestehende andere Planungen unverzüglich aufzuheben“. Dazu noch ein Beitrag aus "Westkreuzpark".

 


3 Kommentare

Das Versprechen der Senatorin

 

Jetzt hat Senatorin Regine Günther bestätigt, dass zunächst 15 Kleingartenkolonien komplett und noch etliche Parzellen zusätzlich geopfert werden: "Ist ja nur ein Bruchteil aller Berliner Kleingärten!" Aber sie verspricht: "Für alle Gärten, die geräumt werden, wird es Ersatz und Entschädigung geben." Hier der Bericht der Abendschau.


Interessierst Du Dich für Flatterhaftes?

Im März hält der Frühling langsam Einzug und es zeigen sich erste Blüten in der Landschaft. Mit den steigenden Temperaturen lassen sich auch erste Insekten beobachten. Zu den auffälligsten unter ihnen gehören die Schmetterlinge.

Was aber ist dran am Insektensterben und wie hat sich der Winter auf die Bestände ausgewirkt? Anhand leicht zu erkennender Schmetterlingsarten sammelt das NABU-Naturgucker-Monitoring „Frühe Falter“ hierzu Daten.

Das Hauptaugenmerk ist auf das Auftreten von Admiral, Zitronenfalter, Aurorafalter (Foto), Kleinem Fuchs und Trauermantel in den Monaten März, April und Mai gerichtet. Jeder kann sich daran beteiligen, indem Beobachtungen der fünf Zielarten sowie selbstverständlich gern weiterer Arten gemeldet werden. Hier weitere Infos.


Unser Landesverband will beim Kleingartenschwund in Berlin ab sofort auf Ersatzflächen bestehen

Noch wurde Günter Landgraf im Landeskleingarten-beirat offiziell nicht darüber informiert, wie sich der Senat die „Entwicklung“ der Berliner Kleingärten in den nächsten Jahren vorstellt, bei der mindestens 15 komplette Kleingartenanlagen bebaut werden sollen.  Im elfköpfigen Landeskleingartenbeirat sitzen neben Kleingärtnern auch Vertreter des Senats, der Bahn-Landwirtschaft, des Naturschutzes. Ein neuer Plan müsse Ergebnis der Beratung aller sein, so Landgraf. „Leider ist es in Berlin Praxis, dass Betroffene oft nicht einbezogen werden.“

 Laut Gesetz müssten Kleingärtner in einem solchen Fall eine Ersatzfläche erhalten. „Das ist oft nicht so“, sagt Landgraf. Der Verband der Gartenfreund hat bereits angekündigt, dass er ab jetzt auf der Bereitstellung von Ersatzflächen bestehen werde. Hier der Bericht der Berliner Zeitung.


Wie viel ein Stadtrat der Grünen zum Grün-Erhalt zu sagen hat...

Nach dem Entwurf des Kleingarten-Entwicklungsplans trifft es Tempelhof-Schöneberg besonders hart: Hier liegen zehn der 15 Kleingärten, die neu bebaut werden sollen.  „Für die soziale Infrastruktur brauchen wir deshalb so viele Kleingartenflächen, weil uns keine andere Flächen zur Verfügung stehen“, sagt der zuständige Stadtrat (Grüne). 

Exakt informiert wurde der Dachverband der Gartenfreunde Berlin bislang noch nicht, soll jetzt aber die Situation retten: „Hier müssen wir jetzt in den Austausch eintreten mit dem Dachverband der Kleingärtner, der unser erster Ansprechpartner ist - über die Frage: Wie können wir das kompensieren?“ Hier der Bericht von rbb 24.


Will eigentlich Volkes Stimme die Bebauung von Berlins Kleingärten?

Was der rot-rot-grüne Senat will, sickert gerade ansatzweise durch. Was die Baubranche will, ist hinreichend deutlich geworden. Aber was will das Volk?

Hier das Ergebnis dreier ganz aktueller Umfragen. Eine davon hatte übrigens Immobilienentwickler Arne Piepgras  (ja, genau der!) selber ins Netz stellen lassen – das Ergebnis dürfte ihm nicht gepasst haben…

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Und wieder hat ein Architekt was ausgeheckt: "Gebt den Kleingärtnern ihre Parzellen in Erbpacht - zum Bebauen"

Alle Kleingärtner bekommen ihre Scholle für 99 Jahre verpachtet und dazu noch das Recht, ihre Datsche zu erhalten, zu vergrößern oder durch ein dreigeschossiges Wohnhaus zu ersetzen, kurz maximal ein Drittel ihres Gartens zu bebauen. Damit entstünde Wohnraum für mehr als 700.000 Menschen. Und den Bodenspekulanten würde schlagartig die Spekulationsgrundlage entzogen – wovon ganz Berlin profitieren würde. Das schlägt ein Architekt vor, Julian Breinersdorfer. Hier dazu der Bericht aus dem Tagesspiegel.

 Wie das gehen soll, lässt der Architekt offen. Schließlich sind bei einer vielleicht etwa 300 m² großen Parzelle zu allen Grenzen die baurechtlichen Abstandsflächen einzuhalten. Was bliebe denn da noch als bebaubare Fläche?


Was Günter Landgraf, Chef aller Berliner Gartenfreunde, vom Entwurf des Kleingartenentwicklungsplanes hält

Günter Landgraf braucht nicht lange für sein Urteil über den neuen Kleingarten-Entwicklungsplan des Senats, auch wenn er den noch gar nicht kennt. Ihm genügen zwei Sätze: „Ich halte gar nichts davon. Denn die Kleingärten werden dadurch nicht dauerhaft gesichert.“   Am nächsten Montag wird der Entwurf des Entwicklungsplanes öffentlich vorgestellt. Nach derzeitigem Stand ist vorgesehen, dass von 2020 an 15 Kleingartenkolonien ganz verschwinden sollen, drei weitere teilweise.

Kleingärten für den Wohnungsbau zu opfern, das ist für Landgraf indiskutabel. „Wenn Schulen, Straßen und Kitas gebaut werden, können wir nichts machen, die haben mehr Bedeutung als Kleingärten.“ Aber Gärten für Wohnungen aufzugeben? Dagegen werden wir uns wehren!“  Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Der Kleingartenentwicklungsplan wickelt Kleingärten ab

Ab dem kommenden Jahr sollen 15 Berliner Kleingartenkolonien verschwinden, in drei weiteren muss zumindest ein Teil der Pächter seine Lauben verlassen. Das geht aus dem Entwurf für den "Kleingartenentwicklungsplan 2030" hervor. Hier der Bericht der Abendschau aus Tempelhof.


Ist das die erste von mehreren Todeslisten für Berliner Kleingärten?

Ab 2020 werden 15 Berliner Kleingartenkolonien komplett geräumt - für Kitas oder Schulen. Hunderte weitere Parzellen sollen Verkehrsprojekten weichen. Das soll der Entwurf des Kleingarten-Entwicklungsplans vorsehen.

Auf den dann frei geräumten Flächen sollen unter anderem Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Turnhallen und andere soziale Infrastrukturbauten entstehen. Insgesamt 429 Parzellen müssen laut dem Entwurf dafür weichen. 

Dass alle Pächter einen neuen Ort für ihre Aprikosenbäume und Hollundersträucher erhalten werden, glaubt die Senatsverwaltung offenbar selbst nicht. Zwar sollen 787 neue Parzellen als Ausgleich zur Verfügung stehen. Allerdings müssen die erwähnten 429 Kleingärtner sich diese mit "grob geschätzt [...] ca. 420" weiteren teilen, wie es in dem Entwurf heißt. Diese werden ihre Parzellen in den Jahren bis 2030 wegen anstehender Verkehrsprojekte verlassen müssen. Hier der Bericht von rbb 24 mit den Namen betroffener Anlagen.

 

Überrascht von der aktuellen Veröffentlichung zeigte sich der Landesverband Berlin der Gartenfreunde, der an der 2016 begonnenen Überarbeitung des Kleingartenentwicklungsplans in einem Steuerungskreis vertreten ist. „Im Detail sind wir nicht einbezogen worden“, sagte Marion Kwart, im Verband verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. Erst am 20. Februar habe es ein Treffen mit Vertretern der rot-rot-grünen Regierungskoalition gegeben, bei dem die Schließungsliste kein Thema gewesen sei. Hier dazu der Bericht der MoPo.


Schon mal was von gelber Zitronengurke gehört?

Zitronengurken sind ein altes, aber dennoch recht unbekanntes Gemüse. Sie wirken mit ihren gelben runden Früchten exotisch im Beet und passen mit ihrem frisch-fruchtigen Geschmack toll in jeden Salat.

 

Unsere Gartenfreundin Xenia hat mit der gelben Zitronengurke ‘Lemon’ das alte Gemüse neu entdeckt. Und schreibt alles über die leckere Sorte, ihren Anbau und die Verwendung auf ihrem Blog. Hier geht´s zu Xenias Bericht auf Berlingarten. Glück auf Grün.


Statt Kleingärten zu bebauen lieber doch auf dem Tempelhofer Feld?

Die Stimmen werden lauter, die einen neuen Volksentscheid für das Tempelhofer Feld fordern. „Ehe wir Kleingärten für Wohnungen opfern, sollten wir lieber das Tempelhofer Feld am Rand bebauen“, sagt beispielsweise Iris Spranger, wohnungspolitische Sprecherin der Berliner SPD-Fraktion. Sie halte Kleingartenanlagen „für absolut schützenswert“ und prognostiziert: „Wir müssen wieder in die Diskussion über die Randbebauung des Tempelhofer Feldes einsteigen. Diese wird wieder in den Fokus rücken, wahrscheinlich aber erst nach 2021.“ Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Zwei aktuelle Umfragen, ob Berliner Kleingärten bebaut werden sollen

Gleich zwei aktuelle Umfragen wollen wissen, ob Berliner Kleingärten bebaut werden sollen. Hier der Beitrag im Berliner Abendblatt. Und hier die Umfrage der Berliner Woche. Bitte mitmachen!


Wie wichtig Stadtgrün für unsere Psyche ist

In einem grüneren Umfeld aufgewachsene Kinder entwickeln laut einer dänischen Studie im Laufe ihres Lebens seltener psychische Erkrankungen. Wie Wissenschaftler der Universität Aarhus berichten, besteht bei Menschen, die umringt von Wäldern, Wiesen, Gärten oder Parks groß geworden sind, ein bis zu 55 Prozent geringeres Risiko für psychische Erkrankungen als bei denjenigen ohne solche Umgebung. Die Forscher sehen das als Beleg dafür, dass Städte grüner werden sollten. Hier der Bericht von 3sat.


Ab April soll das Todesurteil für vermutlich weitere 26 Berliner Kleingartenanlagen verkündet werden

Welche 26 Kleingartenkolonien ab 2030 bebaut werden sollen, darüber will der Senat ab April die Öffentlichkeit informieren. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat die Berliner Umweltverwaltung bis dahin den aktuellen Kleingarten-Entwicklungsplan fertiggestellt. In dem seien die betroffenen Kolonien zu finden.  Hier der Bericht von rbb24. Was ist das eigentlich für ein "Entwicklungsplan", wenn wenig entwickelt aber viel abgewickelt wird?


Faulbrut: Berlins Imker wollen keine gesunden Bienen töten

Das Veterinäramt Pankow

bestand darauf, dass ein Imker auch die unauffälligen Stämme am Standort „abschwefeln“ muss, um jede weitere Ansteckung durch die Amerikanische Faulbrut auszuschließen. Und das Oberverwaltungsgericht Berlin gab dem Amt recht. Zum Entsetzen des Berliner Imkerverbandes.

 

Bienenexperten in der ganzen Stadt sind geteilter Meinung. Ein schlüssiges Konzept und ein Ende der Eigenbrötlerei der zwölf Veterinärämter fordert der Berliner Imkerverband in einer Petition an das Abgeordnetenhaus. Sie richtet sich gegen das „sinnfreie Abtöten von gesunden Bienenvölkern“. 1800 Unterzeichner schlossen sich bislang dem Vorstoß des Verbands an. Hier der Bericht der Morgenpost.


Kleingärten zu bebauen - doch schon beschlossene Sache in der rot-rot-grünen Koalition?

Der Berliner Senat will ab kommendem Jahr 26 Kleingarten-Kolonien als Baugrund freigeben. Nach Angaben der Stadtentwicklungsverwaltung vom Freitag hat sich die rot-rot-grüne Koalition darauf geeinigt, dass auf den Grundstücken Schulen, 7.000 Wohnungen und Krankenhauserweiterungen errichtet werden können. Die Bagger rollen allerdings nicht vor 2030. Welche 26 Grundstücke bebaut werden sollen, wollte die Verwaltung nicht sagen. Das werde noch mit der Umweltverwaltung abgestimmt. Weitere 134 Kleingärten, die auch auf Bauland stehen, sollen vorerst geschützt bleiben. Hier der Bericht von rbb 24.


7000 neue Wohnungen auf Berliner Kleingartenkolonien?

Von den 160 landeseigenen Kleingartenkolonien in Berlin, die als Bauland ausgewiesen sind, sollen ab 2030 vielleicht 26 mit Wohnungen bebaut werden, so eine "Verabredung" von RRG. Nähere Infos dazu könnte es am 7. März geben. Weitere 15 Kolonien sollen öffentlicher Infrastruktur wie Kliniken, Schulen oder Kitas Platz machen. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel. Und hier bereits eine Einordnung dieses Artikels durch den Landesverband der Gartenfreunde.


Ist die Schmargendorfer Cornelsenwiese nur ein "großes Hundeklo"?

Beim Leserforum der Berliner Morgenpost gab es keinen gemeinsamen Nenner zum Thema Cornelsenwiese. Viele Anwohner sind gegen eine Bebauung mit Wohnhäusern, auch weil im Umfeld in den vergangenen Jahren Kleingärten für Wohnbauten beseitigt wurden. Bürgermeister Reinhard Naumann dagegen zeigte, was er von Volkesmeinung hält, er bezeichnete die Wiese als „großes Hundeklo“ und rief aus: „Ich finde es pervers, ein Hundeklo zum ökologischen Biotop zu erklären und damit dringend benötigten Wohnungsbau zu verhindern.“ Er appellierte an diejenigen, die eine Wohnung haben, die Menschen, die eine Wohnung suchen, nicht zu vergessen. Hier der Bericht der MoPo.


Da darf man gespannt sein: Ausgerechnet eine Behörde aus Charlottenburg-Wilmersdorf will für die Umwelt sensibilisieren

Ausgleichende Grünflächen und klimatische Oasen für Menschen und Tiere sind unabdingbar. „Umso wichtiger ist nach Angaben des Umwelt- und Naturschutzamtes, gemeinsam den Bezirk zu gestalten und die nächste Generation von Anfang an für Ihre Umwelt zu sensibilisieren und zu interessieren. Die Behörde lädt deshalb dazu ein, die verschiedenen Akteure und Initiativen kennenzulernen, sich auszutauschen und von den Erfahrungen „Alteingesessener“ – positiv wie negativ - zu profitieren:

 

Informations- und Netzwerkveranstaltung „Essbarer Bezirk“ und urbanes Gärtnern, Mittwoch, 27. Februar 2019, von 18 bis 21 Uhr, BVV-Saal, Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100. Hier ein Bericht aus der Berliner Morgenpost.


Jetzt wollen Nabu und BUND die Bienen auch in Brandenburg mit einem Volksbegehren retten

Pestizide setzen Insekten ebenso zu wie ein Mangel an Lebensräumen. Umweltverbände wollen das ändern. Auch Brandenburger Umweltschützer wollen jetzt ein Volksbegehren zur Erhaltung der Artenvielfalt von Insekten nach bayerischem Vorbild auf den Weg bringen.

 

In Bayern endete gerade das zweiwöchige Volksbegehren „Artenvielfalt – rettet die Bienen“, für das weitaus mehr Menschen gestimmt haben sollen als die geforderten 950.000. Hier der Bericht von rbb24 und ein weiterer Beitrag aus der Berliner Morgenpost.


"Frühsommer" schon im Februar

Die Sonne knallt, gefühlt 25 Grad, blauer Himmel. In der Kleingartenkolonie Oeynhausen (Berlin-Schmargendorf) zeigen sich an einem 16. Februar bereits überall Frühblüher und erste Bienen sind schon emsig unterwegs. Wird es wie im letzten Jahr, dass der "Super-Sommer" ohne Frühling direkt nach dem Winter beginnt - nur noch früher???


Statt Tulpen- oder Asternweg bald Helene Jacobs

Nach Helene Jacobs, einer Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, soll eine Straße, ein Weg oder ein Platz im künftigen Maximilians Quartier der Groth Gruppe in Schmargendorf benannt werden. Dafür haben sich bereits alle Fraktionen im Kulturausschuss ausgesprochen. Die Wohnsiedlung entsteht auf einem früheren Teil der Kleingartenkolonie Oeynhausen.

Aus Tagesspiegel/Leute, Charlottenburg-Wilmersdorf


Noch leben über 300 Wildbienen-Arten in Berlin

Berlins Wildtierexperte Derk Ehlert zählt auf, wie jeder von uns mithelfen kann, damit auch weiterhin über 300 Wildbienenarten und 15.000 Insektenarten in unserer Stadt leben – und warum auch „Unkräuter“ dafür wichtig sind. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Schon gewusst? In NRW genießen Kleingärten sogar Verfassungsrang!

Während in Berlin Kleingärtner für ihre Parzellen ums Überleben kämpfen, genießen Kleingärten in NRW sogar Verfassungsrang. Nach Artikel 29 Absatz 3 der Landes-verfassung sind in Nordrhein-Westfalen die Kleinsiedlung und das Kleingartenwesen zu fördern. Dieser Appell richtet sich an alle Akteure wie Landesregierung, Kommunen, Verbände und Vereine und umfasst sowohl finanzielle Förderung als auch die Unterstützung des Kleingartenwesens insgesamt. Die Landesregierung unterstützt die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner durch die finanzielle Förderung von Schulung und Beratung, investive Förderung für Errichtung und Erhaltung von Dauerkleingarten-anlagen über eine Förderrichtlinie. Hallo, Berlin! Bitte nachmachen!

Hier gibt´s den Artikel 29 zum Nachlesen.


"Bäume schneiden ist gesünder und körperlich fordernder als Krafttraining in der Muckibude"

Klaus Neumann, Präsident der Deutschen Gartenbau Gesellschaft, zählt auf, warum Kleingärten so wichtig sind und Kleingärtnern so gesund ist. Er sagt aber auch: „Der Kleingartenplan ist politisch verständlich, aber in der Praxis völliger Unsinn. Dieser Plan zwingt die Kleingärtner dazu, konkret zu sagen, wo was als erstes abgerissen werden muss. Das ist das Gegenteil davon, was ein Entwicklungsplan eigentlich will.“ Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Selbsternannte Stadtentwickler sind auf Berlins Kleingärten scharf - und was der Landesverband der Gartenfreunde dazu sagt

Es gibt seit Wochen eine konzertierte Aktion aus Immobilienentwickler Arne Piepgras, Andreas Becher vom Bund Deutscher Architekten und Christian Müller von der Baukammer, die alle gern Kleingärten bebauen lassen wollen.  Ihnen antwortet jetzt Günter Landgraf, Präsident des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde. Hier der Bericht.


Wie wichtig unsere Gärten auch für Kleinlebewesen wie Ameisen, Asseln, Käfer, Spinnen oder Tausenfüßler sind

Gärten im Stadtgebiet können eine bemerkenswerte Artenvielfalt beherbergen. Das haben Forschende der Universität Basel in einer Feldstudie festgestellt, die mit Unterstützung von Gartenbesitzerinnen und -besitzern aus der Region Basel durchgeführt wurde.  Die Ergebnisse der Studie weisen auf die hohe Bedeutung hin, die kleine Grünflächen im Stadtraum haben. Gartenbesitzer können direkt durch eine aktive Erhöhung der Strukturvielfalt ihres Gartens die Artenvielfalt fördern und so einen nachhaltigen Beitrag zur urbanen Biodiversität leisten. Hier der Bericht der Uni Basel.


Jede Laube ist ein Paradies!

BZ-Chefreporter Oliver Ohmann hält die Kleingartenkolonien der Stadt für ein überlebenswichtiges Stück Berlin und sagt: „Jede Laube ist ein Paradies!“

 

Damit reagiert er auf die neuerlichen Begehrlichkeiten, unsere Kleingärten zu bebauen – zuletzt durch ein Vorstandsmitglied der Baukammer Berlin. Hier Ohmanns Meinung aus der BZ.


Interview mit dem Ingenieur Christian Müller, der als Vorstand der Baukammer fordert, große Teile Berliner Kleingartenanlagen zu bebauen

Müller schlägt vor, die Ränder aller Kleingärten an der Straße zu bebauen. Sein Argument: Gerade an Straßenrändern könne schnell und vor allem sehr günstig gebaut werden kann. Strom, Wasser und alle Leitungen liegen dort schon, die neuen Häuser könnten also kurzfristig ans Netz gehen. Und diese Bauflächen sollten ausschließlich an landeseigene Wohnungsunternehmen gehen, damit sie günstige Wohnungen bauen. In knapp zwei Jahren könnten dort mehrere tausend neue Wohnungen zu günstigen Mieten stehen. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.

 „Kleingärten sind ein wichtiger Teil dieser Stadt. Der Vorschlag, Kleingartenanlagen zu bebauen, ist völlig deplatziert. Wir können uns eine Stadt ohne Kleingärten nicht leisten.“ Das ist die Antwort von Katalin Gennburg für die Linke-Fraktion im Abgeordnetenhaus auf diese neuerlichen Begehrlichkeiten der Baubranche. Hier der Bericht dazu aus dem Tagesspiegel.


Wieder Stadtgrün vs Beton, wieder sollen in Berlin Kleingärten gegen Wohnungsbau ausgespielt werden!

Keine Metropole hat so viele Kleingärten wie Berlin. Sie machen die Stadt grün. Auf der anderen Seite stehen Tausende Menschen, die keinen bezahlbaren Wohnraum mehr in der Hauptstadt finden. Was ist wichtiger? Die BZ lässt eine Wohnungssuchende und einen Kleingärtner zu Wort kommen. Und was sagt selbst die junge Alleinerziehende, die dringend eine Wohnung sucht? „Kleingartenanlagen zu bebauen, ist nicht die Lösung.“ Hier der Bericht.


Wolltest Du schon immer wissen, wer so alles heimlich durch Deinen Garten stromert oder Deinen Rasen zerwühlt?

Wenn Du neugierig bist, bietet die Plattform "Artenfinder" der Stiftung Naturschutz Berlin eine tolle Aktion: Du kannst dort kostenlos eine Wildtierkamera für etwa 14 Tage ausleihen und in Deinem Garten aufstellen. Anschließend kannst Du Dich damit überraschen lassen, wer so vor die Linse lief - tagsüber in Farbe, nachts in schwarzweiß, alles ganz ohne Blitz.

Falls einige interessiert sind, könnte ich es organisieren, dass ein Experte samt Kameras in Schmargendorf vorbei kommt, beim Montieren behilflich ist und Tipps gibt. Bitte zeitnah unter holgerjost@aol.com melden. Hier gibt´s mehr Infos.


3 Kommentare

So wohnungsgrün (oder eben nicht) sind die einzelnen Kieze in Charlottenburg-Wilmersdorf

Unter "wohnungsnahem Grün" versteht man Flächen mit einer Mindestgröße von 0,5 Hektar, die in 500 Meter Entfernung erreichbar sind. Als Richtwert gilt 6 m² je Einwohner.
Diese Tabelle zeigt, dass beispielsweise in Halensee nur ein Versorgungsgrad von 18,5 Prozent erreicht wird (1,1 statt 6 m²), das "grüne" Schmargendorf kommt auf ganze 68,8 Prozent (4,1 statt 6 m²), ist also auch unterversorgt.
Die Tabelle gibt den Stand von 2015 wieder. Das Bezirksamt sieht sich übrigens aktuell nicht in der Lage, ältere oder frischere Vergleichsdaten zu liefern.
Im Jahr 2013 war Charlottenburg-Wilmersdorf in Bezug auf den Anteil nicht versorgter Einwohner (37 %) nach Tempelhof-Schöneberg (39 %) der am schlechtesten versorgte Bezirk Berlins. Und die Einwohnerzahl steigt, die Grünfläche sicher nicht...


"Erschlossene Kleingärten sind leicht zu bebauendes Bauland"

Die Berliner Baukammer fordert mehr Wohnungsbau auf bisher von Kleingärtnern genutzten Flächen. "Kleingartenanlagen mit bereits erschlossenen Straßengrundstücken sind leicht in zu bebauendes Bauland für die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften umzuwandeln", erklärte Christian Müller vom Kammervorstand.

Wenn ein Fünftel der Kleingärten bebaut werde, also etwa 580 Hektar, könnten 200.000 Wohnungen mit je 46 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Dann blieben immer noch 80 Prozent als Grünland erhalten.

 

Die Baukammer Berlin ist die gesetzliche Standesvertretung der im Bauwesen tätigen Ingenieure. Hier geht´s zum Beitrag aus der MoPo.


Umfrage zur Wichtigkeit von Kleingärten

Bitte nehmt Euch kurz Zeit für eine rasche wissenschaftliche Umfrage. Ziel dieser Studie ist es, das Potenzial zu ermitteln, welche ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Leistungen die Kleingartenanlagen ergeben, um die Wichtigkeit für eine weitere nachhaltige Nutzung solcher Anlagen aufzuzeigen. Damit sollen Fakten und Daten für den Erhalt und die Entwicklung dieser Flächen in der Stadt zusammentragen werden. Hier geht´s zur Umfrage.


Kleingärtner befürchten Verkauf ihres Grundstücks

Mehr als 80 Grundstücke könnte der Bund dem Land Berlin allein in diesem Jahr verkaufen, einige sogar verbilligt, für Sozialwohnungsbau. Doch die scheinbar traumhafte Chance auf Bauland hat viele Haken. Einer davon: Die Kolonie am Flughafen. Hier der Bericht von rbb 24.


Keiner besucht unsere Gärten häufiger als der Haussperling

Die abschließende Auswertung der NABU-Zähl-Aktion „Stunde der Wintervögel“ offenbart mehr Zähler, aber weniger Vögel: Mehr Berliner als je zuvor haben dieses Jahr beim großen Wintervogel-Zählen des NABU mitgemacht. 3.871 (Vorjahr 3121) Vogelfreunde reichten ihre Beobachtungen ein, 88.962 Vögel (Vorjahr 71.705) wurden in der Hauptstadt gezählt. Der Haussperling konnte auch dieses Jahr seine Spitzenposition verteidigen.

Bundesweit wurden durchschnittlich 37,1 Vögel pro Garten gezählt. Das sind zwar fast 9 weniger als 2011, aber etwas mehr als im Vorjahr. In Berlin sind´s etwas weniger – 33,5 Vögel je Garten (Vorjahr 34,8). Rekordzahlen konnten auch bundesweit bei den Teilnehmern erreicht werden. Fast 138.000 Personen meldeten ihre Zählungen.

 

Der Haussperling ist in Berlin mit 22.439 Individuen mit Abstand der meist gezählte Vogel, Platz zwei belegt die Kohlmeise, gefolgt von Blaumeise und Amsel. Während die zwei Listenführer sogar im Vergleich zum Vorjahr häufiger gesichtet wurden, wird bei der Blaumeise ein Rückgang von 13, bei der Amsel von 11 Prozent sichtbar.


BVV Marzahn-Hellersdorf beschließt Sicherung aller Kleingartenanlagen!

Die BVV Marzahn-Hellersdorf beschließt auf Antrag der CDU-Fraktion die dauerhafte planungsrechtliche Sicherung der Kleingartenanlagen in diesem Bezirk durch die jeweilige Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans. Hier findest Du dazu einen Blog-Beitrag von Alexander J. Herrmann.


Kleingärten - im finalen Würgegriff zwischen Investor und Politik

Als "Grünfläche" und "Kleingartenanlage" festgelegt, Baurecht gibt´s nicht: Aber ein Investor schafft in Potsdam trotzdem Tatsachen, nach Zwangsräumung und Platzverweisen reißt er jetzt die Lauben ab. Hier geht´s zum Bericht von rbb Brandenburg aktuell.


Berlins grüne Flächen sichern!

In der Berliner Stadtplanung konkurriert der Schutz unserer "grünen Infrastruktur" inzwischen leider immer häufiger mit der Suche nach Flächen für den dringend benötigten Wohnungsneubau. Folge: Berlin droht Gefahr zu laufen, seine Grünflächen und die damit verbundene städtische Lebensqualität mehr und mehr zu verlieren.

Die Charta für das Berliner Stadtgrün soll die grünen Freiflächen in der Stadt für die Zukunft sichern. 

 

Um die politische und öffentliche Diskussion mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zum Schutz der grünen Freiflächen voranzutreiben, laden Berliner Naturschutzverbände herzlich zu der Dialogveranstaltung „Berliner Grünflächen verbindlich schützen“ am 31. Januar ein. Hier geht´s zur Einladung und Anmeldung.


Schwalbennester stehen ganzjährig unter Schutz

Die Lebensstätten von Schwalben, das sind sowohl Nist- als auch Ruhestätten, sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz ganzjährig geschützt. Das gilt auch für alle anderen Gebäude bewohnenden Arten wie Mauersegler, Haussperlinge, Hausrotschwänze, Falken, Dohlen oder Schleiereulen sowie einige Fledermausarten.

Dieser Schutz gilt auch, wenn die Tiere im Winter abwesend sind, weil sie meist standorttreu sind und die Niststätten regelmäßig wieder nutzen.

Wenn Eigentümer oder Bauherren solche Lebensstätten entfernen wollen, brauchen sie einen „gesellschaftlich zwingenden Grund“ und eine Ausnahmegenehmigung von der Naturschutzbehörde.   Hier eine ausführliche Beratung.


"Für jeden Quadratmeter Gebäude muss auch ein Quadratmeter Grün geschaffen werden, auch innerstädtisch!"

  Man kann die Verdienste Berliner Kleingärtner nicht oft genug aufzählen, schließlich sind sie Urban-Gardening-Aktivisten der ersten Stunde, kümmern sich seit über 100 Jahren um das Klima in der Hauptstadt. Auch auf der Grünen Woche lässt sich erahnen, wie wichtig die Kleingärten sind. Hier ein Bericht der Berliner Morgenpost.

 


Lebensraum Kleingarten - auch für Knoblauchkröte, Ringelnatter oder Teichmolch & Co

Die Feuchtbiotope in den Kolonien Friedrichshall oder Oeynhausen bieten Lebensraum für Lurche oder Ringelnattern. Noch etwas weiter ist die Kleingartenanlage Heinersdorf in Weißensee mit ihrem Rohrpfuhl, einem idealen Laichplatz für Knoblauchkröten. Letztes Jahr tummelten sich hier mehrere hundert Knoblauchkrötenlarven. Die Knoblauchkröte ist deutschlandweit in ihrem Bestand „stark gefährdet“. Inzwischen wird dieser Pfuhl als einer der besten Lebensräume für die Knoblauchkröten im Berliner Osten renaturiert, unterstützt von der Stiftung Naturschutz Berlin. Davon profitieren auch weitere Arten wie Ringelnatter, Teichmolch, Erdkröte & Co. 


Für die SPD in NRW sind Kleingartenanlagen unverzichtbar

Kleingartenanlagen zugunsten von Bauland aufzugeben – dafür hat die SPD in NRW kein Verständnis: „Kleingärten sind unverzichtbar!" Es müsse sogar mehr Kleingärten geben, "denn jeder Kleingärtner ist auch ein Stückweit Umweltschützer". Die SPD fordert dort ein Zukunftskonzept für Kleingärten, weil sie auch ein wichtiger Faktor im urbanen Leben bleiben müssen. Hier der Bericht aus dem Westfalen-Blatt.


Begrünte Dächer sind fast so wichtig wie Kleingärten

Natürlich ist das Original noch wertvoller, aber begrünte Dächer sind für Städte wie Berlin fast so wichtig wie Kleingärten: Sie filtern die Luft und befeuchten sie, nehmen Feinstaub auf, binden CO2, wirken wie Klimaanlagen - kühlen und wärmen, bieten Lebensraum für Insekten... Hier ein Beitrag aus "Quarks"/WDR.


Warum Eichhörnchen noch immer unter dem heißen Sommer 2018 leiden

Schuld ist der heiße Sommer - er hat den Hörnchen nicht gut getan. Und ihrem Futter. Eigentlich sammeln und verscharren die Tiere ihre Vorräte im Herbst für den Winter. Sie buddeln dann Löcher, und vergraben ihr Futter. Doch 2018 gab es weit weniger zu erbeuten. Manche Haselnüsse waren schlichtweg hohl. Die Eichhörnchen konnten für den Winter nicht vorsorgen. Und durch den Sommer sind sie auch noch geschwächt. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Die enorme Bedeutung der Kleingärten für unser Wohlbefinden

 

Ärzte sagen, ein Kleingarten habe enorme Bedeutung für das Wohlbefinden der Menschen: Die Gefahr für Schlaganfälle sinkt, Bluthochdruck lässt sich besser vermeiden, wer im Garten werkelt, neigt eher weniger zur Depression. Experten haben sogar belegt , dass Bäumeschneiden körperlich genauso so anspruchsvoll ist wie Hantelbiegen. Und noch mehr Argumente, warum Berlin noch mehr Kleingärten braucht. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel über einen Vortrag von Landschaftsarchitekt Klaus Neumann.


Was machen denn Mücken im Winter?

Männliche Mücken erleben den Winter nicht. Weibchen aber, die eigentlichen Plagegeister, kommen befruchtet problemlos über die kalte Jahreszeit. Kühle, feuchte und geschützte Stellen im Keller, in Höhlen, Viehställen und Häusern bieten ihnen ideale Überlebensbedingungen. Dort verfallen die Insekten in eine Art Kältestarre. Hier der Bericht der Deutschen Wildtierstiftung.


Pflanzen können Bienen hören

Schwirrgeräusche von Bienen oder Faltern regen bestimmte Blumen zur Produktion von süßerem Nektar an, sagen israelische Forscher. Sie hatten die Nachtkerzenpflanzenart Oenothera drummondii untersucht. "Unsere Ergebnisse zeigen erstmals, dass Pflanzen schnell auf das Geräusch von Bestäubern reagieren können", schreiben die Wissenschaftler. Die durchschnittliche Zuckerkonzentration im Nektar habe sich innerhalb von drei Minuten um rund 20 Prozent erhöht.

Übrigens: In den untersuchten Städten nahmen Kleingärten nur weniger als 1 Prozent der Fläche ein, leisteten aber bei weitem den größten Beitrag. Hier der Beitrag aus dem „Spiegel“. Und ein weiterer Text vom Deutschlandfunk.

 


"Da wächst was!" Kleingärtner für Kleingärten

„In die Debatte, ob Stadtgrün oder Bauland wichtiger ist für Berlin, schalten wir uns gerne ein. Wir werben für Kleingärten und wollen zeigen, welchen Wert sie für die wachsende Stadt haben: ökologisch, sozial und ökonomisch. Und wir möchten Menschen dazu einladen, unsere Rolle in Zukunft gemeinsam noch lebendiger zu gestalten.“

 

Eine tolle, kreative Aktion Pankower Kleingärtner, die auch bei der Grünen Woche in der Blumenhalle vertreten ist. Hier gibt´s mehr dazu.


Urbaner Waldgarten - was ist das denn?

Ein Waldgarten besteht aus mehreren Schichten vorwiegend essbarer Pflanzen, die sich ähnlich der Struktur von Wäldern, teilweise überlappen. Obst- und Nussbäume, Sträucher zum Anbau von Beeren und Tee, sowie Gemüse und Kräuter, werden so kombiniert, dass sie miteinander gedeihen und geerntet werden können.

Im Kontrast zu derzeitigen Formen des „Urban Gardening“, das oft in Hochbeeten und Kisten als Zwischennutzung erfolgt, sollen urbane Waldgärten einen dauerhaften waldartigen Vegetationsbestand aufbauen. Mit zunehmendem Alter werden Waldgärten naturnäher und multifunktionaler. Das bedeutet: Neben der langfristigen Verbesserung eines Standortes hinsichtlich ökologischer Funktionen wie Bodenschutz und biologischer Vielfalt können Waldgärten der innerstädtischen Klimaanpassung unter anderem durch Kühlung und Wasserrückhalt dienen. Hier ein Überblick

 

Kommt Euch irgendwie bekannt vor? Vermutlich deshalb sind die „Waldgärtner“ bei der Grünen Woche gleich bei den Kleingärtnern in der Blumenhalle mit dabei und zeigen dort ein Beet mit Miniwald. 

 


Sehnsuchtsort Kleingarten: "hippe Heimat" und "querbeet"

Hier erzählt ein Münchener Kleingärtner,  wie  Gartenarbeit entschleunigt: Der Zauber des Gartens - "wenn ich Probleme habe, dann sind die nach 15 Minuten Gartenarbeit weg". Man ist allein, sei gefordert, es sei ruhig. "Es ist eine positive Monotonie." Pflanzen, gießen, ernten, richten, zupfen. "Wer einen Garten hat, der wird auch oft sehr alt." Hier der Bericht aus der Süddeutschen Zeitung.


So wichtig sind Kleingärten für Bienen, Hummeln und andere Bestäuber!

Innerstädtische Kleingärten sind wichtige Rückzugsgebiete für Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und andere, teils bedrohte Insektenarten.

 

Eine großflächig angelegte Untersuchung von 360 Arealen in vier britischen Großstädten ergab, dass städtische Regionen mit vielen Kleingärten „Hotspots“ für Bestäubungsinsekten sind, also dort zahlreicher und artenreicher als in anderen Stadtbezirken vorkommen, etwa auf Friedhöfen oder Parks. Bis zu 52-mal mehr Bienen zählten die Forscher in datschenreichen Regionen. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Monotone Steinwüsten statt grüner, lebendiger Vorgärten. Warum dieser Trend gestoppt werden sollte

Immer mehr Vorgärten gleichen monotonen Steinwüsten, angelegt mit Baumarkt-Ware. Naturschützer und Stadtverwaltungen wollen diesen Trend jetzt stoppen. Wir sagen, warumHier der Bericht aus Geo. Und ein ähnlicher Beitrag aus der WAZ.


Auf unserer anderen Seite jetzt auch noch eine Baustelle - und bis mindestens 2025

Ein Stadtplatz mit Wochenmarkt, Theater, Kino, kleine Läden, Restaurants und Cafès, ein Hotel und 10.000 Arbeitsplätze: Nebenan auf dem früheren Reemtsma-Gelände entsteht für 1 Milliarde Euro die neue Stadt „Go West“ – immer noch ohne eine einzige Wohnung, weil´s die Politik nicht wollte. Hier der Bericht aus der MoPo. Und so begründet der Bezirksbürgermeister das in diesem Interwiew.