Hallo, Herr Schruoffeneger, was wird denn aus den Kleingärten von Oeynhausen und Friedrichshall?

Zur BVV vom 13. November stellte Susanne „Suse“ Raabe-Feimer Einwohnerfragen, die Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne, Foto) wie folgt beantwortete:

1.     Wann wurde/wird das B-Plan-Verfahren für das Gelände „Oeynhausen-Nordost“ zur Festsetzung als Dauerkleingartenfläche eingeleitet?

Schruoffeneger: Dies erfolgt,  so wie es im städtebaulichen Vertrag vorgesehen ist, nach Bestandskraft der Baugenehmigung für das Wohnbauvorhaben. Hier fehlt noch der Block A. Aber für den Fall, dass da keine Widersprüche kommen, können wir demnächst damit beginnen.

2.     Was geschieht mit „Oeynhausen-Süd“ und „Friedrichshall“? Fallen diese Kolonien unter die Absichtserklärung des Senats, alle Kolonien auf landeseigenen Flächen bis 2030 zu sichern?

 

Schruoffeneger: Beide Kolonien sind im aktuellen Arbeitspapier des Flächennutzungsplanes Berlin als Grünflächen mit der Zweckbestimmung Dauerkleingarten dargestellt. Dementsprechend sind die Kleingartenanlagen im Kleingartenentwicklungsplan der Sicherungsstufe IVb „fiktive Kleingartenanlagen“ zugeordnet. Der Kleingartenentwicklungsplan befindet sich derzeit in Überarbeitung. Der Entwurf soll den Bezirken zur verwaltungsinternen Stellungnahme im Dezember 2018 zugesandt werden, liegt derzeit allerdings noch nicht vor.


So wird Charlottenburg-Wilmersdorf entgrünt

Von wegen Klimawandel, Heißsommer oder Luftschadstoffe: Im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wird immer mehr abgeholzt und versiegelt – und die Ex-Naturschützer-Partei Grüne/B90  hilft an verantwortlicher Stelle kräftig mit. Daten aus dem Statistischem Jahrbuch und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zeigen: Es gibt immer weniger wohnungsnahes Grün, weniger Kleingärten, weniger Straßenbäume, weniger Grünanlagen, weniger Wald…

Wohnungsnahes Grün: Von 2012 bis 2016 sank die Zahl „versorgter Einwohner“ um 128.245, der Anteil nicht versorgter Einwohner stieg auf 38 % - nur Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg sind mit 39 % noch schlechter dran.

Straßenbäume: Ihre Zahl verringerte sich zwischen 2006 und 2017 um 868 Bäume – und das sind nur die Straßenbäume.

Kleingärten: In den Jahren 2007 bis 2017 wurden 23,7 Hektar platt gemacht – 6 Anlagen mit 759 Parzellen.

Grünanlagen: Zwischen 2007 und 2015 verlor der Bezirk zusätzlich 6 Hektar Grünanlagen. 

Wald: Von 2007 bis 2017 verzeichneten die Statistiker ein Minus von 2 Hektar.


Wird die Cornelsenwiese doch bebaut?

Der Investor Becker & Kries hat neue Pläne vorgelegt, nach denen die Cornelsenwiese in Schmargendorf doch bebaut werden soll. Es stehe eine politische Grundsatzentscheidung an, so Baustadtrat Schruoffeneger. Der Bauausschuss will dazu bis Anfang 2019 ein Meinungsbild erstellen. Spannende Frage: Wie ernst ist der BVV ihr grünes Versprechen? Hier der Bericht der MoPo.


Das Berliner Laubensterben in Zahlen

In den Jahren 2007 bis 2017 wurden in Berlin 57 Kleingarten-Anlagen mit 3803 Parzellen auf 159 Hektar platt gemacht. So die Angaben aus dem brandaktuellen Statistischem Jahrbuch 2018.
In Charlottenburg-Wilmersdorf wurden im gleichen Zeitraum 6 Anlagen mit 759 Parzellen auf 23,7 Hektar zerstört.


0 Kommentare

Mit Spaghetti-Hochbeet zur Goldmedaille

So holten die 260 Kleingärtner der Marzahner Anlage "Am Kienberg" ihre Goldmedaille: mit Obstlehrpfad in 125 Sorten, großem Insektenhotel aus Holz, Lehm und Ziegeln sowie einem öffentlichen Hochbeet für alles, was man so für Spaghetti und Tomatensoße braucht. Hier der Bericht der MoPo.


Bebauungspläne fürs Reemtsma-Gelände

In der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung gibt es TOP 6: Vorstellung des Bauvorhabens auf dem Reemtsma-Gelände (10 Minuten Vorstellung durch den Investor, 20 Minuten Fragen und Diskussion).

Mi. 19. 12. 2018, 17:30 Uhr, Rathaus Charlottenburg, Bürgersaal.

                                                                                                                       Foto: Google Earth

 

 

   

Was weißt Du über unsere Wintervögel?

Sind Blaumeisen die einzigen blau-gelben Gartenvögel? Singen Rotkehlchen auch im Winter? Warum eigentlich heißt der Gimpel auch Dompfaff? Hier geht´s zu einem NABU-Quiz über unsere Wintervögel.


Die Bezirks-Sozis und lästige Einwohnerfragen

Weiß eigentlich jeder hier demokratisch Gewählte, was repräsentative Demokratie ist? Eineinhalb Jahre, nachdem die BVV Charlottenburg-Wilmersdorf das Instrument der Einwohnerfragen zusammen gestrichen hatte, steht jetzt am 13. Dezember im Rathaus eine halbe Rolle rückwärts auf der Tagesordnung (TOP 7.2) . Dazu ein Beitrag des "Kiezer Weblog vom Klausenerplatz". Vielleicht werden diese Einwohnerfragen demnächst ja auch endlich inhaltlich beantwortet - was wir beispielsweise beim Fragenkomplex zu den Kleingartenkolonien "Oeynhausen" und "Friedrichshall" (TOP 1.2) gleich hören werden...


Ein Dauergartenvertrag für Berlin?

Spekulation, Wachstum und Bauwut bedrohen nicht erst seit gestern das Berliner Grün. Um die interkulturellen, urbanen und Kleingärten unserer Stadt zu erhalten und zu sichern, brauchen wir einen Dauergartenvertrag – analog zum Dauerwaldvertrag. Hier der Beitrag vom Netzwerk Grüne Liga.


BVV-Einwohnerfrage zu Oeynhausen

Diese Einwohnerfrage wird  in der nächsten BVV im Rathaus Charlottenburg am 13. Dezember um 17:00 Uhr gestellt - und hoffentlich richtig beantwortet.

Zu später Stunde gibt´s dann übrigens noch Anträge, auf Laubbläser mit Verbrennungsmotoren in Grünanlagen und auf öffentlichem Straßenland zu verzichten (TOP 10.22 und 10.28).


So überwintern Erdkröte, Teichmolch oder Ringelnatter in unserem Garten

Unsere Gärten und Kleingärten können Amphibien und Reptilien beim Überwintern helfen. Diese wechselwarmen Tiere verbringen aber die kalten Wintermonate höchst unterschiedlich. Welche Tricks Erdkröte, Grasfrosch, Teichmolch, Zauneidechse oder Ringelnatter zum Überleben nutzen, zeigt hier der Bericht des NABU.


Gericht: Berliner Hobby-Imker muss alle Bienenvölker wegen Seuche töten

Weil ein Teil seiner Bienen von einer Seuche betroffen ist, muss ein Berliner Hobby-Imker laut einem Beschluss des Verwaltungsgerichts alle seine Völker töten. Der Mann habe einer entsprechenden Anordnung des Amtstierarztes Folge zu leisten, teilte das Gericht am Mittwoch zu einer Eilentscheidung mit. Bei zwei von insgesamt zehn Völkern des Hobby-Imkers war im November die Amerikanische Faulbrut festgestellt worden. Hier der Bericht aus der MoPo.


Die „Stunde der Wintervögel“ 2019

Vom 4. bis 9. Januar 2019 findet zum neunten Mal die bundesweite NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ statt. Berliner Naturfreunde und -freundinnen sind aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel im Garten oder im Park zu zählen.

 

Im Mittelpunkt der Stunde der Wintervögel stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Sperlinge. Aber wo genau kommen sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden? Hat das aktuelle Wetter Wintergäste angelockt oder sie nach Süden weiterziehen lassen? Je genauer der NABU über solche Fragen Bescheid weiß, desto besser kann er sich für den Schutz der Vögel einsetzen. Hier der ganze NABU-Aufruf.


Marzahner Kleingärtner gewinnen Goldmedaille

Die Marzahner Kolonie "Am Kienberg" e.V. ist im bundesweiten Wettbewerb "Gärten im Städtebau" mit einer Goldmedaille für ihr ökologisches Engagement geehrt worden. Hervorgehoben wurde insbesondere der Lehrpfad des Vereins, auf dem 406 Obst- und Wildgehölze erläutert werden. Im vergangenen Jahr war die Kleingartenkolonie auch Teil der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Marzahn. Hier der Bericht von rbb 24, ein Beitrag der Berliner Morgenpost und ein Bericht aus Lichtenbergmarzahnplus.de


Können wir das globale Insektensterben noch stoppen?

Im ländlichen Raum werden  Brachen, Feldraine und Hecken zerstört, über die Arten von einem Rückzugsort zum nächsten wandern konnten. Isolierte Bestände aber sterben leichter aus. Manche bäuerlichen Lebensräume stehen heute sogar selbst auf der Roten Liste wie Streuobstwiesen, die im Umfeld der Dörfer zu Bauland oder einfach so aufgegeben werden – dabei gelten sie als eines der artenreichsten Ökosysteme Mitteleuropas.

Auch in Städten werden Brachflächen bebaut, Grünflächen und Gärten mit Pestiziden, Laubbläsern und Mährobotern nahezu klinisch rein gehalten, wenn sie nicht gleich einfach zur "praktischen" Kiesfläche  umgewandelt werden. Dazu kommt die allgegenwärtige Lichtverschmutzung, die den Nachthimmel regelrecht leersaugt und Nachtfalter wie andere Insekten jede Nacht millionenfach tötet. Hier der Bericht aus Spektrum.de


Was unsere Gartenvögel im Winter futtern wollen

Welche unserer Gartenvögel bevorzugen welche Leckerbissen an der winterlichen Snackbar? Und was eignet sich überhaupt als Vogelfutter? Hier eine interaktive Grafik vom NABU.


InitiativenGipfel Charlottenburg-Wilmersdorf

Das Bürgerbegehren zum Erhalt der Grünflächen in Charlottenburg-Wilmersdorf hatte 2016 dank des Zusammenwirkens mehrerer Bürgerinitiativen und der bezirklichen Kleingartenverbände nach einigen Wochen die erforderlichen Unterschriften sammeln können. Nach diesem Erfolg lag es nahe, weiter in Kontakt zu bleiben und gemeinsame Anliegen zu identifizieren und zu verfolgen. Etliche Initiativen haben sich zum InitiativenGipfel Charlottenburg-Wilmersdorf zusammengetan, darunter auch unsere Bürgerinitiative. Hier ein Bericht des Weblog vom Klausenerplatz.


WESTKREUZ: ABVERKAUF VON STADTNATUR

Inmitten der Umsetzung eines Grün-Konzepts für das Westkreuz-Areal per Bebauungsplan 4-66 platzte der Verkauf großer Teile der 17 Hektar durch die Bahn-Tochter DB Netz AG. Obwohl zunächst ein Erwerb durch die öffentliche Hand zum moderaten Preis angestrebt wurde, ließ man hier nun doch  kurzerhand einer Immobilienfirma den Vortritt. Gegen den erklärten Willen von Bezirk und Senat! Hier der Bericht von "Umweltzone Berlin" 


Die Rostrote Mauerbiene ist Insekt des Jahres 2019

Aufgrund ihres Nistverhaltens ist die Rostrote Mauerbiene häufig in der Nähe menschlicher Behausungen zu finden. Die 8 bis 14 Millimeter großen Insekten nutzen vorhandene Hohlräume in Trockenmauern, Löss- und Lehmwänden, aber auch in Totholz, lockerem Gestein und zahlreichen anderen Strukturen, um darin ihre einzelnen gemörtelten Brutnester anzulegen. Nester dieser Biene wurden schon in Türschlössern, in der Plastikhülle eines Rolladenstoppers und sogar in einer Holzflöte gefunden. Gerne nimmt die Rostrote Mauerbiene künstliche Nistgelegenheiten aus Holz, Bambus oder Schilf an. Hier der Bericht vom NABU. Übrigens: Die Gehörnte Mauerbiene und die Blauschwarze Holzbiene wurden in den Schmargendorfer Kleingartenkolonien Friedrichshall und Oeynhausen schon beobachtet. Hast Du hier noch mehr Wildbienen entdeckt?


0 Kommentare

BVV scheut Kameras und viele Bürgerfragen

Aus Sitzungen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Rathaus Charlottenburg wird es vorerst weder einen Video-Livestream noch eine Audio-Übertragung geben. Das zeigte sich am Donnerstag im Geschäftsordnungs-ausschuss, wo BVV-Vorsteherin Annegret Hansen (SPD) mit zu hohen Kosten argumentierte. Außerdem soll es Bezirksverordnete geben, die nicht vor einer Kamera stehen wollen. 

Auch über das Fragerecht der Bürger in der BVV wurde jetzt erneut diskutiert. Nach einem neuen "Kompromiss" dürfen Einwohner demnächst schriftlich doch wieder bis zu drei Fragen einreichen. (Auszüge aus Tagesspiegel Leute)

51 Wildbienen-Arten mitten in der Stadt

Auf der Wildblumenwiese mitten im brandenburgischen Schwedt konnten 51 Bienenarten nachgewiesen werden, von denen 14 auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten in Brandenburg und 20 auf der Roten Liste von Deutschland stehen. Jeder kann aktiv solche Artenvielfalt unterstützen. Das kann die Wildblumenecke im Kleingarten sein oder eine Wiese, auf der das Gras und die Blumen länger stehen bleiben und blühen können.  Hier der Bericht aus MOZ.de


Mehr Laissez-faire im Garten – gerade im Herbst

Abgeblühte Stauden, Sonnenblumen und andere Samen tragende Pflanzen bitte bis zum Frühjahr stehen lassen, weil sie Nahrung für Vögel bieten und Wildbienen in den Stängeln überwintern. Fallobst solle man als Futterspende liegen, Beeren und andere Wildfrüchte hängen lassen. Laub- und Reisighaufen bieten gute Überwinterungsplätze für Gartentiere. Weniger aufräumen hilft Igeln, Siebenschläfern, Fledermäusen und Insekten, gut über den Winter zu kommen.

Und das Umweltbundesamt warnt vor dem Einsatz von Laubsaugern. Solche Geräte können nicht nur zwischen 90 und 120 Dezibel laut werden und damit in der Liga von Kettensägen und Presslufthämmern spielen. Vor allem Geräte mit Häckselfunktion sind zudem eine tödliche Gefahr für Insekten, Frösche, Spinnen oder Regenwürmer. Hier der ganze Bericht aus Spektrum.de


Grüne beschließen einstimmig: Berlins Stadtgrün muss noch wachsen!

"Grün statt grau!" Keine Grünflächen dem Wohnungsbau opfern! Auch Kleingärten sind ein Tabu! Eine lebenswerte Stadt! Noch mehr Stadtgrün!

So der einstimmige Beschluss auf der Berliner Landesdelegiertenkonferenz der Grünen. Etwas Ähnliches hatten sie schon öfter versprochen -  und dann nicht gehalten. Meinen sie es jetzt etwa ernst? Hier der Bericht der Abendschau.


Feuerteufel zündeln wieder in Schöneberger Lauben

Mit der Kälte kommen die Einbrecher und Brandstifter. Meterhohe Flammen steigen über dem Schöneberger Kleingartenverein „Lindenhain“ auf. Zwei Lauben brennen in voller Ausdehnung. Es ist bereits das dritte Feuer in zwei Wochen. Lauben-Besitzer fürchten jetzt eine Brand- und Einbruchserie wie im vergangenen Spätherbst. Hier der Bericht aus dem Kurier und aus der BZ.


Wie sicher sind die landeseigenen Kleingärten in Charlottenburg-Wilmersdorf? Ein Antrag von Gabriele Gutzmann zur Senioren-Bezirksversammlung

Dr. Gabriele Gutzmann   (Kolonie Am Stadtpark I)  

 Antrag zur 10. Seniorenbezirksversammlung Cha-Wi am 26.11.2018

 Dauerhafte Sicherung der landeseigenen Kleingartenflächen im neuen Kleingartenentwicklungsplan  

Das Bezirksamt wird gebeten, sich gegenüber Senat und Abgeordnetenhaus dafür einzusetzen, dass die landeseigenen Kleingartenflächen im Bezirk im neuen Kleingartenentwicklungsplan eine Einstufung bei 1 „(dauerhaft gesicherte Kleingärten“) oder bei 2 („dauerhaft zu erhaltende Kleingärten mit Handlungsbedarf“) erhalten.    Begründung:   Viele Kleingärtner*innen, viele Bewerber*innen um einen Kleingarten und auch viele Besucher*innen der öffentlich zugänglichen Kleingartenanlagen befinden sich im Seniorenalter und haben ein großes Interesse an deren Erhalt.

 Der Beschluss der BVV vom  14.7.2016 beinhaltet die Zustimmung zum Bürgerbegehren, in dem das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf aufgefordert wird, „die Grünflächen im Bezirk, einschließlich der Kleingärten, dauerhaft zu sichern und bestehende andere Planungen unverzüglich aufzuheben“. Sie sind „sind von jeglicher Bebauung auszunehmen und für kommende Generationen dauerhaft zu bewahren“ (Drucksache - 1699/4).

 Derzeit liegt ein Vorschlag für einen Entwurf des Kleingartenentwicklungsplans dem Senat zur Entscheidung vor, der dem Bürgerbegehren nicht entspricht. Dieser Vorentwurf sieht vor, dass einige landeseigene Kleingartenanlagen bei 3 („längerfristige Nutzungsperspektive“) und 4 („bauliche Entwicklung“) eingeordnet werden und damit kürzer oder längerfristig einer Umnutzung zugeführt werden sollen. 

 

 Dies betrifft vor allem zahlreiche Anlagen im dicht besiedelten Teilbezirk Wilmersdorf, insbesondere rund um den übernutzten Volkspark. Diese ermöglichen wohnungsnahes Gärtnern und Erholung, sind äußerst beliebt, wie auch lange Bewerbungslisten zeigen, sie sind öffentlich zugänglich, machen auch weitere Angebote für die Öffentlichkeit und sind Orte der Artenvielfalt, an der sich viele Menschen erfreuen.  Der Verlust dieser Kleingartenanlagen würde eine bedeutsame Verschlechterung der Lebensqualität der Menschen, die in der Umgebung wohnen, bedeuten, darunter viele ältere Menschen. In deren Interesse sollte die Versorgung mit wohnungsnahen Grünflächen, die Klima- und Luftqualität sowie die Artenvielfalt nicht verschlechtert werden.


In Schmargendorf sind nicht nur Grünräuber unterwegs

Die Polizei nahm am Donnerstagmorgen einen 20-Jährigen in Schmargendorf fest, der versucht haben soll, zwei Passanten auf offener Straße auszurauben. 

Er soll gegen 6.50 Uhr in der Friedrichshaller Straße zunächst einen 29-Jährigen mit einer Schusswaffe sowie Reizgas bedroht und Geld gefordert haben. Dem Mann gelang die Flucht auf die andere Straßenseite. Wenig später versuchte der 20-Jährige noch, eine Frau in der Cunostraße auszurauben, allerdings ebenfalls ohne Erfolg.

Zwischenzeitlich alarmierte Polizeibeamte konnten den Tatverdächtigen am Berkaer Platz stellen. Er war noch maskiert, hatte auch die Pistole noch in der Hand, die sich aber als Schreckschusswaffe entpuppte. Hier die Meldung von rbb24.


Der Schmetterling des Jahres 2019

Der Schachbrettfalter wurde von der BUND NRW Naturschutzstiftung und der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen zum Schmetterling des Jahres 2019 gekürt. Zum Überleben braucht das auffallend gemusterte Schachbrett (Spannweite 40 - 50 Millimeter) blütenreiche Wiesen auf nährstoffarmen Standorten, die nicht vor Ende Juli gemäht werden. Hier der NABU-Bericht.


Warum immer Streit um Groth-Projekte?

Noch mehr Eigenheime oder sogar eine Hochhaussiedlung? Eigentlich schien für das Großprojekt der Groth Gruppe in Lichterfelde Süd alles eingetütet. Jetzt soll aber Bausenatorin Lompscher die Angelegenheit noch einmal aufmachen und an sich ziehen zu wollen. Hier der Bericht der MoPo.


Die mietenpolitische Katastrophe in der City West

In den Jahren 2014 bis 2016 wurden in Charlottenburg-Wilmersdorf 1884 Wohnungen fertig gestellt - ganze 388 davon sind Mietwohnungen, der große Rest hochpreisige Eigentumswohnungen. Nur ein Beispiel der verfehlten "Politik". Und dann beklagt sich Baustadtrat Schruoffeneger (Grüne), dass auch Bürger mit mittlerem Einkommen vertrieben werden. Hier der Bericht des Tagesspiegel.


Neuer BI-Vorstand

Auf der Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative "Schmargendorf braucht Oeynhausen" wurde am 19. November 2018 ein neuer Vorstand gewählt:

 

Sprecherin ist (wieder) Suse Raabe-Feimer.

Stellvertretender Sprecher ist Chris Ehlers.

Schatzmeisterin ist (wieder) Heidi Bartel.

 

4 Beisitzer sind Christel Geier (wieder), Helga Kosak (wieder), Rosa Haupt und Wolfgang Mahnke. 


Investorenfilz und fehlender Wille

Vorwürfe des BVV-Linken Niklas Schenker: Die Verbindung von Investoren und Bezirksamtsverwaltung ist in keinem Bezirk so eng wie in Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Bezirksamt "kungelt" mit der Deutsche Wohnen, peitscht deren Abriss-Projekte durch. Und Baustadtrat Schruoffeneger hat mehr Verständnis für Investoren als für Mieter. Hier der ganze Beitrag aus dem ND.


Können Vögel eigentlich niesen?

Die Antwort findet Ihr hier in einem Beitrag von shz.de.


Gute Signale aus der Gesprächsrunde zum Kleingartenentwicklungsplan mit den AGH-Fraktionen von SPD, Linken und Grünen?


0 Kommentare

Wir brauchen Natur in unseren Städten

"Wir brauchen die Natur in unseren Städten. Denn die Folgekosten einer fehlenden Natur in den Städten werden weitaus höher sein als die Baukosten. Denken wir nur an den Klimawandel", sagt Landschaftsarchitekt Andreas Kipar. Und meint: "Wir brauchen Schattenflächen, grüne Lungen und Regengärten, in denen Wasser von starken Regenfällen abfließt und die uns vor Überflutungen bewahren. Wir brauchen  viel mehr Bäume in möglichst verschiedenen Arten." Hier der Bericht aus dem Handelsblatt.


Mein grünes Berlin

Wir sind Berliner und Kleingärtner. Alle können wir noch bis zum 23. November bei der „Charta für das Berliner Stadtgrün“ mitreden und mitmachen. Eure Meinung ist wichtig.  Sagt, dass Euer Lieblingsstadtgrün vor allem Euer Garten ist. Bei der Initiative gibt es eine Umfrage und darüber hinaus ein Meinungsportal für eigene Worte, eigene Wünsche und Erfahrungen. Auch der Landesverband Berlin der Gartenfreunde ruft jetzt dazu auf, sich an der Aktion #MEINGRUENESBERLIN zu beteiligen. Hier der Aufruf.


Wann wird "Oeynhausen" Dauerkleingartenfläche?

Dieses Schreiben schickte der Bezirksverband der Kleingärtner Wilmersdorf an Stadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne). Bis zur Stunde liegt nach über 4 Wochen noch keine Antwort vor. 


Die Insekten verschwinden - aber welche?

Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 33 000 verschiedene Insektenspezies, darunter rund 10.000 Fliegen und Mücken, 9000 Hautflügler (wie Bienen und Wespen), etwa 8000 Käfer-Arten. Welche von ihnen leiden besonders unter dem Sterben? Anscheinend ist das gesamte Spektrum betroffen. Hier der Bericht aus der SZ.

 


Kleingartenentwicklungsplan: Am Runden Tisch mit Koalitionspolitikern und Senatsverwaltung

"Konsens am Runden Tisch, dass Schrebergärten ein grünes Privileg der Stadt mit großer ökologischer, klimatischer und sozialer Bedeutung seien. 83 Prozent der Kleingärten Berlins sind sicher, denn sie sind im Flächennutzungsplan (FNP) und in den Bebauungsplänen (B-Pläne) als Dauerkleingärten bzw. als Grünfläche ausgewiesen. „83 Prozent sind rund 60.000 Parzellen. Vor ein paar Jahren sprach man noch von 84 Prozent. Das ist eine Reduzierung, die scheibchenweise eingeschlichen wird“, hielt Viola Kleinau, Vizepräsidentin des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde e.V., Staatssekretär Tidow entgegen. Die restlichen 17 Prozent sind im FNP für eine andere Nutzung vorgesehen. Um welche baulichen Maßnahmen es sich handeln wird, ist in den meisten Fällen noch nicht festgelegt."  Hier der ganze Beitrag 


Neue Hoffnung für Berlins Kleingärten

Dass auch Bezirke Kleingartenanlagen sichern können, macht momentan Lichtenberg vor. Seit Dezember 2017 fasste der Bezirk bereits 19 sogenannte Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungsplanverfahren, die das Gebiet von 24 Kleingartenanlagen umfassen. Darin werden die Kleingärten als »Grünfläche« und nicht mehr als »Wohnbaupotenzialfläche« ausgewiesen. Die Berliner Umweltverwaltung unterstützt dieses Vorgehen. Man begrüße dies ausdrücklich, heißt es. Wird Zeit, dass auch Charlottenburg-Wilmersdorf tätig wird und "Oeynhausen" endlich mit B-Plan sichert - wie zugesagt.  Hier der Bericht im ND.


Berlins Wassermangel wird immer dramatischer

Was als verlängerter Spätsommer daherkommt, entwickelt sich zunehmend zur Katastrophe. Sieben Wochen vor Jahresende ist in Berlin und Umland bisher nur halb so viel Regen gefallen wie in einem durchschnittlichen Jahr zu erwarten wäre: 300 statt 600 Liter pro Quadratmeter. Dazu der Dauersommer, der mit einem fast sechs Grad zu warmen April begann und in den bisher fünf Grad zu milden November mündet. Und an der  dramatischen Trockenheit wird sich zunächst nichts ändern. "Nächstes Jahr werden die Leute merken, was ihnen in den Gärten alles kaputtgeht, weil es nicht so tiefe Wurzeln hat.“ Hier der Beitrag aus dem Tagesspiegel.

 

Arne Piepgras lässt nicht locker

Er hält Berlins Kleingärten für Bauflächen, Arne Piepgras, der forderte, möglichst viele davon mit Wohnungen zu bebauen. Jetzt konkretisiert er seine Pläne: "Den Kleingärtnern sollte man für den Fall, dass es notwendig wird, dass der Garten zum Zwecke der Bebauung aufgegeben werden muss, die freie Wahl zwischen drei Alternativen lassen. Entweder erhält er eine angemessene Entschädigung in Geld oder zu einem symbolischen Kaufpreis eine Freizeitparzelle vor den Toren der Stadt. Als dritte Alternative – und die könnte für viele Kleingärtner ganz besonders interessant sein – eine Erdgeschosswohnung mit anliegendem Garten, der ausreichend Platz bietet für das Gemüsebeet, die Hollywoodschaukel und den Grill."

Häää? Parzelle im Tausch gegen Erdgeschosswohnung samt Garten? Hier sein ganzer Beitrag im Tagesspiegel.


1 Kommentare

Stadtgrün im Klimastress, kalter Entzug für Jungbäume

"Die seit einigen Jahren zu beobachtenden Klimaveränderungen besitzen eine völlig neue Dimension mit weitreichenden und bislang schwer abzuschätzenden Auswirkungen auf die Physiologie der Berliner Pflanzenwelt. Wenngleich die Folgen des Klimawandels in ihrem vollen Umfang noch nicht absehbar sind, so lassen sich schon jetzt Schädigungen auf die veränderten klimatischen Rahmenbedingungen zurückführen." So ein  Bericht auf "Umweltzone Berlin".

Postkartenaktion gegen die Grün vernichtende Umgestaltungswut von SPD, Grünen und Linken am Olivaer Platz

Stadtrat Schruoffenegger hat den Olivaer Platz in eine Wüste verwandeln lassen. Die Bürgerinitiative "Olivaer Platz" startete jetzt eine Postkartenaktion, um noch möglichst viel retten zu können. "Wir haben noch Hoffnung, diese gruselige Planung abzuwenden und doch noch eine bürgernahe Gestaltung zu erwirken – auch wir haben Träume, und zweifeln nach wie vor die Rechtmäßigkeit der Bauarbeiten ohne gültigen B-Plan an", so die BI. Und weiter: "Wir erheben weiterhin unsere Stimme gegen die Willkür der Rot-Rot-Grünen Bezirksregierung, die ohne Not unseren Platz zerstört haben, und uns im schönsten und heißesten Sommer dieses Jahrhunderts eine nicht zu betretende Wüste geschaffen haben."

mehr lesen 1 Kommentare

Tolle Nachricht: Senat verlängert die Schutzfrist für 6600 Kleingarten-Parzellen um 10 Jahre bis 2030

Die Pächter in 160 Berliner Laubenkolonien können aufatmen. Nach jahrelanger Debatte hat Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) einem Vorschlag von Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) zugestimmt, die Kleingartenanlagen auf landeseigenen Flächen bis mindestens 2030 zu sichern. Bisher galt die Bestandsgarantie nur bis 2020. Zu den gesicherten Anlagen mit zusammen 6600 Parzellen zählen auch solche, für die eine Bebauung diskutiert worden war, wie die Kolonien Bornholm I und II in Pankow, Hohenzollerndamm in Wilmersdorf und Kiefholzstraße in Treptow. Hier der Bericht und noch ein Kommentar in der Berliner MoPo. Auch der Tagesspiegel bringt einen Artikel über die Schutzfrist-Verlängerungen.


Investor rückt mit Gerichtsvollzieher und Polizeischutz Laubenpiepern auf die Gärten, lässt ein Tor aufbrechen

Der Flächennutzungsplan schließt hier Wohnbebauung aus, die Potsdamer Kleingärtner haben ihre Pacht auch immer bezahlt. Trotzdem drehte ein Investor den Laubenpiepern das Wasser ab, ein Zugangsweg wurde einfach blockiert. Jetzt wurde unter Polizeischutz von einem Gerichtsvollzieher ein Tor aufgebrochen, um eine Räumung einzuleiten. Hier der Bericht der Märkischen Allgemeine und ein Beitrag von rbb24.


0 Kommentare

Mehr Stadtgrün für Berlin! Auch auf den Dächern

»Wir können zukünftig nicht mehr nur alles zubetonieren, sondern wir müssen für mehr Flächen sorgen, wo Regenwasser versickern kann und das Mikroklima in der Stadt verbessern«, hat Umweltsenatorin Regine Günther erkannt. Sie sieht die Zukunft auch in Dachbegrünung. Bislang sind in Berlin rund vier Prozent aller Häuser begrünt, so ein Bericht im Neuen Deutschland.


So artenreich sind Lebensräume in Kleingärten

Oase Kleingarten: 211 Käferarten wie der Balkenschröter, 58 Schmetterlingsarten, 30 Wildbienenarten wie die Rosen-Blattschneiderbiene, 13 verschiedene Fledermäuse, 54  Vogelarten, unter ihnen auch der Grauschnäpper - so artenreich sind Kleingärten, wie eine Studie in Schleswig-Holstein zeigte. Hier der Bericht im "Gartenfreund".


Warum Berlin seine Kleingärten braucht

"Kleingärten sind lebenswichtige, integrative Teile von Städten. Die Kleingartenfläche pro Einwohner sollte in Berlin gleich bleiben, wenn die Stadt wächst, sollten auch die Kleingartenflächen wachsen. Damit würde der Kleingartenentwicklungsplan seinen Namen wirklich verdienen", sagt Klaus Mindrup (SPD. MdB). Hier der ganze Bericht im Tagesspiegel.


Sind Laubbläser wirklich so gefährlich?

Sie zerschreddern mit Tempo 200 Kleinlebewesen, wirbeln Feinstaub und Dreck auf, machen Lärm, verursachen Abgase, vernichten Arbeitsplätze: Jetzt dröhnen sie wieder, die Laubbläser mit Verbrennungsmotoren. In der Süddeutschen Zeitung berichtet Magnus Wessel (BUND), warum Laubbläser gefährlich sind. Hier der Bericht.


Wie überwintern eigentlich Hummeln und Bienen?

Stirbt bei Hummeln das Volk samt Königin - bis auf Jungköniginnen? Bis zu wie vielen Minusgraden können diese durch ein eigenes Frostschutzmittel überleben? Halten Honigbienen Winterschlaf? Und brauchen sie dafür Honig und Pollen? Wo überwintern Nachkommen der Wildbienen? Diese Fragen beantwortet ein Bericht der Deutschen Wildtier Stiftung.


Lieber Monokulturen als Kleingärten

Wer versteht noch, warum die Grünen vorneweg dafür stimmten, dass artenreiche Biotope wie z. B. über 150 Kleingärten der Kolonie Oeynhausen oder die Grünanlagen des Olivaer Platzes vernichtet wurden - sie sich aber jetzt für den Erhalt von Monokulturen stark machen ?? Grüne ?? Hier der Berichin der BZ. 


0 Kommentare

Was ein Baustadtrat der Grünen so zu sagen hat

Von 973 neuen Wohnungen sind ganze 6,68 Prozent preisgebunden. Und wie wird dazu Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne/Foto) zitiert? "Genau die Durchmischung, die man haben will!" 
Das sehen Berlins Wohnungssuchende vermutlich ganz anders...

Jetzt schreibt auch die "Berliner Woche" über das Richtfest im Maximilians Quartier: "So geht Nachhaltigkeit im urbanen Raum." Hier findest Du den Bericht mit solchen Zitaten.


0 Kommentare

Asphalt drüber

Um per Auto von der Forckenbeckstraße zur Baustelle von Block D des Maximilians Quartiers zu kommen, braucht man jetzt kein Allrad mehr: Wie hier bereits am 19. Oktober angekündigt, wurde die Zufahrtsstraße inzwischen ein erstes Mal asphaltiert. Sie ist die Verlängerung des Nelkenweges der Kolonie Oeynhausen.


Masterplan Stadtnatur

Hoffentlich noch nicht zu spät...   In deutschen Ballungsräumen soll in den kommenden Jahren die Zahl von Grünflächen, Stadtparks, urbanen Wäldern oder Sportstätten erhöht werden, insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will mit dem „Masterplan Stadtnatur“ Städte in Deutschland grüner, lebendiger und lebenswerter machen. "Bäume und Grünflächen machen unsere Städte  lebens- und liebenswert. Der heiße Sommer 2018 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Grün für unsere Städte ist", so die Ministerin. Hierzu ein Bericht in der WAZ.


"Süd 1" im Maximilians Quartier

Kanntet Ihr schon "Süd 1"? So nennt der Investor das südwestlichste Gebäude (71 Wohnungen) im Block D des "Maximilians Quartiers", das ja auf einer Teilfläche der Kleingartenkolonie Oeynhausen errichtet wird und gerade Richtfest hatte. Interessiert an Einzelheiten? So schön besingt Engel & Völkers in einer Anzeige das Schmargendorfer Projekt.


Kampf um Kleingärten

Beton vs Grün. In Berlin plant die Senatsverwaltung elf umfangreiche neue Stadtquartiere, für die mehrere Kleingartenkolonien weggebaggert werden sollen. Bundesweit ist ein Kampf um Kleingärten entbrannt, mit dem sich jetzt auch "Die Welt" befasst. Hier der Bericht.


Richtfest statt Kürbisse

Vor genau 3 Jahren wurden hier noch Äpfel, Quitten oder Kürbisse geerntet, jetzt wurde Beton gefeiert - mit Vaterunser und KaDeWe-Büfett: Richtfest für den Block D des "Maximilians Quartiers", das auf einer Teilfläche der Kleingarten-kolonie Oeynhausen in Berlin-Schmargendorf errichtet wird.

 

 

 

"Take a chance on ME!" Diesen ABBA-Song spielte ein Leierkastenmann heute. Ja, eine große Chance hatte Bauunternehmer Klaus Groth hier tatsächlich von der Politik eingeräumt bekommen. Für sein Projekt mussten über 150 Kleingärtner weichen, statt derer jetzt auf 4,6 Hektar grüner Lunge 973 Eigentums- und Mietwohnungen hochgezogen werden, ganze 65 davon Mietpreis gebunden. 

 

 

mehr lesen 2 Kommentare

Der Winter soll zu warm und zu trocken werden

Wenn in den Kleingärten in wenigen Wochen das Wasser abgestellt wird, könnte es für manches, was da wachsen soll, ganz schön eng werden: Der kommende Winter soll nicht nur zu warm sondern auch viel zu trocken werden. So ein Bericht in der Berliner Zeitung.


Hier geht´s zur Umfrage für die Charta Stadtgrün

Wie wichtig ist welches Stadtgrün? Wie nutzt Du selber Berlins Grünflächen? Braucht unsere Stadt mehr Parks und Kleingärten..? Auf mein.berlin.de läuft eine Befragung, an der sich jeder Stadtgrün-Fan bis zum 23. November beteiligen sollte. Und die aktuellen Umfrage-Ergebnisse lassen sich auch gleich einsehen. Hier geht es zum Mitmachen


Je 965,5 Kilo: So sehen die neuen Kürbis-Europameister aus

Die neuen Europameister im Kürbiszüchten kommen aus Italien und Belgien: Jan Biermans (li.) und Stefano Cutrupi brachten mit ihren Kolossen am Sonntag in Ludwigsburg beide exakt 965,5 Kilo auf die Waage, deshalb gibt es zwei neue Euromeister. Dritter wurde Beni Meier aus der Schweiz: Sein Kürbis wog 943 Kilo. So ein Bericht der Stuttgarter Zeitung.


Nicht nur viele schöne Worte um Berlins Stadtgrün - auch zum selber Mitdiskutieren

"Mit einer Charta für das Berliner Stadtgrün sollen Leitlinien, Strategien und Maßnahmen für eine grüne und nachhaltige Entwicklung Berlins entstehen. Diese Charta wird in den Jahren 2018 und 2019 in einem breit angelegten Dialog erarbeitet. Mit der Vorlage dieses Impulspapieres eröffnet die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Diskussion um die Inhalte. In der Zeit vom 12. Oktober bis 22. November 2018 haben alle Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen in den Prozess einzubringen.

Am Ende soll eine Selbstverpflichtung des Landes Berlin für den Umgang mit dem Stadtgrün stehen."


Einladung zur Jahreshauptversammlung

Liebe Mitglieder,

 

hiermit lade ich zur ordentlichen Mitgliederversammlung

 

der BI Schmargendorf braucht Oeynhausen e.V.

 

        am 19. 11. 2018 um 19 Uhr bei Fränky,

 

        Laubacher Str. 10, 14197 Berlin ein.

 

Vorschlag zur Tagesordnung:

 

1. Eröffnung/ Feststellung der Beschlussfähigkeit

 

2. Bericht des Vorstands

 

3. Aussprache

 

4. Entlastung des Vorstands

 

5. Bestimmung des Wahlleiter*s

 

6. Neuwahl des Vorstands

  - Wahl eines Sprecher*s

  - Wahl eines stellvertretenden Sprecher*s

  - Wahl eines Schatzmeister*s

  - Wahl von bis zu vier Beisitzer*n

  - Wahl von  zwei Kassenprüfer*n 

 

 7. Verschiedenes  

 

 

Beste Grüße,

 

 

Susanne Raabe-Feimer


Ampel für die Forckenbeckstraße?

Ja, ja, wenn statt gut 150 Kleingarten-Parzellen fast 1000 neue Wohnungen genehmigt und gebaut werden, könnte auch der Straßenverkehr zunehmen...

In der nächsten BVV am 18. Oktober stellt die CDU-Fraktion den Antrag: "Das Bezirksamt wird aufgefordert zu prüfen, ob eine Aufstellung einer Verkehrsampel (Lichtzeichenanlage) an der Kreuzung Cunostraße / Forckenbeckstraße erforderlich wäre, um ein sicheres Überqueren der Kreuzung zu gewährleisten. Hierbei soll auch perspektivisch der Einfluss des 2021 fertig werdenden Bauprojektes Maximilians Quartier miteinbezogen werden."

Immerhin gab es an dieser Kreuzung von 2015 bis 2017 bereits 21 Unfälle.

Vor zwei Monaten hatte das Bezirksamt allerdings noch ausgeführt (Antwort auf Anfrage 0255/5): "An diesem Kreuzungsbereich sind keine Straßenbaumaßnahmen von Seiten des Bezirksamtes oder des Bauherren geplant." Und als Begründung angeführt: "Die Annahme, dass der zusätzliche Verkehr durch die neue Wohnbebauung nur über diesen Kreuzungsbereich abgewickelt wird, ist sehr unwahrscheinlich."   Aha!


0 Kommentare

Warum Walnüsse oft schwarz sind

Habt Ihr auch ein Problem mit schwarzen Walnussschalen? Die Ursache sind Walnussschalenfliegen, die sich hierzulande immer weiter ausbreiten.

Die Fliegenweibchen legen ihre Eier in der grünen Fruchtschale der Walnüsse ab. Durch den Fraß der Larven in der Schale verfärbt sie sich schwarz, wird schleimig und löst sich nicht mehr von der eigentlichen Nuss. Bei feuchtem Wetter verschimmelt dann oft der Nusskern. Gegenmittel?  Erst nächstes Jahr sollen gezielte Bekämpfungsmöglichkeiten getestet werden, so ein Bericht von rbb/24.


Bunter Futtergast in Oeynhausen

Hat eine Weile gedauert, aber heute hat der Tagesspiegel diesen Schnappschuss endlich in seinen Online-Leserfotos mitgenommen.


Bitte nicht jeden kleinen Igel einsammeln!

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Igel-Jungen noch im Oktober schnüffelnd und schmatzend umher streifen. Igel können noch im Spätherbst Nachwuchs bekommen. Werden die Jungen von Tierfreunden eingesammelt, schadet es den Tieren meist mehr als es ihnen hilft - so ein Bericht des NABU Landesverband Berlin. Foto: Wolfgang Stürzbecher


Kann es wirklich un-aggressive Investoren geben?

Ein Immobilienentwickler gibt sich nicht als aggressiver Investor, sondern als Gartenfreund. Er will „einen Beitrag leisten für die soziale Stadt.“ Für jede gefährdete Kleingartenanlage eine individuelle Lösung – das ist das Motto seiner Firma. Er redet von "offenem, vertrauensvollem, fairem Umgang", von "einvernehmlichen Vereinbarungen", einer „behutsamen und sozialverträglichen Auflösung". So jedenfalls ein Bericht der Berliner Morgenpost.


So schön lebt´s sich bald an der Forckenbeckstraße

"An der Forckenbeckstraße, deren Namensgeber der frühere Berliner Oberbürgermeister Max von Forckenbeck (1821-1892) ist, entsteht seit 2017 auf einem 4,7 Hektar großen Grundstück das moderne und familienfreundliche Maximilians Quartier, das nach dem Vornamen des Bürgermeisters benannt ist. Vier renommierte Architekturbüros planen eine attraktive Mischung aus 973 Eigentums- und Mietwohnungen, von denen 65 mietpreisgebunden sein werden, und inmitten von viel Grün eine Kindertagesstätte mit 80 Plätzen" - so die Ankündigung in "EXKLUSIV Immobilien in Berlin".


Von kleinsten und größeren grünen Oasen

Berlin braucht mehr Grün. Und da trifft es sich gut, dass Gärtnern für viele eine Lust ist, die auch noch ansteckend ist. Wer infiziert ist, findet seine Scholle mit Glück nicht nur im Kleingarten, auch im Hinterhof, auf Terrasse, Baumscheibe oder Dach, im Vorgarten..., wie ein Bericht von rbb Gartenzeit zeigt.


Was bringt der Schutz von Ökosystemen eigentlich ökonomisch?

Der wirtschaftliche Wert der Produkte, die von Bestäubungsleistungen durch Insekten abhängen, wird in Deutschland auf jährlich 1,1 Milliarden Euro geschätzt. Das und mehr beweist die Studie "Naturkapital Deutschland", die untersuchte, wie teuer es ist, auf Naturerhalt zu verzichten.


Einmal volltanken, bitte!

Sonne und spätsommerliche Temperaturen - da holen sich Hummeln, Bienen & Co noch einmal ordentlich Kraft für schlechtere Zeiten, fliegen auch in der Schmargendorfer Kleingartenkolonie Oeynhausen Blüten an, um zu naschen. 

mehr lesen

Berlin braucht mehr Grünflächen!

Starkregen werden Berlin häufiger heimsuchen. Um die Folgen eher eingrenzen zu können, fordern Experten die sogenannte Schwammstadt. Gemeint ist ein Mehr von begrünten Dächern und Fassaden sowie vor allem von neuen Grünflächen - sie saugen das Wasser praktisch wie ein Schwamm auf. Hallo, Berlin! Mehr, nicht weniger Grünflächen! Hier ein Bericht von Spiegel Online.

 


Dein persönliches Lieblings-Grün

Ist es Deine Parzelle, der Tiergarten oder der Volkspark Wilmersdorf..?

Zeig uns Deinen grünen Lieblings-Ort in Berlin! Wo lässt es sich für Dich am besten im Grünen entspannen? Wo führen die schönsten Laufrunden durchs Grüne? Wo entkommst Du am ehesten dem Großstadttrubel? 

Schaff Aufmerksamkeit für Berlins Stadtgrün! Die kleinen und großen Paradiese haben es in dieser Metropole und bei diesem Druck, überall bauen zu wollen, dringend nötig!! 

Mach ein Foto, nimm hier an der Aktion teil! Infos auch bei twitter.

 

 


Ist Kleingartenbebauung Klassenkampf von oben?

Wenn schon Neubau - sollten dafür nicht lieber Shoppingmalls abgerissen werden als immer nur Kleingärten zu planieren? Auf einer Podiumsdiskussion über Berlins Kleingarten-Zukunft gab´s auch provokante Thesen, wie im Bericht der taz nachzulesen ist.


Jetzt können Bäume noch viel leichter gefällt werden...

Dieser Senat hat sich tatsächlich getraut und den Aktionsplan von Bausenatorin Lompscher in Kraft gesetzt. Und die sogenannten "Grünen", die Tage zuvor noch Alarm geschlagen hatten, haben sich jetzt dem Koalitions-Zwang gebeugt - so ein Bericht von rbb/24


Ein Trauerspiel, wie sich jetzt alle auf Berlins Laubenland stürzen, weil es hier am wenigsten Widerstand gibt

Ein Kommentar von Chefreporter Oliver Ohmann aus der heutigen BZ


Richtfest über ehemaligen Kleingärten

Der Asternweg in der Kleingartenkolonie Oeynhausen war nicht immer Sackgasse. Aber bei Frost und Schnee mussten zum 31. Januar 2016 über 150 Parzellen kurzfristig geräumt werden - und seit dem ist hier Schluss. Nun soll in 4 Wochen erstes Richtfest sein. In Schmargendorf entsteht hier das "Maximilians Quartier", dessen südlicher Block D im Rohbau dann fertig sein wird. Hier wird es nur Eigentumswohnungen geben, was Berlin halt so braucht... Insgesamt sind auf den 48.000 m² der früheren Kleingärten 973 Wohnungen geplant. Es wird also noch öfter Richtfest geben. Das Gesamtquartier soll 2021 fertig gestellt sein. 

mehr lesen

Und schon wieder will einer Berlins Kleingärten bebauen lassen. Er nennt das euphemistisch "neuordnen"

Diesmal ist es der Vorsitzende des Landesverbandes beim Bund Deutscher Architekten. Wovon Andreas Becher träumt, ist hier im Bericht des Tagesspiegel zu lesen.


Aus dem Abgeordnetenhaus nach Friedrichshall

Michael Efler, Abgeordneter der Linken für Charlottenburg-Wilmersdorf, besuchte per Rad die Bürgerinitiative "Schmargendorf braucht Oeynhausen", um sich über unsere Probleme und Wünsche zu informieren. In der Kleingartenkolonie Friedrichshall stellte Efler (rotes Hemd) viele Fragen über den erfolgreichen Bürgerentscheid von 2014 und die Weigerung der Politik, den Bürgerentscheid auch umzusetzen - trotz der 77,04 Prozent Ja-Stimmen für den Erhalt von 160 Oeynhausen-Parzellen. Efler will versuchen, uns beim Beschaffen von Informationen über den aktuellen Stand der Sicherung unserer Gärten behilflich zu sein. Der Abgeordnete verewigte seinen Besuch auch auf facebook.

 

 


Ringelnatter-Paradies Friedrichshall

Wie wichtig Kleingartenanlagen für Berlin sind, beweist auch, welchen riesigen Artenreichtum sie bieten, wie viele geschützte Tiere dort ihren Lebensraum finden. Wie zum Beispiel die Ringelnatter. In der Schmargendorfer Kleingartenkolonie Friedrichshall konnte Bernd L. im Feuchtbiotop seiner Parzelle gleich drei dieser ungiftigen Schlangen beobachten - und filmen. Danke!


Wohnungsbau hat jetzt in vielen Bereichen Vorrang vor dem Schutz von Grün. Und Ersatz für verlorenes Stadtgrün kann sogar auch im Berliner Umland entstehen

 

Und die "Grünen" nennen das jetzt plötzlich einen "guten Kompromiss" und einen "Erfolg auch für die eigenen Sache"!  Das berichtet jedenfalls die Berliner Morgenpost in einem Beitrag.

 


Schneller Wohnen: Die Bausenatorin über ihren neuen Aktionsplan, der vom Senat abgenickt wurde

Können jetzt in Berlin einfacher Bäume gefällt werden? Ein Interview mit Katrin Lompscher (Die Linke) auf Radio Eins


Zu Besuch am 12. September: Michael Efler (MdA)

Der Abgeordnete der Linken für Charlottenburg Wilmersdorf, Dr. Michael Efler, möchte sich mit der BI „Schmargendorf braucht Oeynhausen“ am Mittwoch, 12. 09. 2018, um 12:00 Uhr treffen. Bei seinen „Kieztagen“ sucht Michael Efler (Jahrgang 1970) „das Gespräch mit Vereinen, Verbänden und Initiativen“, diesmal also mit uns.

Er hat jahrelang für den Verein „Mehr Demokratie e.V.“ gearbeitet, war von 1993 bis 1999 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen, trat 2005 in Die Linke ein. Der Abgeordnete ist für seine Fraktion Sprecher für Demokratiepolitik, Tierschutz und Energiepolitik.

 

Für das Treffen am 12. 09. im Vereinsheim der Kleingartenkolonie Friedrichshall ist etwa 1 Stunde eingeplant, wir freuen uns über jede(n) Teilnehmer(in).


Neue Kleingärten über Berliner Autobahn?

Nach Hamburger Vorbild soll in Berlin geprüft werden, ob beispielsweise ein Teilstück der A100 mit Kleingärten überbaut werden kann - berichtet der Tagesspiegel in einem Beitrag.


Was denn nun: Beton oder Grün?

Das meint der NABU Berlin in einer Presseerklärung:

"Es mutet an wie ein Schildbürgerstreich: Erst vorgestern gab die Senatorin Günther den Startschuss für die Erarbeitung einer Charta für das Berliner Stadtgrün: Für die Sicherung von Lebensqualität und Lebensräumen für Mensch und Tier in der wachsenden Stadt, so hieß es. Heute, zwei Tage später, kündigt Senatorin Lompscher ein Handlungsprogramm für beschleunigtes Bauen an, welches den Naturschutz hauptsächlich als Bauhindernis sieht. Die Belange grüner Infrastruktur werden weitgehend ignoriert.

Fast reflexartig wird immer, wenn es um beschleunigtes Bauen geht, als Erstes der Naturschutz als Hemmnis ausgemacht. So soll nun die Baumschutzverordnung geändert und das Fällen von Bäumen bereits dann genehmigt werden, wenn ein Bauvorhaben nur planungsrechtlich zulässig ist. Auch das Fällen und radikale Zurückschneiden von Bäumen für den Dachetagenausbau und die Waldumwandlung auf Sukzessionsflächen sollen im Zuge des Handlungsprogramms erleichtern werden.

 

Statt gegen steigende Mieten vorzugehen, wird in dem Papier vorgeschlagen, jede noch so kleine Splitterfläche für den Wohnungsbau zu nutzen. Um mehr Bauflächen zu erschließen, sollen sogar Friedhofsflächen, ungenutzte Flächen der sozialen Infrastruktur wie Krankenhäuser, Schulen oder Universitäten bebaut werden können. Diese Flächen sind jedoch nicht „ungenutzt“ sie dienen der Erholung, dem Naturschutz und der sozialen Infrastruktur und werden in einer Großstadt wie Berlin dringend benötigt."


Charta Stadtgrün

Der Senat hat beschlossen, unter Mithilfe der Berliner eine Charta für das Berliner Stadtgrün zu erarbeiten. Und das berichtet heute die Berliner Morgenpost in einem Beitrag.


Tagesspiegel-Leserfoto aus dem Naturparadies "Oeynhausen"


nächste Termine

Mo. 20. 8. um 18:30 nächstes Initiativentreffen im Vereinsheim Friedrichshall


Ärger um Groth-Platz

Die Pläne der Groth-Gruppe für den Stadtplatz im zukünftigen Schmargendorfer Maximilians-Quartier stießen bei den Charlottenburg-Wilmersdorfer Bezirksverordneten auf wenig Gegenliebe, berichtet die Berliner Morgenpost in einem Beitrag.


Abendshow vom 03.05.2018

Link zur Abendshow vom 03.05.2018

Zu Gast:  Herr "Betongold" Piepgras , die Kolonievorsitzende der Kolonie Oeynhausen, Heidemarie Kaap, sowie Mitglieder der Bürgerinitiative.....


Grün - ein Muss in der Zukunftsstadt Berlin

Replik des Landesverbandes der Gartenfreunde Berlin auf einen Zwischenruf

In einem offenen Brief hat sich Arne Piepgras, Geschäftsführer der Gerichtstraße 65 GmbH, am 21. April 2018 an Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher gewandt. Darin schlägt er vor, sämtliche städtische Kleingartenanlagen abzuräumen, sie ins brandenburgische Umland zu verlagern und die freigewordenen Flächen für den Wohnungsbau zu nutzen.

 

Eine Idee, die im Detail und in der Argumentation so viel Unverstand enthält, dass man sich fragt, wie ernst sie gemeint sein kann. Angesichts der gewählten, bewusst auf große öffentliche Wirkung ausgelegten Form, scheint Herr Piepgras mehr an Aufmerksamkeit, als an Lösungen interessiert zu sein.

 

Betrachten wir die Fakten: Die Abräumung von Kleingartenflächen für Wohnungsbau und Infrastruktur findet seit Jahrzehnten statt; wie sich am Beispiel des Wilmersdorfer Kleingartenvereins Oeynhausen zeigt, auch gegen den Willen der Bürger. Die Berliner Kleingärtner haben sich dennoch in der Vergangenheit einer sinnvollen Stadtentwicklung nicht verweigert und werden dies auch in Zukunft nicht tun. Im Gegenteil, sie stehen mehr denn je zu Gesprächen bereit. Unsere Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag eine klare Aussage zum Umgang mit Kleingartenflächen getroffen. „Kleingärten werden dauerhaft gesichert. Wenn der Schutz nicht möglich ist, sind Ersatzflächen in räumlicher Nähe zu schaffen.“ Man mag damit als Investor nicht einverstanden sein, schließlich zeigt Herr Piepgras auf, welche monetären Verdienstmöglichkeiten innerstädtische Flächen bieten. Seine Beweggründe sind klar benannt: Da Berlin im Rahmen der aktuellen Wohnungspolitik selbst am Markt agiert, sieht er sich unliebsamer Konkurrenz gegenüber und benötigt Ausweichflächen.

 

Doch dies ist aus Sicht der Berliner Kleingärtner keine ausreichende Legitimation, den Koalitionsvertrag und das innerstädtische Grün der Gartenfreunde im Grundsatz in Frage zu stellen. Im Gegenteil, gerade angesichts dieser Betrachtungsweise ist die bereits beschlossene Erarbeitung eines neuen Kleingartenentwicklungsplans bis Ende 2018 umso wichtiger.

 

Es ist die Rede von einem „stolzen Überschuss“ in Höhe von 15 Milliarden Euro, wenn die städtischen Kleingartenflächen überbaut werden. Eine Behauptung, die in sich aber zusammenstürzt, wenn man sich im Detail damit beschäftigt. Weder sind alle Flächen als Bauland ausgewiesen, noch liegen alle Flächen so attraktiv, dass man die genannten Preise erzielen könnte. Der Widersinn wird noch deutlicher, wenn man den Vorschlag betrachtet, aus dem vermeintlichen Überschuss Flächen aufzuforsten und neue Grünanlagen anzulegen. Warum man öffentliche Grünanlagen – denn Kleingärten sind öffentliches Grün! – planiert, um mit den erzielten Gewinnen Grünanlagen zu schaffen, erschließt sich wohl nur einem Investor.

 

Und ein Investor wird sicherlich auch weiter denken. Schließlich sind Kleingärten nicht die einzigen zu entwickelnden innerstädtischen Areale. Folgt man der Argumentation, ließe sich allein mit der Bebauung des Tiergartens ein Erlös von 2,1 Milliarden erzielen. Tempelhofer Feld oder auch die Staatsforsten – immerhin teilweise mit herrlichem Uferanschluss – sind sicherlich weitere Möglichkeiten für satte Einnahmequellen.

 

Herr Piepgras schlägt in seinem offenen Brief eine Gerechtigkeitsdebatte vor. Die Einladung nehmen wir gern an und müssen dabei anfänglich doch wieder auf sein Ausgangsthema zurückkommen: das Geld.

 

Obwohl wir in Berlin in jedem Kiez sehen, dass der Kaufpreis von Neubauwohnungen eher bei 5.000 Euro pro Quadratmeter liegt, geht der Investor davon aus, dass eine 100 qm Wohnung für 300.000 Euro im Angebot sei. „Viele Berliner können sich solch eine Wohnung leisten“, behauptet Herr Piepgras. Eine These, so irrig, wie der zugrunde gelegte Quadratmeterpreis.

 

Aber Gerechtigkeit darf aus unserer Sicht nicht auf die Finanzen reduziert werden. Wir brauchen eine gerechte und zukunftsgerichtete Stadtentwicklung. Der Senat hat die Herausforderungen der Zukunft erkannt und nicht nur den StEP Wohnen, sondern auch den StEP Klima beschlossen. Bereits die letzten Jahre haben gezeigt, dass Berlin von den Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen ist. Und entsprechende Gegen- und Ausgleichsmaßnahmen werden – auch unter Einbeziehung der Empfehlungen des StEP Klima – bereits jetzt von den Kleingärtnern umgesetzt. Mitten in der Stadt, wo die Ausgleichsfunktion von Grün benötigt wird. Auf Ausgleichsflächen am Stadtrand kann der Starkregen in der Innenstadt so wenig versickern wie auf begrünten Dächern.

 

Es kann nicht gerecht sein, dass die Bevölkerung in einer Stadt leben muss, in der jedes Jahr mehr Hitzetote zu beklagen sind. Es kann nicht gerecht sein, dass die Bevölkerung in einer Stadt leben muss, in der die Natur und Artenvielfalt nur noch am Rande existieren.

 

Die enge Verzahnung der Berliner Kleingärten mit der Bevölkerung, etwa als Begegnungsstätte für Junge und Alte, Einheimische und Zugewanderte und als wohnortnahe Freizeitbetätigung, wurde bis jetzt noch gar nicht erwähnt. Ebenso die Vernetzung mit Schulen und Kitas, um Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Natur und gesunden Lebensmitteln zu ermöglichen. Das Kleingartenwesen steht für viel mehr als nur beanspruchte Flächen.

 

Herr Piepgras ist sich „völlig darüber im Klaren“, dass sein Vorschlag auf erbitterten Widerstand stoßen wird. Angesichts der fragwürdigen Ausrichtung seines „Lösungsvorschlags“, ist dies keine überraschende Erkenntnis. Die Frage ist nur, warum er dennoch diesen Aufwand treibt.

 

Kreative Ideen und Nachverdichtung als eine Lösung des Wohnraumproblems kommen für Herrn Piepgras nicht in Frage. Und obwohl Aldi, Rewe und auch Lidl nicht nur planen, sondern bereits Projekte zur Nachverdichtung der Einzelhandelsflächen realisieren, stellt er diese Idee grundsätzlich in Frage. Wahrscheinlich, weil die genannten Firmen keine Investoren wie ihn für die Umsetzung brauchen.

 

Die Bedeutung innerstädtischen Grüns ist unbestritten. Auch die Bundesregierung hat sich mit dem Weißbuch „Grün in der Stadt“ dazu positioniert und die Grünflächen als wichtigen Bestandteil der sozialen Infrastruktur einer Stadt definiert.

 

Es bleibt also zum Schluss nur die leicht zu beantwortende Frage, warum Herr Piepgras Grün planieren will. Geht es wirklich um Gerechtigkeit oder doch eher um Profit und Bauland zu Lasten der Berlinerinnen und Berliner?

 

Der Vorstand

 

© 2018 Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V.

 

 


TV-Berlin zu Wilmersdorfer Kleingärten

"Wilmersdorfer Kleingärtner bangen um Existenz - Meine Beschwerde"


Neuer BI Vorstand!

In der Mitgliederversammlung vom 29.11. 2017 wurden gewählt: 

 

Sprecherin: Susanne Raabe-Feimer

Schatzmeisterin: Heidemarie Bartel

Beisitzerinnen: Christel Geier, Helga Kosak

 

Retten, was zu retten ist!

Jetzt, wo Kräne und Bagger die früheren Gärten überschatten, gilt es, die restlichen Grünflächen zu erhalten, so wie im Bürgerbegehren  2017 gefordert. Die BVV hat sich dem Begehren angeschlossen, deshalb kam es nicht zum Bürgerentscheid. Daher müssen wir genau hinschauen, wie BVV und Bezirksamt weiter verfahren, wie ernst sie die Bürger wirklich nehmen!

mehr lesen