Was machen eigentlich Spinne, Marienkäfer, Hummel & Co im Winter?

In der Natur laufen die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit. Insekten und Spinnen suchen nach geeigneten Winterquartieren. Aber nicht alle überleben den Herbst. Bei den Solitär-Bienen sterben jetzt die letzten Weibchen. Die nächste Generation überwintert in Brutzellen in hohlen Pflanzenstängeln, selbstgegrabenen Gängen in der Erde oder in Totholz. Auch bei den Hummeln sterben jetzt die Alten, dafür suchen sich Jungköniginnen einen guten Platz zum Überwintern. Welche Taktik andere verfolgen – hier der Bericht aus welt.de 


Kennst Du unsere fünf einheimischen Tauben?

Schwarzer Ring, weißer Fleck, grüner Fleck.… Am Nacken lassen sich unsere wildlebenden Taubenarten am besten identifizieren. Knifflig kann es bei den von der Felsentaube abstammenden Straßentauben werden, wenn verwilderte Zuchttauben eingekreuzt sind. Wie unterscheidet sich die Turteltaube - Vogel des Jahres 2020 - von Ringeltaube, Türkentaube und Co.? Hier findest Du unsere fünf heimischen Arten im Vergleich – im Bericht vom NABU. 


Vortrag: Naturschutz im Garten

Am Sonnabend, 2. November, spricht Dipl.-Ing. Ursula Müller über Naturschutz im Garten.

Ort: Vereinshaus der Kleingartenkolonie „Am Stadtpark 1“, Block II, in Berlin-Wilmersdorf.

Zeit: 14:00 bis 15:30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Hier geht´s zum Lageplan.


Glyphosat in Kleingärten? Bundesrat will schnelles Verbot

Der Bundesrat hat die Bundes-regierung aufgefordert, den Einsatz von Glyphosat in Privatgärten und öffentlichen Einrichtungen wie Kitas und Parkanlagen unverzüglich zu verbieten. In einer Entschließung sprach sich die Länderkammer am Freitag dafür aus, den bis 2023 ange-kündigten schrittweisen Totalverzicht auf Glyphosat "umgehend" zu regeln. Außerdem forderte der Bundesrat die Bundesregierung auf, eine Strategie zur Verringerung des Pestizid-einsatzes in Haus- und Kleingärten zu entwickeln. Dabei solle sie nur noch "nicht-chemische synthetische Mittel" zulassen – deren Wirk-samkeit sei völlig ausreichend. Hier der Bericht der Badischen Zeitung.


Höhenfußweg an der Forckenbeckstraße nicht mehr durchgängig nutzbar

Mit dem Fahrrad ist der Höhenfußweg über der Forckenbeckstraße nur noch vom Heidelberger Platz aus nutzbar. Am anderen Ende wurde der Weg nach dem Abzweig Rosenweg gesperrt. Dafür wurde in Höhe ehemaliger Reetsma-Fabrik an der Treppe zum Höhenweg ein temporärer Zebrastreifen für Fußgänger eingerichtet und inzwischen dort auch ein Hinweisschild aufgestellt - auch wenn nicht klar ist, welche "Gartenanlage" dabei gemeint ist. Die Sperrung des Weges soll bis mindestens Ende 2022 gelten. Für Fußgänger zur Kolonie Oeynhausen sind bis auf weiteres auch noch die "Arbeitstreppen" in Höhe Veilchenweg und Rosenweg zu benutzen.


Die Turteltaube ist Vogel des Jahres 2020

Sie ist ein Symbol für die Liebe, ihre Lebensbedingungen sind aber wenig romantisch: die Turteltaube. Gemeinsam mit seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) hat der NABU die Turteltaube zum Vogel des Jahres 2020 gewählt. Die Aufmerksamkeit muss dringend auf diesen Vogel gelenkt werden, denn er ist stark gefährdet. Seit 1980 haben wir fast 90 Prozent dieser Art verloren, ganze Landstriche sind turteltaubenfrei. In Berlin hat es sich schon seit 1945 ausgeturtelt. Unsere kleinste Taube findet kaum noch geeignete Lebensräume. Zudem ist sie durch legale und illegale Jagd im Mittelmeerraum bedroht. Hier der Bericht des NABU.


Wenn das Grün aus unseren Städten verschwindet

Anstatt die Stadt lebenswerter zu machen und die Wohnqualität durch eine Weiterentwicklung der freien Flächen in Grünräume zu verbessern, wird heute überall in den zentrumsnahen Wohnvierteln wie Berlin-Friedrichshain oder München-Laim verdichtet. Das Grün wird dabei dramatisch reduziert - auf Umrandungen für Parkplätze, dominiert von Kirschlorbeer oder Baumarkt-Gehölz. Wie kann es sein, dass Politik, Stadtplanung, Bauherren und Grünordnungsamt gerade bundesweit das Stadtgrün vernichten, wo doch eine grüne Infrastruktur aus Parks, Biotopen und Freiflächen weltweit als Merkmal einer zukunftsfähigen und lebenswerten Stadt ausgerufen wird? Hier der Bericht aus der Süddeutschen.


Feuer in der ehemaligen Zigarettenfabrik

Auf dem Gelände der ehemaligen Reemtsma-Zigarettenfabrik in Berlin-Schmargendorf hat es am Dienstagmorgen gebrannt.  Nach Informationen der Berliner Feuerwehr standen dort gelagerte Dämmmaterialien in Flammen. Die mit Abrissarbeiten beschäftigten Arbeiter brachten sich selbst in Sicherheit, wie es hieß. Die alarmierten Retter konnten das Feuer nach rund einer Stunde löschen. Verletzt wurde niemand. Hier Berichte von rbb24 und Tagesspiegel.


Einladung zum Berliner Imkertag am 20. Oktober

 

Der Imkerverband Berlin und die Initiative „Berlin summt“ laden am Sonntag, 20. Oktober, von 10 bis 15:30 Uhr zum Berliner Imkertag mit anschließendem Erntefest auf der Domäne Dahlem. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; Teilnahmekosten werden nicht erhoben. Im Imkerverband Berlin sind 16 Imkervereine organisiert. Über 1300 Mitglieder betreuen unter seinem Dach über 7000 Bienenvölker (Stand: 12/2018). Hier ausführliche Einladung und Programm.


Weg mit dem Kirschlorbeer!

Er will den vielen Wildbienen-Arten in der Schmargendorfer Kleingartenkolonie „Friedrichshall“ ein reichhaltiges Blüten-Büfett über die ganze Saison bieten, deshalb macht sich Gartenfreund Helmut jetzt viel Arbeit und trennt sich von einer alten Kirschlorbeer-Hecke und ihren tiefen Wurzeln, die er schon zusammen mit der Parzelle vor vielen Jahren übernommen hatte. „In ihr fanden zwar Spatzen Unterschlupf, für Bestäuber bietet sie aber nichts und ist auch noch giftig“, sagt er. Stattdessen will er auf den gut 6 Metern Bienennährgehölze pflanzen. „Vermutlich Sommerflieder, Blut-Johannisbeere oder auch Rosa Säckelblume“, seine Planung dafür ist noch nicht ganz abgeschlossen. Und hier ein Bericht darüber, was der NABU von Kirschlorbeer hält.


Deutschlands dickster Kürbis wiegt dieses Jahr 687,5 Kilo

Bei der Deutschen Meisterschaft im Kürbiswiegen brachte in Ludwigsburg der schwerste Dickmann 687,5 Kilogramm auf die Waage. Er kommt wie auch schon im Vorjahr aus Bayern, Michael Asam aus Heretshausen (im Foto in der Mitte), zuletzt noch Dritter, konnte diesmal den Wettkampf für sich entscheiden. Rekorde wurden dieses Jahr allerdings damit nicht gebrochen. Der Hitzesommer hatte schon 2018 dazu beigetragen, dass die Kolosse – trotz der Bewässerung mit bis zu 2000 Litern Wasser täglich (!) – weniger Gewicht zulegten. 795 Kilogramm waren beim Sieger noch im Vorjahr gemessen worden. Hier der Bericht aus der Ludwigsburger Kreiszeitung.

 

 


Berlins einzigartige Brachen verdünnisieren sich

Aus Kriegszerstörungen entstanden Berlins Brachen, diese vermeintlich leeren Orte. Der Film "Natura Urbana" erforscht die spontane Vielfalt von Pflanzen an diesen Orten. Heute sind diese ungewöhnlichen Räume dabei zu verschwinden. Hier der Trailer zur Filmvorführung. Öffentlich, keine Anmeldung nötig. 


Mit Kürbis und Hortensien trotzen wir im Kleingarten den Katastrophen

Freiheit, Gleichheit, Blütezeit: Der Schrebergarten ist für gestresste Stadtbewohner inzwischen das neue Naherholungsgebiet, vielleicht sogar die letzte gesamtgesellschaftliche Utopie. Von wegen Spießeridyll. Längst werden nicht nur seltene Schmetterlinge gesichtet, sondern auch Intellektuelle und Kreative, die sich nicht zu schade sind, ihre Hände in Mulch zu versenken, um irgendwann Kürbisse und Karotten zu ernten. Der neue Zugang zur Natur kommt aus der Mitte der Gesellschaft und möchte selbst etwas bewirken – und zwar ohne Glyphosat. Kleingartenanlagen sind keine abgeschlossenen Areale mehr, sondern Teil des öffentlichen Grün- und Freiflächennetzes, teilweise mit Spielplätzen und ökologisch wertvollen Zonen wie Totholzbereichen für Insekten, Vögel und Reptilien. Hier der Bericht aus der Neuen Zürcher Zeitung.


Vögel beobachten macht gesünder und glücklicher!

Eine britische Studie zeigte bereits, dass es einen Zusammenhang in städtischen Wohnquartieren zwischen Vogelhäufigkeit und psychischen Krankheiten von Menschen gibt: Je weniger Vögel es in einem Wohnquartier gibt, desto mehr Menschen erkranken an Depression, Angststörungen und Stress. Jetzt zeigt ein Projekt in bayerischen Seniorenheimen: Vogelbeobachtung hat das Potenzial, Menschen gesünder und glücklicher zu machen. Durch das Angebot der Vogelbeobachtung können das soziale Wohlbefinden und die mentale Leistungsfähigkeiten direkt gesteigert werden. Hier der Bericht aus pflegen-online.de


Tunnel mit Knick - und worüber Igel sich sonst noch freuen

Auf Nahrungs- und Partnersuche brauchen Igel ein größeres Streifgebiet von mehreren Gärten. Aber viele Hindernisse versperren ihnen den Weg. Eine mögliche Lösung: Durchgänge schaffen oder Igeltunnel aufstellen, damit unsere stacheligen Freunde die Zäune oder Mauern passieren können. Es fehlen auch oft Strukturen in unseren Gärten, wo sich Igel tagsüber aufhalten, sich verstecken und schützen oder auch Junge aufziehen können. Hier viele Tipps von naturschutz.ch 


Wie schafft man einen Naturgarten mit Blühvielfalt für Wildbienen?

Es braucht dazu unaufgeräumte Ecken, Totholz, Feuchtbiotop, Steinmauer, Sandfläche und Blühten über die ganze Saison. Keine Chemie, Bienentränke, Wildkräuter, gestaffeltes Mähen und Naschhecken. Bei Faulenzern darf´s schon mal wachsen, wo und wie es möchte... Hier ein Bericht mit vielen Beispielen aus naturverbindet.at


Terra Preta: extrem fruchtbare Erde, die dazu noch die Boden-Erosion bremst und dem Klimawandel etwas entgegensetzt

Gärtner nutzen eine Idee, die Menschen im Amazonas-gebiet schon vor rund 7.000 Jahren hatten und die lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Terra Preta, also schwarze Erde, heißt der Boden. Er besteht nicht nur aus Pflanzenresten sondern auch aus Pflanzenkohle. Auch im Botanischen Garten Berlin wird damit experimentiert, das Ergebnis war eindeutig: Im Boden war mehr Humus, die Erträge waren höher und die Pflanzen gesünder. Die CO2-Emissionen pro Jahr sanken im Botanischen Garten von 130 Tonnen pro Jahr auf minus 69. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


Was bedeutet der neue BVV-Doppelhaushalt für unser Grün?

Mit dem verabschiedeten Doppelhaushalt für die nächsten beiden Jahre stärkt die rote-grün-rote Zählgemeinschaft in Charlottenburg-Wilmersdorf den sozial-ökologischen Wandel im Bezirk, behauptet jedenfalls die SPD. Und verspricht weiter: „Mit Erklärung des Klimanotstands haben wir klar gemacht, dass Klimaschutz auch die Bezirke etwas angeht. Wir stellen nun Mittel für einen bezirklichen Klimaschutz bereit und erhöhen den Etat für die Grünflächenunterhaltung. Für uns ist klar: Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür und mit dem Umdenken jede*s einzelnen an!“ Mal sehen, wie ernst es die SPD vielleicht diesmal meint. Hier der Bericht aus der Berliner Woche.


Deutschland sucht den Superbaum

Der Klimawandel setzt den Bäumen bei uns zu. Überall in Deutschland fahnden Forscher nach Baumarten, die widerstandsfähig genug sind, um dem Klimawandel zu trotzen. Der Baum der Zukunft muss anpassungsfähig sein, resistent gegen Trockenheit, Schädlinge und Hitze, er muss sich schnell von Dürren erholen und obendrein noch Erträge erwirtschaften. Er soll viel CO₂ binden, sprich: dicke Stämme haben und eine große Höhe erreichen. Vielversprechend scheinen Zerreiche und Robinie. Aber den einen Superbaum wird es nicht geben: Es braucht einen Mix aus verschiedenen Baumarten. Nur ein vielfältiger Wald ist robust genug, um dem Klimawandel zu trotzen. Hier der Bericht vom Redaktionsnetzwerk Deutschland.


Schnipp, Schnapp: der richtige Schnitt

Ende September ist eine gute Zeit, um sich der Pflege der eigenen Gehölze zu widmen. Aufbauschnitt, Erhaltungsschnitt oder Verjüngungsschnitt – hier gibt es Tipps vom NABU.


Schon bis zu 80 Prozent der Buchspflanzen durch den Zünsler vernichtet - aber die Natur beginnt sich zu wehren

In den Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten sind in diesem Jahr bis zu 80 Prozent der Buchspflanzen abgestorben. Schuld ist der Buchsbaumzünsler, der sich seit 10 Jahren bei uns wohl fühlt.  Da es der Kleinschmetterling aus Ostasien trocken und warm mag, hat er in 2018 und 2019 sogar jeweils zwei bis drei Generationen entwickelt. Unsere heimische Fauna muss sich erst einmal an den Neuankömmling gewöhnen. Inzwischen befallen aber bereits die Larven der Schlupfwespe die Buchsbaumzünslerlarven, auch einige Vogelarten haben den Schädling schon als Futter entdeckt. Hier der Bericht der Morgenpost.


Bereits 41 Prozent unserer Wildbienen und Hummeln gelten als gefährdet!

Der Bestand fast jeder zweiten in Deutschland vorkommenden Insektenart ist rückläufig. Darauf weist Beate Jessel hin, die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. Jessel warnt davor, den Insektenrückgang nicht ernst zu nehmen. Es gebe in der Natur komplexe Bestäubungsnetze. "Wenn da einzelne Maschen wegfallen, kommt es zu Verschiebungen im Artenspektrum, hat das Folgen für das Ökosystem, die wir derzeit noch nicht überschauen können." Speziell bei Wildbienen- und Hummelarten gelten 41 Prozent bereits als gefährdet. Hier der Bericht aus der Neuen Osnabrücker Zeitung.


In und um Berlin gab es 2018 bereits über 800 zusätzliche Hitzetote

An den Folgen der langen Hitzewelle im Sommer 2018 sind in Berlin und Brandenburg mehr als 800 Menschen zusätzlich gestorben. Dies geht aus einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu den Berliner Daten sowie den Berechnungen des Statistikamts Berlin-Brandenburg im Auftrag des brandenburgischen Gesundheitsministeriums hervor. „Hitzewellen stellen eine zunehmende Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung dar“, sagt Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel. Was dort nicht drin steht: Als Konsequenz aus den steigenden Hitzetotezahlen muss in Berlin jede Grünfläche, jeder Kleingarten und jeder Baum erhalten werden!


Neue Berliner Lebensräume für die Ringelnatter

Sich in den letzten Jahren häufende Beobachtungen deuten darauf hin: Die einzige im Berliner Raum wild vorkommende Schlange, die Ringelnatter, besiedelt zunehmend neue Lebensräume, meist in der Nähe von Feuchtgebieten. Natrix natrix, eine zu den Wassernattern gehörende Art, wird dabei immer in der Nähe von Feuchtgebieten beobachtet, die ihre Ausbreitung fördern. Gibt es in der Nähe dieser Gewässer Gärten, womöglich mit von Fröschen besiedelten Teichen, in die auch noch Goldfische gesetzt wurden, so sind das für die Ringelnatter reich gedeckte Tische, die zum Verweilen einladen. Hier der Bericht des NABU.


Erwünschter Wildwuchs in Kleingärten für Artenschutz und Wildbienen

Es muss nicht immer alles nur akkurat und ordentlich getrimmt sein beim Kleingärtner-verein Heiligenhafen. Leer stehende Parzellen sollen dort zu einem Paradies für Bienen, Schmetterlinge, Vögel und andere Tiere werden. Deshalb wird es mit der Gartenpflege in diesen Bereichen nicht so genau genommen. Mit Erfolg: Die Artenvielfalt in den Parzellen ist groß. Hier der Bericht aus Fehmarn24 und LN-online.


Jetzt ist Zwiebelzeit

Wer im Frühjahr volle Blütenpracht genießen will, sorgt jetzt vor: Im Herbst ist Pflanzzeit für Blumenzwiebeln von Frühjahrsblühern wie Tulpen, Narzissen und Krokussen. Aber warum sieht es eigentlich in einigen Parks oder in Nachbarsgarten manchmal viel prächtiger aus, als im eigenen? Was läuft da schief? Worauf sollte man achten? Der rbb holte sich Rat von Xenia Rabe-Lehmann, einer Bloggerin und Kleingärtnerin aus der Kolonie Oeynhausen. Hier der Bericht.


Jeder zweite Straßenbaum im Bezirk ist bereits geschädigt!

„Der Straßenbaumbestand im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat in den letzten Jahren weiter gelitten. Der Bestand hat sich von 2013 (43.871 Stück) bis 2018 (42.685 Stück) weiter reduziert. Seit 20 Jahren stellt das Land den Bezirken nicht die notwendigen Mittel für die Baumunterhaltung zur Verfügung. Dies hat nach nunmehr 20 Jahren und den Hitzesommern 2018 und 2019 fatale Folgen. Zurzeit bestehen an rund 20.000 Straßenbäumen im Bezirk relevante Mängel, welche abzuarbeiten sind (vorwiegend Totholz). Etwa jeder zweite Baum ist bereits betroffen.“ Hier die komplette Stellungnahme des Stadtrates Oliver Schruoffeneger.


Freier Zutritt in den Igelgarten!

Schon ab Mitte Oktober wird das Nahrungsangebot für Igel deutlich knapper, die Alttiere beginnen ihr Winternest zu bauen und Jungigel versuchen noch, weiter an Gewicht zuzulegen. Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub. Ihre Winterquartiere suchen die Igel bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad auf. Schutz gegen Kälte finden sie in Erdmulden, unter Hecken oder eben in Reisighaufen. Besonders wichtig: Igel sind nachts sehr mobil und brauchen vor und nach dem Winterschlaf für ihre Streifzüge freien Zutritt zu Gärten, dabei stören natürlich engmaschige Zäune. Hier der Bericht vom NABU.

 

 


Was der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde fordert

Kleingärten sind heute anerkannter Teil der modernen Gesellschaft und haben wesentliche soziale, ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Funktionen in Städten und Gemeinden. Der Schutz und die Weiterentwicklung von Klein-gartenanlagen sind heute besonders wichtig. Das BKleingG dient hier als unverzichtbares gesetzliches Fundament. Um weiterhin gesellschaftliche Akzeptanz zu erfahren, stellt sich das Kleingarten-wesen bereits heute einem Modernisierungsprozess. Es bedarf hier allerdings einer aktiven Stadtplanung, die das Kleingartenwesen als wichtigen Bestandteil grüner Infrastruktur anerkennt und in die Gesamtentwicklung einbindet. Hier der ganze Bericht.


Was ist eigentlich Permakultur?

Das entlockt so manch eingefleischtem Laubenpieper sicher mindestens ein heftiges Kopfschütteln: Kohl, Salat, Kresse oder Zwiebeln alles dicht an dicht, unter- und übereinander - alles querbeet. Das nennt sich Permakultur, ist eine alte Anbaumethode. Eine Vergesellschaftung von Pflanzen soll sich gegenseitig unterstützen, uns weniger Arbeit machen und auch noch bis zu 4 Mal mehr Ertrag einbringen. Hier der Bericht aus "Servicezeit" vom WDR.


Stacheliges Seminar: Was ich Igeln Gutes tun kann

Zum ersten Mal bietet der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung (TVB) im Rahmen seines Weiterbildungsprogramms ein Seminar über Igel an.  Dort lernt man, welche Anforderungen ein igel-gerechter Lebensraum erfüllen sollte, welche Gefahren den nacht-aktiven Tieren drohen, welches von ihnen tatsächlich hilfsbedürftig ist, wie sie überwintern… Referentin: Igel-Expertin Maja Langsdorff, stellvertretende Vorsitzende des Vereins "Pro Igel". Termin: Donnerstag, 26. September 2019, 18:00 – 20:00 Uhr. Teilnahmekosten: 20 Euro. Und hier die Einladung ins Tierheim.


Wie Bezirksämter Bäume zu Kleinholz machen - egal welche Pflegestufe sie haben, egal ob gerade Vegetationsperiode ist

Mindestens acht dicke Buchen, drei Weißdorne sowie eine seltene schlitzblättrige Buche fielen jetzt im Schöneberger Kleistpark der Säge zum Opfer, die Fällarbeiten dauerten noch an. Es ist deshalb davon auszugehen, dass noch mehr Bäume abgesägt werden - scheinbar rechtswidrig in der geschützten Vegetationszeit. Hier der Bericht vom BUND Berlin. Inzwischen gab das Bezirksamt in einer Mitteilung bekannt, die Bäume seien durch den Hitzesommer 2018 geschädigt gewesen.


Kleingärten aufs Dach? So schnell beerdigt ein Bezirk interessante Ideen...

 Wenn in der Kleingartenkolonie Bornholm II demnächst Dutzende Lauben zugunsten einer neuen Turnhalle weichen müssen, dann werden die Gärten in abgewandelter Form womöglich erhalten bleiben. Die Kleingärtner haben ein ungewöhnliches Konzept nach dem Motto „sowohl als auch“ vorgelegt. In Prenzlauer Berg, das zeigen erste Bilder, könnte ein ganz besonderes grünes Dach entstehen. Auf der neuen Turnhalle, die das Bezirksamt Pankow zur Erweiterung der benachbarten Grundschule benötigt, planen die Kolonisten einen großen Gemeinschaftsgarten. Nicht nur eine Computersimulation haben die Gärtner schon ausgearbeitet, sondern auch einen Finanzierungsplan, den sie dem Bezirk unterbreiten. Doch der Bezirk winkt ab: So eine spezielle Turnhalle sei personell nicht zu leisten! Hier die Idee und die schnelle Absage.


Angelikas Vortrag über Wildbienen

 

 

 

Warum sind gerade Wildbienen und Hummeln so wichtig für unsere Gärten? Und wie können wir ihnen das Leben erleichtern? Angelika Paul stellt uns die wilden Verwandten der Honigbiene vor. Dienstag, 17. September, 19:00 Uhr. Ort: Regenbogen Kino, Lausitzer Straße 22 in Kreuzberg.


Cornelsenwiese: Antwort auf Einwohnerfrage

Jetzt beantwortete Stadtrat Oliver Schruoffeneger ("Grüne") endlich auch die Einwohnerfrage aus der BVV-Sitzung vom 22. August zur Schmargendorfer Cornelsenwiese und deren Umweltbelastung:

 

10.  Einwohnerfrage:   Norbert Machachej

      Cornelsenwiese – Umweltgerechtigkeit

      (bitte auch schriftlich beantworten)

 

1.     Die im FIS Broker veröffentlichte Karte zur Umweltgerechtigkeit aus dem Umweltatlas weist dem Gebiet, in welchem die Cornelsenwiese liegt, als einzigem in ganz Wilmersdorf die schlechteste mögliche Einstufung zu.
Wie hat das Bezirksamt bei seiner bisherigen Planung zur Cornelsenwiese diesen Umstand berücksichtigt?

 

2.     Welche Möglichkeiten sieht das Bezirksamt, die Situation in dem Gebiet hinsichtlich der Umweltgerechtigkeit zu verbessern?

 

3.     Ist es nicht unverantwortlich, ausgerechnet in diesem Gebiet die Umweltsituation durch die Bebauung einer Grünanlage weiter zu verschlechtern?

 

 

Sehr geehrter Frau Vorsteherin, sehr geehrter Herr Machachej,

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

die 10. Einwohnerfrage beantworte ich im Namen des Bezirksamtes wie folgt:

 

zu 1.

Die vom Fragesteller vorangestellte Aussage, dass die Cornelsenwiese in dem Gebiet mit der nach Umweltatlas schlechtesten Einstufung hinsichtlich der sog. Umweltgerechtigkeit liegt, bedarf zum besseren Verständnis einer ergänzenden Erläuterung.

Richtig ist, dass der Bereich zwischen Mecklenburgischer Straße, Schlangenbader Straße und Dillenburger Straße in der integrierten Mehrfachbelastungskarte (durch die Kernindikatoren Lärmbelastung, Luftschadstoffe, Grünflächenversorgung, Bioklimatische Belastung und Soziale Problematik) als fünffach belastet gilt und damit als im Vergleich am höchsten belasteter Bereich in Wilmersdorf dargestellt ist. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf die sich aus der Lage am Rand der Stadtautobahn und der Mecklenburgischen Straße ergebende besondere Situation im Hinblick auf Schall- und Schadstoffimmissionen.

Die für den Kernindikator „Grünversorgung“ vorliegende Karte des Umweltatlasses stuft das hier betrachtete Gebiet in die gleiche Kategorie ein, wie die meisten Bereiche Wilmersdorfs.

 

zu 2.

Die Möglichkeit zur Verbesserung der Situation durch Einflussnahme auf die emissionsträchtigen Verkehrsträger wird als gering angesehen. Eine ggf. als erforderlich angesehene Inanspruchnahme von Grünflächen sollte, unter Abwägung aller relevanten Belange, in angemessenem Umfang erfolgen.

 

zu 3.

Das Bezirksamt verfolgt mit der Aufstellung des Bebauungsplans 4-57 VE das Ziel, die Realisierung dringend benötigten Wohnraums mit einem signifikanten mietpreisgebundenen Anteil zu ermöglichen. Gleichzeitig soll die hierfür erforderliche Inanspruchnahme bisheriger nicht überbauter Flächen dadurch kompensiert werden, dass die Freiflächenqualitäten im Gebiet insgesamt erweitert und qualifiziert werden.              

 

Auf Grundlage der Festsetzungen des Bebauungsplanentwurfes sollen die bisher oberirdisch angeordneten Stellplätze entfallen und in einer Tiefgarage untergebracht werden, was zu einer erheblichen Reduzierung der Schall- und Schadstoffemissionen am Standort beitragen wird.

 

Geplant ist eine umfängliche Neugestaltung und ökologische Aufwertung der Freiflächen einschließlich der Schaffung ruderaler Wiesenflächen, umfangreicher Strauch- und Baumneupflanzungen, der Neugestaltung von Spiel- und Aufenthaltsflächen und der Wegesysteme bis hin zur Schaffung von Unterflurmüllsystemen.

In der Flächengegenüberstellung ist im Vergleich zum Bestand durch die Neuplanung lediglich eine zusätzliche Inanspruchnahme von Freiflächen von 115m² verbunden. Unter Berücksichtigung der geplanten ökologisch wirksamen Dachbegrünung auf allen neuen Wohngebäuden (1280m²) ist sogar ein Zuwachs an z.T biotopflächenrelevanter Fläche von 1175 m² zu verzeichnen.

Die im Rahmen des Verfahrens erstellte qualifizierte Außenanlagenplanung führt nach Auffassung des Bezirksamtes im Vergleich zur bisherigen Situation eindeutig zu einer Aufwertung der Aufenthaltsqualität im Quartier.

Schruoffeneger

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Sind Kleingärten ein Auslaufmodell? Nein, sagt Stadtplanerin Prof. Gerlinde Krause: Kleingärten haben eine große Bedeutung!

In der aktuellen mdr-Sendung „Fakt ist!“ ging es um die Frage, ob Kleingärten ein Auslaufmodell sind. Stadtplanerin Prof. Gerlinde Krause sagte: „Kleingärten haben eine wichtige Funktion als grüne Lunge. Von Kleingärten geht eine messbare klimatische Wirkung aus. Es muss Kleingärten gerade auch im Innenstadtbereich geben, weil sich viele junge Leute kein Haus mit eigenem Garten leisten können.“ Hier ein Bericht des mdr und auch die komplette Sendung. Übrigens: Auch Projektentwickler Arne Piepgras ("Lasst uns Kleingärten bebauen!") kam zu Wort - viel zugehört wurde ihm nicht...


So ungrün ist Charlottenburg-Wilmersdorf heute schon

Berlins Richtwert für die "ausreichende Versorgung mit wohnortnahen Grünanlagen" ist 6 m² pro Einwohner. Dieses fußläufige Grün soll innerhalb von 500 Metern erreichbar sein. Besonders schlecht ist die Versorgung in den City-Bereichen. In Charlottenburg-Wilmersdorf sind schon 38 Prozent der Einwohner nicht versorgt. Nur Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg sind noch schlechter dran. Hier der ganze Bericht über Berlins Grün aus dem Tagesspiegel.


Neuer Vorstand im BDG

 

Für den Bundesverband Deutscher Gartenfreunde wurde ein neues Präsidium gewählt. Neuer Präsident ist Dirk Sielmann vom Landesbundes der Gartenfreunde Hamburg. Hier geht´s  zur Übersicht über das komplette Präsidium.


Die Zukunft der alten Schmargendorfer Zigarettenfabrik

Der erste Spatenstich für das geplante Gewerbeviertel „Go West“ nebenan auf dem Gelände der früheren Reemtsma-Zigarettenfabrik soll im Januar 2020 erfolgen. Für den zentralen Platz wurde gerade der Bauantrag gestellt. Außerdem hat das Bezirksamt inzwischen den Umbau des alten Hochregal-Lagers genehmigt, das als eines der wenigen Bestandsgebäude erhalten werden soll und als Gründerzentrum gedacht ist. Bis 2025 soll alles fertig sein - ohne eine einzige Wohnung. Hier der Bericht aus Tagesspiegel Leute.


Gibt es "grüne Intelligenz"? Forscher sind überzeugt, dass Pflanzen kommunizieren

Reden Bäume? Tuscheln Pilze? Können Pflanzen ihre Feinde riechen? Über Wurzeln sind die meisten Pflanzen unterirdisch miteinander verbunden. Gemeinsam mit Pilzen bilden sie so riesige Netzwerke - ein "grünes Internet", über das pflanzliche Individuen symbiotisch in Kontakt stehen. So können sie sich zum Beispiel vor Fressfeinden warnen. Wie Bohnenpflanzen, die ihrer Verwandtschaft signalisieren, wenn sie von Blattläusen heimgesucht werden. Hier eine Doku von 3sat.


Das ist Berlin: Der Kleingartenverein Heinersdorf erhält Naturschutzpreis - und ist selbst vom Aussterben bedroht!

Der Kleingartenverein Heinersdorf wurde gerade mit dem Naturschutzpreis 2019 ausgezeichnet. Gelobt wird das ganzheitliche Engagement für Stadtgesellschaft, Arten- und Klimaschutz sowie die Öffnung der Anlage. Bittere Ironie: Diese Kleingartenanlage ist selbst vom Aussterben bedroht. Der Senat plant dort Wohnungsbau. Hier der Bericht aus Tagesspiegel Leute.


Frischluftschneisen, Naherholungsgebiete, Rückzugsorte, Naturerlebnis, soziales Miteinander - aus der Laudatio zum Berliner Naturschutzpreis

"Kleingärtner erbringen eine Reihe von Ökosystemdienstleistungen. Wir sollten uns hüten, diese Flächen als Bauerwartungsland anzusehen. Wollen wir Berlin so ausgestalten, dass es sich trotz des Klimawandels hier noch leben lässt, benötigen wir dringend die Kleingartenflächen." Ilka Brecht (Foto), Moderatorin von "Frontal 21" und Kleingärtnerin, hielt die Laudatio bei der Vergabe des Berliner Naturschutzpreises 2019 an die Kleingärtner vom Verein Heinersdorf. Hier der ganze Text.


Die SPD-Bundestagsfraktion lädt Kleingärtner in den Reichstag

 „Zur Zukunft der Kleingärten“ – unter diesem Motto lädt die Bundestagsfraktion der SPD Kleingärtner ins Reichstagsgebäude. Am Montag, 23. September von 13:00 bis 17:00 Uhr. Und die SPD-Fraktion behauptet, für sie stehe fest, dass „Deutschlands Kleingärten einzigartig und ein wertvoller Schatz für unser Land sind! Diesen gilt es zu bewahren und zu fördern!“ Wir sollen mit den Genossen über Entwicklungen und Herausforderungen diskutieren. „Gemeinsam möchten wir mit Ihnen Antworten auf die Fragen für die Zukunft der Kleingärten finden, damit diese weiterhin ein Ort basisdemokratischen Zusammenseins bleiben.“ Hier die Einladung und Anmeldung.


Liebeserklärung an ein kleines Stück Natur in Schmargendorf

"Seitdem ich klein bin, fahre ich bei den ersten Sonnenstrahlen in unseren Garten. Je älter ich wurde, desto dankbarer wurde ich aber vor allem dafür, ein privates Stückchen Natur für mich zu haben mit garteneigenen Pflanzen:  Nichts geht über frische Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Äpfel, die unbehandelt direkt im Mund landen können. Ich habe die Möglichkeit, ohne großen Aufwand in kurzer Zeit in die Natur zu flüchten. Ich kann barfuß und gedankenverloren über meine eigene Wiese laufen, mein Handtuch irgendwo ausbreiten und den hektischen Alltag der Großstadt hinter mir lassen. Unsere kleine Gartenparzelle bedeutet für mich Freiheit." Hier der Bericht aus myhomebook.de


Naturschutzpreis für die KGA Heinersdorf

„Dieser Verein ist ein Gewinn für alle: für die Artenvielfalt, das Klima und die Stadtgesellschaft“, begründet die Stiftung Naturschutz Berlin die Auszeichnung für die KGA Heinersdorf. „In vorbildlicher Weise zeigen die Pächter, welche Bedeutung Kleingärten für den Erhalt der ökologischen Vielfalt in der Stadt haben. In ihren Gärten und Gemeinschaftsflächen setzen sie zahlreiche ökologische Maßnahmen um, schaffen Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten und geben ihr Wissen und ihre Begeisterung an andere weiter.“ Hier ein Bericht unseres Landesverbandes.


Urbane Waldgärten, eine Alternative für Berlin?

„Wir müssen, ich sag immer, Kleingärten neu erfinden. Das klassische Kleingartenwesen, wie wir es kennen, wird sich in den nächsten Jahren ändern“, sagt Manfred Hopp, Geschäftsführer des Bezirksverbands Berlin-Süden der Kleingärtner. Auf der Fläche seines Vereins entsteht dieses Realexperiment der Uni Potsdam: Auf einer erstaunlich freien Fläche von 2,7 Hektar, sollen neben Kleingartenparzellen auch 5.000 Quadratmeter für einen Gemeinschaftsgarten vorbereitet werden – Waldgärten. Hier der Bericht von Deutschlandfunk Kultur.

 

 


Charlottenburg-Wilmersdorf ruft den Klimanotstand aus

Nach Pankow hat Charlottenburg-Wilmersdorf als zweiter Berliner Bezirk den Klimanotstand ausgerufen. Die Bezirksverordneten-versammlung (BVV) stimmte mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken einem entsprechenden Antrag zu. Damit steht jeder Bezirksamtsbeschluss unter dem sogenannten „Klimavorbehalt“ und soll auf etwaige Klimabelastungen geprüft werden. Wie das wohl mit der geplanten Bebauung der Schmargendorfer Cornelsenwiese in Einklang zu bringen ist? Hier ein Bericht der MoPo.


Was Du vielleicht noch nicht über Hornissen wusstest

Erwachsene Hornissen ernähren sich von Baumsäften oder saftenden Früchten. Für die Larvenaufzucht erbeuten sie andere Insekten, wie Wespen, Mücken, Fliegen oder Raupen. Ein intaktes Volk verfüttert täglich bis zu 500 g Insekten. Deswegen sind Hornissen für das biologische Gleichgewicht von großer Bedeutung. Sie arbeiten nahezu 24 Stunden am Tag, sind  fast pausenlos im Einsatz. Nachts fallen sie in einem Volk nur mehrmals gleichzeitig in eine Art Tiefschlaf – für jeweils ganze 30 Sekunden. Den Winter überleben nur Königinnen. Hier der Bericht vom Naturschutzbund Steiermark.


Traue keinem Garten ohne "Unkraut"!

Der erweiterte Vorstand des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde hat bereits letztes Jahr über ein Glyphosat-verbot diskutiert und sich dann entschieden, nicht nur Glyphosat sondern alle Herbizide aus den Kleingärten zu verbannen. Die Grüne Liga Berlin begrüßt diesen sinnvollen Schritt hin zum giftfreien Gärtnern. Der Umweltverband sieht in den Berliner Kleingärten ein wichtiges Refugium für die Stadtnatur, vorausgesetzt, sie werden naturnah bewirtschaftet. Aber nicht nur die Umwelt profitiert von dieser Entscheidung – sondern auch all jene Gärtnerinnen und Gärtner, die gesunde, ökologische Lebensmittel ernten wollen. Konsequenterweise sollte man dann auch auf alle anderen Pestizide verzichten – also auch auf Insektengifte und Co. Hier der Bericht der Grünen Liga Berlin.


Stachelig aber lecker: Brombeeren sind Vitaminbomben und sollen sogar gegen wackelige Zähne helfen

Die Brombeere an sich gibt es gar nicht, alleine in Deutschland wachsen mehrere hundert Arten und Lokalvarietäten. Die meisten sind als natürliche Klone entstanden und kaum ein Botaniker kann die vielen Brombeeren überhaupt auseinander halten. Sie schmecken nicht nur gut, die Sammelfrüchte sind auch gesund und vitaminreich: Hundert Gramm reife Früchte enthalten immerhin 17 Milligramm Vitamin C, außerdem Mineralien wie Kalzium, Kalium und Magnesium. Auch die Brombeerblätter sind nicht ohne, in früheren Jahrhunderten war Brombeerblatt-Tee ein beliebtes blutstillendes und entzündungshemmendes Heilmittel. Auch macht er „die Zähn fest, so da sehr wackeln“. Hier der Bericht vom NABU.


Auf Fotopirsch für die Wissenschaft: Fuchs, Marder, Waschbär & Co - was so alles durch unsere Parzelle stromert

Wie genau sich Fuchs, Waschbär, Wildschwein und Co als Stadtbewohner durchschlagen, dank welcher Strategien sie hier überleben, ist noch kaum bekannt. Das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung sucht Berliner, die helfen wollen, Erkenntnisse zu sammeln. Es sollen Berliner mit ausschließlich eigenem Garten sein. Das kann ein Grünstück direkt am Haus oder auch eine Kleingartenparzelle sein. Jeder Teilnehmer bekommt für die Dauer des Projekts eine Wildtierkamera für 4 Wochen ausgeliehen, die dokumentiert, welche Tiere zu welcher Zeit im Garten unterwegs sind. Bewerbungsschluss: Anfang September. Hier ein Bericht der Berliner Woche und der Aufruf zum Projekt. 


"Oeynhausen" lässt sich auch trinken!

Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Deshalb ist es wichtig, dass wir genügend Flüssigkeit aufnehmen. Viele von uns trinken allerdings zu wenig, denn nur Wasser schmeckt auf Dauer langweilig. "Infused Water" - übersetzt "aufgegossenes Wasser" - kann da eine Alternative sein. Aber wie schmeckt das? Und was ist bei der Zubereitung zu beachten? Wir gehen diesem speziellen Wasser einmal auf den Grund. Und unsere Gartenfreundin Xenia zeigt in ihrem Oeynhausen-Garten leckere Rezepte. Hier der Bericht von rbb Zipp.

 

 


Was der Landesverband der Gartenfreunde vom Berliner "Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030" hält

Auf den am vergangenen Dienstag beschlossenen Stadtentwicklungs-plan Wohnen 2030 (StEP Wohnen 2030) des Senats hat der Landes-verband Berlin der Gartenfreunde   e. V. mit Bedauern reagiert. In seiner Stellungnahme erklärt die Interessenvertretung des Berliner Kleingartenwesens, dass in sehr ungenau beschriebener Form wiedermal eine Inanspruchnahme von Kleingartenflächen zur Bebauung vorgesehen sei. Der Verband wies darauf hin, dass dies Flächen seien, die sowohl gesellschaftliche Integrationsplätze darstellen, als auch bedeutende Hotspots, die im Klima- und Biodiversitätskampf benötigt würden. Hier die Stellungnahme.


Neuer Streit um die Cornelsenwiese

Die Forderung nach Wohnungsbau und Nachverdichtung ist laut. Trotzdem wehren sich Initiativen von Anwohnern dagegen. So auch in Wilmersdorf, wenn es um die Cornelsenwiese geht. Und es gibt den arroganten Bezirksbürgermeister, der die Grünanlage für ein Hundeklo hält und sich nicht an BVV-Beschlüsse erinnert. Hier der Bericht der Abendschau.


Alt-Handys für die Havel!

Heute, am Tag der Fische, erinnert der NABU an seine Aktion "Handys für die Havel": Für jedes abgegebene Alt-Handy, -Tablet oder -Smartphone erhält der NABU eine Spende von Telefonica Deutschland für die Renaturierung der Havel. Entsorgen Sie mit uns ihr Gerät umweltgerecht und betreiben Sie gleichzeitig Biotopschutz. Hier alle Infos.


Sterben dieses Jahr noch mehr Amseln an ihrer Seuche als 2018?

Das tropische Usutu-Virus hat ein Amselsterben in Deutschland ausgelöst – noch stärker als in den Jahren zuvor. Je wärmer und länger die Sommer werden, desto größer sei die Verbreitung des Virus, sagt Lars Lachmann, Ornithologe beim NABU. Es wird über Mücken übertragen, theoretisch könne es auch Menschen befallen. Im heißen Sommer des letzten Jahres hatten wir einen massiven Sprung, den das Virus gemacht hat und inzwischen fast ganz Deutschland abdeckt. Der NABU fordert Bürger über seine Internetseite auf, tote Tiere zu melden. Hier der Bericht des Deutschlandfunks.

 

 


Borretsch & Co: Herbstnahrung für Bienen und Hummeln

Ab Juli/August wird es schwieriger für die Honigsammler. Hilfreich sind dann die einjährigen Sommerblumen wie Ringelblume, Kapuzinerkresse, Tagetes und Zinnien. Auch selbstgesäte Kräuter-Pflanzen wie Borretsch (Foto) locken unzählige Insekten an. (Wusstest du eigentlich, dass jede einzelne Borretschblüte in 24 h 1,3 mg Zucker produziert?) Imker nennen solche Pflanzungen „Bienenweide“. Hier der Bericht von phlora.de


Oeynhausen bleibt grün!

Auf diese Nachricht haben wir lange gewartet: Mindestens der Nordost-Teil der Schmargen-dorfer Kleingartenkolonie "Oeynhausen" bleibt grün. Das berichtete Charlottenburg-Wilmers-dorfs Stadtrat für Bauen und Umwelt am Sonnabend beim 100. Geburtstag der Nachbarkolonie "Friedrichshall" - Oliver Schruoffeneger kündigte an, noch im September den Bebauungsplan auf den Weg bringen zu wollen, der den noch nicht bebauten Teil von "Oeynhausen", der vom Investor Groth gekauft worden war, als Grünfläche sichern soll. Und eine BVV-Mehrheit wird dieser B-Plan dann ja wohl finden...


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Klimawandel? Wie ernst es Berlin wirklich mit seinen Bäumen meint

61 gesunde und große Bäume waren 2018 entlang der Heerstraße gefällt worden, um einen Radweg zu sanieren – was schon Irrsinn genug war. Nun räumt die Verkehrsverwaltung auch noch ein: Es war ein "Planungsfehler", der Radweg wird jetzt gar nicht gebaut. Hier der Bericht von rbb24. Wann gibt´s eigentlich endlich vor Wahlen einen Test für jeden Politiker durch den IÜV (Intelligenz-Überwachungsverein) der am besten auch gleich Bodenhaftung und Verantwortungsbewusstsein checkt? 


Wie wär´s mit grünen Dächern für BVG-Wartehäuschen?

In der niederländischen Stadt Utrecht wurden die Dächer von über 300 Bushaltestellen bepflanzt – für Bienen und andere Insekten. Die Stadtverwaltung will damit ein grünes Zeichen setzen: gegen das Artensterben, gegen den Feinstaub, für besseres Klima und niedrigere Temperaturen in den Haltestellen. Hier der Bericht des Deutschlandfunks. Wäre doch auch eine tolle Idee für Berlin – hier betreibt die BVG allein 6452 Haltestellen für Busse…


Zukunftsthema grüne Stadt

„Es gibt gute Argumente, das Stadtgrün Berlins nicht nur zu erhalten, sondern noch zu erweitern.“ „Eine grüne Stadt trägt dazu bei, dem Klimawandel entgegenzuwirken.“ „Die Natur hilft entscheidend bei der Lebensqualität einer Stadt.“ Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.

 

 


Welches Insekt passt zu welcher Blüte?

Wusstes Du, dass Insekten recht wählerisch sind? Bei der Auswahl der Blüten hat jeder Krabbler seine Vorlieben: Die einen fliegen gerne flache, die anderen eher röhrenförmige Blüten an, für die nächsten Insekten spielt die Farbe eine wichtige Rolle - und dann gibt es noch die, denen der Duft der Pflanzen wichtig ist. Manche Blüten können sogar nur von bestimmten Insektenarten bestäubt werden. Hier dazu ein Bericht vom NABU.


Stromausfall in Schmargendorf

In Berlin-Schmargendorf war in rund 1400 Haushalten am Dienstagabend der Strom ausgefallen. Auch 159 Gewerbebetriebe waren von der Störung betroffen, sagte eine Vattenfall-Sprecherin. Betroffen waren mehrere Straßenzüge rund um die Davoser Straße und die Berkaer Straße im Wilmersdorfer Stadtteil Schmargendorf. Hier ein Bericht der BZ.


In den Gartenämtern fehlt es an Personal und fachlicher Qualität. Wie kann unser Grün geschützt werden?

Staatssekretär Stefan Tidow hat es kürzlich wohl zum ersten Mal so deutlich auf den Punkt gebracht: „In den Gartenämtern fehlt es im großen Stil an Personal aber auch an fachlicher Qualität.“ Für kundige Beobachter gilt dies aber nicht nur fürs Öffentliche Grün sondern fast flächendeckend. Die Senatskoalition muss diese fatale Situation überwinden und das Personal mit organisierter Weiterbildung unterstützen. So müssten Berlins Ressourcen genutzt und in einer „Akademie für naturnahes Gartenwesen“ (Arbeitstitel) Wissenschaft und Praxis zusammengeführt werden. Hier ein Bericht von umweltzoneberlin.de.


Ist Kleingartenbebauung Klassenkampf von oben?

„Kleingärtner sind oft Mieter, die auf kleinem Raum leben und ganz nebenbei noch die Biodiversität der Stadtnatur in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens bereichern. Das ist tatsächlich eine Klassenfrage: Wer Geld hat, gärtnert selbstverständlich auf dem eigenen Grundstück und nicht auf einer landeseigenen Parzelle. Es lohnt sich für Freiräume, für den öffentlichen Raum und für die unbestimmten Orte in einer Stadt in Zeiten der kapitalistischen Raumverwertung zu kämpfen. Das betrifft freie Ufer, Parks ohne Zäune, Wagenburgen und eben Kleingärten – jene Orte, die auf der roten Liste des Kapitals stehen, weil sie angeblich Platz verschwenden und man sie sich in Zeiten der akuten Wohnraummangellage nicht mehr leisten könne.“ Hier ein Beitrag von Stadtforscherin Katalin Gennburg (MdA).


Nebenan wird man ebenfalls 100: runder Geburtstag in "Kissingen"

Am Sonnabend, 17., und Sonntag, 18. August, begeht auch die Schmargendorfer Klein-gartenkolonie Kissingen ihr 100. Jubiläum. Die 400 Mitglieder des Vereins können ausge-lassen feiern, die weitere Existenz ihrer Kolonie steht auf einem soliden Fundament: Im Gegensatz zu vielen anderen Lauben-pieper-Parzellen der Stadt sind die 176 Kissingen-Gärten als Dauergrün im Flächennutzungsplan eingetragen. Und noch etwas macht die Kolonie besonders: Sie gehört nicht dem Landesverband an, ist ein eigenständiger Verein. Hier der Bericht aus der Berliner Woche.

 

 


Er weiß, wie gesund unsere Bäume sind: Berlins Waldschadensbeauftragter Berlins

Elmar Kilz ist Forstdirektor und der Waldschadens-beauftragte der Berliner Forsten. In diesem Amt ist er gerade unterwegs, überprüft, wie gesund unsere Bäume sind. An 42 ausgewählten, über GPS ermittelten Punkten werden jeweils 24 Bäume begutachtet. Für diese Aufgabe sind die Förster extra geschult, immer zu zweit nehmen sie einen Baum ins Visier. Die Daten fließen in den bundes-weiten Waldzustandsbericht, der Ende des Jahres erscheint. Der Bericht gibt Aufschluss über die Gesundheit und die Vitalität der Bäume, insbesondere nach dem Dürresommer 2018 und dem Frühjahr 2019, dass auch von Witterungsextremen wie Hitze und Trockenperioden geprägt war. Hier der Bericht aus der Berliner Morgenpost und ein Artikel aus dem Berliner Kurier.


Auch die Kolonie "Abendruh" in Lichterfelde feiert 100. Geburtstag


100 Jahre ist der Kleingartenverein mittlerweile im Fliederweg behei-matet. Und das wird in der Kolonie Abendruh gefeiert. Ein großes Fest mit Attraktionen, Künstlern und Feuerwerk erwartet die Besucher am Sonnabend, 10. August. Auch ein eigenes Kinderfest wird am Folgetag geboten.1000 Pächter verteilen sich auf die mittlerweile vier Kolonien. „Über die Jahre hat sich die Anlage rasant entwickelt“, erklärt der Vorsitzende des Kleingarten-vereins, Hans-Wolfgang Koch. Mittlerweile hat die größte Kolonie im Bezirk den Status einer Dauerkleingartenanlage, ist besonders geschützt. „Man kann uns also nicht so leicht von hier vertreiben“, so Koch. Hier der Bericht aus der Berliner Woche. Und noch ein Artikel aus der BZ.


SPD-Abteilung fordert Kleingartensicherung für ganz Berlin

Teile der Pankower SPD fordern ein Kleingartensicherungsgesetz für ganz Berlin. Die SPD-Abteilung Kollwitzplatz hat einen entsprechenden Antrag für den Landes-parteitag der SPD Berlin und die Kreisd-elegiertenversammlung Pankow eingereicht. Die Berliner SPD solle sich für ein solches Gesetz noch in dieser Legislaturperiode bis 2021 einsetzen, um die Kleingärten in Berlin dauerhaft zu schützen, heißt es darin. „Die kürzlich erfolgte Verlängerung der Bestandsgarantie bis 2030 reicht nicht aus, um die Kleingärten dauerhaft zu erhalten und den Pächterinnen und Pächtern langfristige Sicherheit zu geben.“ Es sei „eine Grundsatzentscheidung für das Kleingartenwesen insgesamt notwendig“. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.

Versorgungswerk kauft 253 Wohnungen des Maximilian Quartiers

Ein Vorhaben mit 253 Mietwohnungen im Berliner Maximilian Quartier in Charlotten-burg-Wilmersdorf ist verkauft. Verkäufer ist ein Joint Venture aus Investa Real Estate und Baywobau. Erwerber ist die Invest-ment-Plattform Luwin Real Estate Managers für ein deutsches Versorgungs-werk. Investa und Baywobau errichten die 18.200 m² Mietfläche und 150 Stellplätze für den Erwerber. Dieser als Bauteil B bezeichnete Abschnitt ist Teil eines Quartiers, das der Berliner Bauträger Groth angeschoben hatte.  Abschnitt A soll im Frühjahr kommenden Jahres begonnen werden. Hier der Bericht aus der Immobilienzeitung.


Im Brandenburgischen werden dringend Kleingärtner gesucht

Kleingärten werden immer hipper und immer mehr Menschen in Berlin wollen eine eigene Parzelle. Doch die Wartelisten der Kolonien sind lang, bis zu drei Jahre und mehr muss man sich gedulden. Anders sieht das in Branden-burg aus, wo Laubenpieper händeringend gesucht werden. Hier der Bericht von Inforadio aus der Prignitz - die Gegend liegt aller-dings nicht gleich um die Ecke.


Wie rechts sind deutsche Kleingärtner?

„Nur Kleingartenvereine und AfD-Sympathisanten hissen noch Schwarz-Rot-Gold!“, behauptet Ex-Verfassungsrichter Udo di Fabio in einem Gastbeitrag für die „NZZ“. Damit fällt der Jurist ein Pauschalurteil und wirft Kleingärtner in die rechte Ecke. Aber: Wie sieht es in Wirklichkeit aus? Besuch in Berlins Kleingartenanlage „Silberlinde“ in Berlin-Treptow und in der traditionsreichen Kleingärtner-Kolonie „Centrum Morgensonne“, 1912 von Bergleuten als „Schreberverein des Werksvereins Zeche Centrum“ in Wattenscheid (NRW) gegründet. Sie liegt mitten im Ruhrgebiet, hinter einer Lärmschutzwand an der Autobahn 40 – und natürlich hissen dort viele Kleingärtner Schwarz-Rot-Gold. Auch Hier der Bericht aus BILD.


Chemiefreie Kleingärten!

Unser Landesverband möchte Chemie aus unseren Kleingärten verbannen und Alternativen wie zum Beispiel Pflanzen-stärkungsmittel gezielter in den Kolonien einsetzen. So schützen wir nicht nur uns, sondern auch die Flora und Fauna. Artenreichtum in unseren Kleingärten sollten wir weiter ausbauen, so dass der Arten-schwund gestoppt werden kann. Für die Umsetzung sind jetzt die Bezirks- und Siedlerverbände aufgerufen, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen um ein generelles Verbot von Unkrautvernichtungsmitteln (Herbizide) in ihren Kleingartenanlagen durchzusetzen. Diese sollte über eine Ergänzung der Gartenordung und/oder des Unterpachtvertrages erfolgen, wenn es nicht schon geschehen ist. Hier der Bericht.


12. August, 17 Uhr: Diskussion auf der Cornelsenwiese

Erhalten oder bebauen? Am nächsten Montag treffen sich Anwohner, Naturschützer und Politiker auf der Schmargendorfer Cornelsenwiese an der Wiesbadener Straße. Sie wollen über die Zukunft des Grüngürtels diskutieren und für deren Erhalt demonstrieren. Hier der Artikel aus der Berliner Woche. Wir hatten hier schon am 31. Juli berichtet.


Schöne Idee: Kleingärtner retten Litfaßsäulen

Sie waren Berliner Kulturgut, mussten in den vergangenen Monaten trotzdem weichen: Der Senat gab fast alle der rund 2500 Litfaßsäulen zum Abriss frei, weil ein neuer Betreiber stattdessen seine eigenen Werbeträger aufstellen wollte. Aber fünf Säulen sind der Verschrottung entgangen – dafür seien sie zu schade, befanden Kleingärtner der Anlage Bornholm in Prenzlauer Berg. Also verhandelten sie mit dem früheren Betreiber, der Firma Wall, boten an, die Anschlagsäulen zu übernehmen. Jetzt stehen sie tatsächlich im Reich der Laubenpieper. Und dienen dort als neue Boten der Kampagne „Da wächst was“, einem Projekt zum Erhalt von sozial genutzten Grünflächen in der wachsenden Stadt. Hier der Bericht aus der Berliner Morgenpost.


Wie wächst ein Kleingärtner mit seiner Parzelle zusammen?

Xenia, die Autorin des bekannten Gartenblogs berlingarten. Glück auf Grün., hat ihre Parzelle in der Schmargendorfer Kleingartenkolonie „Oeynhausen“. Sie beschreibt in ihrem neuen Beitrag, wie sie an ihr Gärtchen gelangte, wie sich beide aneinander gewöhnten und zusammen wuchsen. Hier ihr Bericht - wie immer mit wunderschönen Fotos.


Berliner Lauben als neues Wohnmodell?

Taz-Redakteur Paul Wrusch vertrat vergangene Woche die These, dass Kleingärten zugunsten von Wohnungen enteignet werden sollen. Die frühere taz-Autorin Niña Boschmannn war eine von vielen LeserInnen, die in einem Brief dagegen protestierten. Hier schreibt sie nun eine „Gegenthese“. Sie ist gegen Enteignung, will Berlins Lauben zum Wohnen freigeben lassen – und schreibt leider auch aus einem recht einseitigen Möchtegern-Blickwinkel. Hier der Bericht aus der taz.


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Berlins Kleingärten: bedroht - aber unverzichtbar!

Platzverschwendung oder doch wertvolle Klimagärten? Kleingärten sind bedroht, aber unverzichtbar! Auch Berlins Umweltsenatorin Regine Günther behauptet in diesem Beitrag: "Kleingärten sind wahre Kleinode für uns!" Und eine Stadtsoziologin meint: Das deutsche Kleingartenwesen ist nicht gefährdet. Kleingärten werden so viel Bedeutung haben, dass man sie einfach braucht!“ Hier der Bericht aus den ARD-Tagesthemen.


Was tun, wenn sich eine Fledermaus in Deine Wohnung verirrt?

Zwischen Mai und August ziehen Fledermausweibchen gemeinsam in so genannten Wochenstuben ihre Jungen groß. Die „flüggen“ Jungtiere verlassen im Spätsommer die heimische Stube. Auf der Suche nach Tagesverstecken flattern die unerfahrenen Jungtiere auch mal durch geöffnete Fenster in Wohnungen ein. Was man dann tut – hier die NABU-Tipps aus der Berliner Woche. Und eine tolle NABU-Übersicht der einheimischen Fledermäuse mit Bildern und zum Anhören.


Eindeutiges Votum: 100 Prozent gegen den Abriss von Berlins Kleingärten!

Ende Juli hatte Inforadio seine Hörer gebeten, sich per Smart-phone Messenger an der Umfrage zu beteiligen: "Sollen Kleingärten aufgegeben werden, um neue Wohnungen zu bauen?" Das Ergebnis fiel eindeutig pro Parzellen aus. Alle Teilnehmer waren sich einig: Es sollen keine Klein-gärten für Wohnungsbau geopfert werden! Es gab nicht eine einzige Stimme, die sich für den Bau von Wohnungen auf den Flächen aussprach!
Als Gründe für den Grünerhalt wurden vor allem genannt: Die klimatisierende, abkühlende Wirkung. Die Verbesserung der Luftqualität. Der Lebensraum für Insekten, Vögel, Lurche, Säugetiere. Der Naherholungswert. Hier der Bericht von Inforadio.


Glückwunsch! Die Kolonie Friedrichshall wird 100 Jahre alt!

Sie ist so alt wie die erste deutsche Kleingartenverordnung: Die Schmargendorfer Kleingarten-kolonie Friedrichshall wird 100 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch! Ab 15 Uhr gibt´s am 17. August Kuchenbuffet. Um 16 Uhr beginnt der offizielle Teil mit Gästen aus Politik und Kleingartenwesen. Ab 16:30 Uhr wird der Grill angeheizt und um 17 Uhr soll das bunte Festprogramm starten. Der größte Wunsch der Laubenpieper zu ihrem tollen Jubiläum: Rechtssicherheit für den Erhalt des wichtigen Grüns! Hier ein Beitrag aus der „Berliner Woche“. 


Und wieder geht´s um die Cornelsenwiese

„Einladung für Begehung & Diskussion: Kieznahes Stadtgrün schützen - Cornelsenwiese entwickeln!“ Unter diesem Motto lädt die Links-Fraktion der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf am 12. August zu 17:00 zum Ortstermin auf die Schmargendorfer Cornelsenwiese, um zu erörtern, „wie wir die Cornelsenwiese als öffentliche Grünfläche erhalten und auf den benachbarten Flächen dringend benötigten und leistbaren Wohnraum schaffen können“. Die Links-Fraktion hat ja inzwischen ihre Meinung zur Cornelsenwiese geändert. Hier der Text der Einladung und nachfolgend ein Flyer betroffener Bürger:

 


100 Jahre Kleingartenverordnung

"Ob mit Deutschlandfähnchen und Gartenzwerg oder als gemeinschaftliche Urban Gardening Kommune junger Familien - Kleingartenkolonien sind ein fester Bestandteil Berlins." Die Idee der parzellierten Naherholung prägt das Bild der Hauptstadt in Pankow und Tempelhof, genauso wie in Charlottenburg und Neukölln. Vor 100 Jahren, am 31. Juli 1019 wurde die erste deutsche Kleingartenordnung verabschiedet. Hier der Bericht von rbb24.


"60.000 Kleingärtner behindern Millionen - das kann nicht sein"

Und wieder darf Bau-Lobbyist Arne Piepgras seine Ideen verbreiten, alle Berliner Kleingärten bebauen zu lassen. Er will „Gartenstädte statt Gartenzwerge“! Und er behauptet: "All meine Gespräche mit den Kleingärtnern waren außerordentlich positiv. Man muss sie nur mal richtig ansprechen und nicht sagen: "Wir schreddern jetzt eure Gärten weg und Ihr kriegt hier ein paar Hundert Euro Abfindung und dann könnt Ihr gehen." Hier der Bericht von rbb24.


Berlin ist Deutschlands Hot Spot!

Berlin war im Juli mit 20,0 °C (18,3 °C) das wärmste Bundesland bei nur gut 40 l/m² (53 l/m²) Regen und rund 220 Sonnenstunden (224 Stunden), meldet der Deutsche Wetterdienst. (In Klammern jeweils die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode). Angesichts der gnadenlosen Hitze, die dabei zum Monatsende in Deutschland herrschte und dem immer noch vorhandenen großen Niederschlagsdefizit aus dem Vorjahr, nahm die Dürre in vielen Gebieten unseres Landes katastrophale Ausmaße an. Hier die Mitteilung des DWD.


Kleingärten sind Berlins Kühlschränke

Die Zunahme von Wetterextremen wird sich vor allem in den Städten bemerkbar machen. Mit der „Klimaanpassung“ sollen die negativen Folgen des Klimawandels begrenzt werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei Kleingärten, die u.a. aufgrund ihrer räumlichen Verteilung als „Kühlschränke“ die Temperaturen in den Städten spürbar absenken können. Dr. Fritz Reusswig (Foto) vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat sich mit der Bedeutung von Kleingärten für die Klimaanpassung beschäftigt. Hier das Interview von Sören Keller aus dem „Gartenfreund“.


Wo leben in Berlin Ringelnattern?

Trotz steigender Einwohnerzahl und zunehmender Bebauung naturbelassener Flächen nehmen Beobachtungen einiger Tierarten zu. Der NABU Berlin sammelt Informationen über Funde, um ihre Zahl in Berlin abzuschätzen. Der NABU bittet jetzt darum, Beobachtungen und Funde der Ringelnatter zu melden. Hier der Aufruf.


Klimawandel: Wenn sich Blüte und Bestäuber verpassen

Blüten versorgen Biene und Co mit Nektar und Pollen – als Gegenleistung werden sie bestäubt: Diese Win-Win-Beziehung zwischen Blütenpflanzen und ihren Bestäubern funktioniert allerdings nur, wenn die Insekten zur Blütezeit auch schon aktiv sind. Wie Forscher nun berichten, könnte der Klimawandel dieses System in einigen Fällen stören: Die Erwärmung kann die Entwicklung der Blüte und der Insekten ungleichmäßig verschieben und dadurch die Partner zeitlich voneinander trennen. Dies zeigen zwei Biologinnen am Beispiel der Partnerschaft der Küchenschelle und zweier an sie angepasster Wildbienenarten:  Gehörnte Mauerbiene und Rote Mauerbiene, die auch bei uns in den Schmargendorfer Kolonien leben. Hier der Bericht aus natur.de.


Wie dicht darf man dem Nachbarn ans Grundstück rücken?

Der Ast von Nachbars Hausbaum hängt über meinen Gartenzaun, seine Hecke steht genau auf der Grenze und sein Geräteschuppen verschattet meinen Lieblingsplatz – all das kann zum Streit unter Gartennachbarn führen. Deshalb ist es gut, wenn man sich vorher informiert was erlaubt ist und was nicht. Hier ein paar Tipps von rbb-Gartenzeit.


So staubtrocken sind unsere Böden


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Damit es im Notfall schneller geht

Neue Hinweistafeln sollen den Rettungskräften die Einsätze in den Kleingartenanlagen Düsseldorfs erleichtern. 6.600 Parzellen gibt es in den 70 städtischen Kleingartenanlagen. In Gerresheim wurde nun in der Anlage „Am Balderberg“ das Projekt gestartet. Gartenamt und Feuerwehr erarbeiten ein Rettungswege-Leitsystem für die Kleingartenanlagen der Stadt, um Einsatzkräften im Notfall schnelle Orientierung zu ermöglichen. Wäre das nicht vielleicht auch etwas für Berliner Kolonien wie „Friedrichshall“ und „Oeynhausen“ in Schmargendorf? Hier der Bericht aus report-D.


Wie möchte unser Grün jetzt gewässert werden?

 

Wie und zu welcher Tageszeit gießt man bei dieser Hitze am besten Rasen, Kübelpflanzen oder Geranien? Halten Gefäße aus Kunststoff besser die Feuchtigkeit als solche aus Terrakotta? Und welche Bäume eignen sich im Garten gut als Schatten-spender? Hier die Tipps aus dem Tagesspiegel.

Haben wir in Berliner Sommern bald bis zu 46 Grad?

Hitzewellen wie momentan wird es nach Ansicht von Klimaforschern künftig häufiger in Deutschland geben. „Ob es immer neue Rekordwerte werden oder wir einfach häufiger an diese Rekordmarken herankommen, ist aber noch ein bisschen unklar“, sagt die Direktorin des Climate Service Center Germany in Hamburg, Daniela Jacob. „Wenn man den regionalen Klimamodellen Glauben schenkt, dann können zur Mitte des Jahrhunderts auch Temperaturen bis zu 46 Grad kommen.“ Ballungszentren seien besonders betroffen. „In den Städten, insbesondere in denen mit dichter Bebauung, wenig Grün und wenig Frischluftschneisen, gibt es den sogenannten Wärmeinseleffekt. Dort müssen sie damit rechnen, dass es noch einmal bis zu vier Grad wärmer sein kann im Tagesmaximum als im Umland“, sagt Jacob. Hier der Bericht aus dem Tagesspiegel.


"Enteignet die Kleingärtner, um Wohnungen zu bauen!"

„Bebaut alle Kleingärten! Heute hat sich diese Form von Kleinsteigentum erledigt. Der Schrebergarten ist verstaubte Bundesrepu­blik, ist Spießertum und Egoismus. Ist Abschottung gegen Fremde, Angst vor Veränderung und überhaupt auch oft rechts, bedenkt man die zahlreichen verwitterten Deutschlandflaggen, die über fast jeder Gartenkolonie wehen. Wer Natur und Erholung in der Stadt will, soll in den Park gehen.“ Nein, das ist keine Satire, der Schreiber der taz scheint seine Zeilen ernst zu meinen. Hier sein Text. Lesenswert sind die Kommentare dazu.


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Cornelsenwiese: "Drohkulisse wie bei der Kleingartenkolonie Oeynhausen"

Die Linksfraktion der Linken in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf scheint sich zum Grünerhalt im Bezirk durchgerungen zu haben. Nickten sie erst noch die Vernichtung des Olivaer Platzes mit ab und enthielten sie sich bei einer Abstimmung zur Rettung der Schmargendorfer Cornelsenwiese noch teilweise, scheinen sie jetzt ihre Linie gefunden zu haben. Behauptet jedenfalls ihr Fraktionschef Niklas Schenker im Interview mit der Berliner Woche.


Gibt´s noch genug Wasser für Berlins Kleingärten?

Trockenheit, leere Wassertonnen. Und der Wasserdruck sinkt oft, wenn alle Kleingärtner gleichzeitig sprengen. Auch in Berlin gibt´s zeitweilig schon Probleme mit ausreichend Nass. Hier ein Beitrag von inforadio.


Haben wir in Berlin bereits zu viele Bienenvölker?

Das Imkern in der Stadt erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit in Berlin, besonders in Pankow: Auf einen Quadratkilometer kommen hier nach Zahlen der Senatsverwaltung für Umwelt  23 Bienenvölker. Laut diesen Angaben, für die allerdings Daten aus Reinickendorf und Tempelhof-Schöneberg noch fehlten, ist Pankow damit Berlins absoluter Spitzenreiter. Bienenstöcke mitten in der Stadt, auf dem Balkon oder dem Hausdach – alles kein Problem? Nicht ganz, sagt Wolfgang Baum. Er ist Vorstand des Pankower Imkervereins und der Mann, den die Menschen rufen, wenn mal wieder ungewollt ein Bienenschwarm im Bezirk unterwegs ist. Hier der Bericht der Prenzlauer Berg-Nachrichten.


Warum jetzt so viele Hummeln sterben

Unter Linden fanden sich zur Blütezeit viele tote Hummeln, ein regelrechtes Massensterben. Forscher standen lange vor einem Rätsel. Nun scheint fest zu stehen, warum die Insekten nicht überleben. Der Grund ist Nahrungsmangel im Hochsommer. Hier der Bericht des Tagesspiegel.


Was der Landesverband Berlin der Gartenfreunde zum Entwurf der Charta für das Berliner Stadtgrün zu sagen hat

Die Charta Stadtgrün soll zu einer Selbstverpflichtung des Landes Berlin für den Umgang mit dem Stadtgrün werden. Nach der Bürgerbeteiligung soll die Charta final vom Senat, dem Rat der Bürgermeister und dem Abgeordnetenhaus beschlossen werden. Deshalb ist es wichtig, uns in die Diskussion einzubringen. Für den Landesverband bedeutet das, Widersprüche zum Kleingartenentwicklungsplan kritisch zu hinterfragen und Forderungen, wenn nötig, deutlich zu wiederholen. Sich einbringen heißt aber auch, dass jeder Gartenverein und alle Kleingärtner aktiv ihre Kleingartenanlagen so gestalten, dass in Zukunft mehr Mitmenschen in Naturerlebnis- und Nutzungsmöglichkeiten eingebunden werden. Hier der Beitrag des Präsidenten Michael Matthei.


Dürfen in Kleingärten keine Wildwiesen wachsen?

Darf ein Kleingarten wirklich kein Biotop sein? Darf ein umweltgerechter Kleingärtner tatsächlich keine Wildwiese anlegen, die als Weide für Bienen- und Insekten dient? Ist das wirklich noch zeitgemäß? Hier der Bericht aus MOZ.de.