Richtfest statt Kürbisse

Vor genau 3 Jahren wurden hier noch Äpfel, Quitten oder Kürbisse geerntet, jetzt wurde Beton gefeiert - mit Vaterunser und KaDeWe-Büfett: Richtfest für den Block D des "Maximilians Quartiers", das auf einer Teilfläche der Kleingarten-kolonie Oeynhausen in Berlin-Schmargendorf errichtet wird.

 

 

 

"Take a chance on ME!" Diesen ABBA-Song spielte ein Leierkastenmann heute. Ja, eine große Chance hatte Bauunternehmer Klaus Groth hier tatsächlich von der Politik eingeräumt bekommen. Für sein Projekt mussten über 150 Kleingärtner weichen, statt derer jetzt auf 4,6 Hektar grüner Lunge 973 Eigentums- und Mietwohnungen hochgezogen werden, ganze 65 davon Mietpreis gebunden. 

 

 

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Der Winter soll zu warm und zu trocken werden

Wenn in den Kleingärten in wenigen Wochen das Wasser abgestellt wird, könnte es für manches, was da wachsen soll, ganz schön eng werden: Der kommende Winter soll nicht nur zu warm sondern auch viel zu trocken werden. So ein Bericht in der Berliner Zeitung.


Hier geht´s zur Umfrage für die Charta Stadtgrün

Wie wichtig ist welches Stadtgrün? Wie nutzt Du selber Berlins Grünflächen? Braucht unsere Stadt mehr Parks und Kleingärten..? Auf mein.berlin.de läuft eine Befragung, an der sich jeder Stadtgrün-Fan bis zum 23. November beteiligen sollte. Und die aktuellen Umfrage-Ergebnisse lassen sich auch gleich einsehen. Hier geht es zum Mitmachen


Je 965,5 Kilo: So sehen die neuen Kürbis-Europameister aus

Die neuen Europameister im Kürbiszüchten kommen aus Italien und Belgien: Jan Biermans (li.) und Stefano Cutrupi brachten mit ihren Kolossen am Sonntag in Ludwigsburg beide exakt 965,5 Kilo auf die Waage, deshalb gibt es zwei neue Euromeister. Dritter wurde Beni Meier aus der Schweiz: Sein Kürbis wog 943 Kilo. So ein Bericht der Stuttgarter Zeitung.


Nicht nur viele schöne Worte um Berlins Stadtgrün - auch zum selber Mitdiskutieren

"Mit einer Charta für das Berliner Stadtgrün sollen Leitlinien, Strategien und Maßnahmen für eine grüne und nachhaltige Entwicklung Berlins entstehen. Diese Charta wird in den Jahren 2018 und 2019 in einem breit angelegten Dialog erarbeitet. Mit der Vorlage dieses Impulspapieres eröffnet die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Diskussion um die Inhalte. In der Zeit vom 12. Oktober bis 22. November 2018 haben alle Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen in den Prozess einzubringen.

Am Ende soll eine Selbstverpflichtung des Landes Berlin für den Umgang mit dem Stadtgrün stehen."


Einladung zur Jahreshauptversammlung

Liebe Mitglieder,

 

hiermit lade ich zur ordentlichen Mitgliederversammlung

 

der BI Schmargendorf braucht Oeynhausen e.V.

 

        am 19. 11. 2018 um 19 Uhr bei Fränky,

 

        Laubacher Str. 10, 14197 Berlin ein.

 

Vorschlag zur Tagesordnung:

 

1. Eröffnung/ Feststellung der Beschlussfähigkeit

 

2. Bericht des Vorstands

 

3. Aussprache

 

4. Entlastung des Vorstands

 

5. Bestimmung des Wahlleiter*s

 

6. Neuwahl des Vorstands

  - Wahl eines Sprecher*s

  - Wahl eines stellvertretenden Sprecher*s

  - Wahl eines Schatzmeister*s

  - Wahl von bis zu vier Beisitzer*n

  - Wahl von  zwei Kassenprüfer*n 

 

 7. Verschiedenes  

 

 

Beste Grüße,

 

 

Susanne Raabe-Feimer


Ampel für die Forckenbeckstraße?

Ja, ja, wenn statt gut 150 Kleingarten-Parzellen fast 1000 neue Wohnungen genehmigt und gebaut werden, könnte auch der Straßenverkehr zunehmen...

In der nächsten BVV am 18. Oktober stellt die CDU-Fraktion den Antrag: "Das Bezirksamt wird aufgefordert zu prüfen, ob eine Aufstellung einer Verkehrsampel (Lichtzeichenanlage) an der Kreuzung Cunostraße / Forckenbeckstraße erforderlich wäre, um ein sicheres Überqueren der Kreuzung zu gewährleisten. Hierbei soll auch perspektivisch der Einfluss des 2021 fertig werdenden Bauprojektes Maximilians Quartier miteinbezogen werden."

Immerhin gab es an dieser Kreuzung von 2015 bis 2017 bereits 21 Unfälle.

Vor zwei Monaten hatte das Bezirksamt allerdings noch ausgeführt (Antwort auf Anfrage 0255/5): "An diesem Kreuzungsbereich sind keine Straßenbaumaßnahmen von Seiten des Bezirksamtes oder des Bauherren geplant." Und als Begründung angeführt: "Die Annahme, dass der zusätzliche Verkehr durch die neue Wohnbebauung nur über diesen Kreuzungsbereich abgewickelt wird, ist sehr unwahrscheinlich."   Aha!


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Warum Walnüsse oft schwarz sind

Habt Ihr auch ein Problem mit schwarzen Walnussschalen? Die Ursache sind Walnussschalenfliegen, die sich hierzulande immer weiter ausbreiten.

Die Fliegenweibchen legen ihre Eier in der grünen Fruchtschale der Walnüsse ab. Durch den Fraß der Larven in der Schale verfärbt sie sich schwarz, wird schleimig und löst sich nicht mehr von der eigentlichen Nuss. Bei feuchtem Wetter verschimmelt dann oft der Nusskern. Gegenmittel?  Erst nächstes Jahr sollen gezielte Bekämpfungsmöglichkeiten getestet werden, so ein Bericht von rbb/24.


Bunter Futtergast in Oeynhausen

Hat eine Weile gedauert, aber heute hat der Tagesspiegel diesen Schnappschuss endlich in seinen Online-Leserfotos mitgenommen.


Bitte nicht jeden kleinen Igel einsammeln!

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Igel-Jungen noch im Oktober schnüffelnd und schmatzend umher streifen. Igel können noch im Spätherbst Nachwuchs bekommen. Werden die Jungen von Tierfreunden eingesammelt, schadet es den Tieren meist mehr als es ihnen hilft - so ein Bericht des NABU Landesverband Berlin. Foto: Wolfgang Stürzbecher


Kann es wirklich un-aggressive Investoren geben?

Ein Immobilienentwickler gibt sich nicht als aggressiver Investor, sondern als Gartenfreund. Er will „einen Beitrag leisten für die soziale Stadt.“ Für jede gefährdete Kleingartenanlage eine individuelle Lösung – das ist das Motto seiner Firma. Er redet von "offenem, vertrauensvollem, fairem Umgang", von "einvernehmlichen Vereinbarungen", einer „behutsamen und sozialverträglichen Auflösung". So jedenfalls ein Bericht der Berliner Morgenpost.


So schön lebt´s sich bald an der Forckenbeckstraße

"An der Forckenbeckstraße, deren Namensgeber der frühere Berliner Oberbürgermeister Max von Forckenbeck (1821-1892) ist, entsteht seit 2017 auf einem 4,7 Hektar großen Grundstück das moderne und familienfreundliche Maximilians Quartier, das nach dem Vornamen des Bürgermeisters benannt ist. Vier renommierte Architekturbüros planen eine attraktive Mischung aus 973 Eigentums- und Mietwohnungen, von denen 65 mietpreisgebunden sein werden, und inmitten von viel Grün eine Kindertagesstätte mit 80 Plätzen" - so die Ankündigung in "EXKLUSIV Immobilien in Berlin".


Von kleinsten und größeren grünen Oasen

Berlin braucht mehr Grün. Und da trifft es sich gut, dass Gärtnern für viele eine Lust ist, die auch noch ansteckend ist. Wer infiziert ist, findet seine Scholle mit Glück nicht nur im Kleingarten, auch im Hinterhof, auf Terrasse, Baumscheibe oder Dach, im Vorgarten..., wie ein Bericht von rbb Gartenzeit zeigt.


Was bringt der Schutz von Ökosystemen eigentlich ökonomisch?

Der wirtschaftliche Wert der Produkte, die von Bestäubungsleistungen durch Insekten abhängen, wird in Deutschland auf jährlich 1,1 Milliarden Euro geschätzt. Das und mehr beweist die Studie "Naturkapital Deutschland", die untersuchte, wie teuer es ist, auf Naturerhalt zu verzichten.


Einmal volltanken, bitte!

Sonne und spätsommerliche Temperaturen - da holen sich Hummeln, Bienen & Co noch einmal ordentlich Kraft für schlechtere Zeiten, fliegen auch in der Schmargendorfer Kleingartenkolonie Oeynhausen Blüten an, um zu naschen. 

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Berlin braucht mehr Grünflächen!

Starkregen werden Berlin häufiger heimsuchen. Um die Folgen eher eingrenzen zu können, fordern Experten die sogenannte Schwammstadt. Gemeint ist ein Mehr von begrünten Dächern und Fassaden sowie vor allem von neuen Grünflächen - sie saugen das Wasser praktisch wie ein Schwamm auf. Hallo, Berlin! Mehr, nicht weniger Grünflächen! Hier ein Bericht von Spiegel Online.

 


Dein persönliches Lieblings-Grün

Ist es Deine Parzelle, der Tiergarten oder der Volkspark Wilmersdorf..?

Zeig uns Deinen grünen Lieblings-Ort in Berlin! Wo lässt es sich für Dich am besten im Grünen entspannen? Wo führen die schönsten Laufrunden durchs Grüne? Wo entkommst Du am ehesten dem Großstadttrubel? 

Schaff Aufmerksamkeit für Berlins Stadtgrün! Die kleinen und großen Paradiese haben es in dieser Metropole und bei diesem Druck, überall bauen zu wollen, dringend nötig!! 

Mach ein Foto, nimm hier an der Aktion teil! Infos auch bei twitter.

 

 


Ist Kleingartenbebauung Klassenkampf von oben?

Wenn schon Neubau - sollten dafür nicht lieber Shoppingmalls abgerissen werden als immer nur Kleingärten zu planieren? Auf einer Podiumsdiskussion über Berlins Kleingarten-Zukunft gab´s auch provokante Thesen, wie im Bericht der taz nachzulesen ist.


Jetzt können Bäume noch viel leichter gefällt werden...

Dieser Senat hat sich tatsächlich getraut und den Aktionsplan von Bausenatorin Lompscher in Kraft gesetzt. Und die sogenannten "Grünen", die Tage zuvor noch Alarm geschlagen hatten, haben sich jetzt dem Koalitions-Zwang gebeugt - so ein Bericht von rbb/24


Ein Trauerspiel, wie sich jetzt alle auf Berlins Laubenland stürzen, weil es hier am wenigsten Widerstand gibt

Ein Kommentar von Chefreporter Oliver Ohmann aus der heutigen BZ


Richtfest über ehemaligen Kleingärten

Der Asternweg in der Kleingartenkolonie Oeynhausen war nicht immer Sackgasse. Aber bei Frost und Schnee mussten zum 21. Januar 2016 über 150 Parzellen kurzfristig geräumt werden - und seit dem ist hier Schluss. Nun soll in 4 Wochen erstes Richtfest sein. In Schmargendorf entsteht hier das "Maximilians Quartier", dessen südlicher Block D im Rohbau dann fertig sein wird. Hier wird es nur Eigentumswohnungen geben, was Berlin halt so braucht... Insgesamt sind auf den 48.000 m² der früheren Kleingärten 973 Wohnungen geplant. Es wird also noch öfter Richtfest geben. Das Gesamtquartier soll 2021 fertig gestellt sein. 

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Und schon wieder will einer Berlins Kleingärten bebauen lassen. Er nennt das euphemistisch "neuordnen"

Diesmal ist es der Vorsitzende des Landesverbandes beim Bund Deutscher Architekten. Wovon Andreas Becher träumt, ist hier im Bericht des Tagesspiegel zu lesen.


Aus dem Abgeordnetenhaus nach Friedrichshall

Michael Efler, Abgeordneter der Linken für Charlottenburg-Wilmersdorf, besuchte per Rad die Bürgerinitiative "Schmargendorf braucht Oeynhausen", um sich über unsere Probleme und Wünsche zu informieren. In der Kleingartenkolonie Friedrichshall stellte Efler (rotes Hemd) viele Fragen über den erfolgreichen Bürgerentscheid von 2014 und die Weigerung der Politik, den Bürgerentscheid auch umzusetzen - trotz der 77,04 Prozent Ja-Stimmen für den Erhalt von 160 Oeynhausen-Parzellen. Efler will versuchen, uns beim Beschaffen von Informationen über den aktuellen Stand der Sicherung unserer Gärten behilflich zu sein. Der Abgeordnete verewigte seinen Besuch auch auf facebook.

 

 


Ringelnatter-Paradies Friedrichshall

Wie wichtig Kleingartenanlagen für Berlin sind, beweist auch, welchen riesigen Artenreichtum sie bieten, wie viele geschützte Tiere dort ihren Lebensraum finden. Wie zum Beispiel die Ringelnatter. In der Schmargendorfer Kleingartenkolonie Friedrichshall konnte Bernd L. im Feuchtbiotop seiner Parzelle gleich drei dieser ungiftigen Schlangen beobachten - und filmen. Danke!


Wohnungsbau hat jetzt in vielen Bereichen Vorrang vor dem Schutz von Grün. Und Ersatz für verlorenes Stadtgrün kann sogar auch im Berliner Umland entstehen

 

Und die "Grünen" nennen das jetzt plötzlich einen "guten Kompromiss" und einen "Erfolg auch für die eigenen Sache"!  Das berichtet jedenfalls die Berliner Morgenpost in einem Beitrag.

 


Schneller Wohnen: Die Bausenatorin über ihren neuen Aktionsplan, der vom Senat abgenickt wurde

Können jetzt in Berlin einfacher Bäume gefällt werden? Ein Interview mit Katrin Lompscher (Die Linke) auf Radio Eins


Zu Besuch am 12. September: Michael Efler (MdA)

Der Abgeordnete der Linken für Charlottenburg Wilmersdorf, Dr. Michael Efler, möchte sich mit der BI „Schmargendorf braucht Oeynhausen“ am Mittwoch, 12. 09. 2018, um 12:00 Uhr treffen. Bei seinen „Kieztagen“ sucht Michael Efler (Jahrgang 1970) „das Gespräch mit Vereinen, Verbänden und Initiativen“, diesmal also mit uns.

Er hat jahrelang für den Verein „Mehr Demokratie e.V.“ gearbeitet, war von 1993 bis 1999 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen, trat 2005 in Die Linke ein. Der Abgeordnete ist für seine Fraktion Sprecher für Demokratiepolitik, Tierschutz und Energiepolitik.

 

Für das Treffen am 12. 09. im Vereinsheim der Kleingartenkolonie Friedrichshall ist etwa 1 Stunde eingeplant, wir freuen uns über jede(n) Teilnehmer(in).


Neue Kleingärten über Berliner Autobahn?

Nach Hamburger Vorbild soll in Berlin geprüft werden, ob beispielsweise ein Teilstück der A100 mit Kleingärten überbaut werden kann - berichtet der Tagesspiegel in einem Beitrag.


Was denn nun: Beton oder Grün?

Das meint der NABU Berlin in einer Presseerklärung:

"Es mutet an wie ein Schildbürgerstreich: Erst vorgestern gab die Senatorin Günther den Startschuss für die Erarbeitung einer Charta für das Berliner Stadtgrün: Für die Sicherung von Lebensqualität und Lebensräumen für Mensch und Tier in der wachsenden Stadt, so hieß es. Heute, zwei Tage später, kündigt Senatorin Lompscher ein Handlungsprogramm für beschleunigtes Bauen an, welches den Naturschutz hauptsächlich als Bauhindernis sieht. Die Belange grüner Infrastruktur werden weitgehend ignoriert.

Fast reflexartig wird immer, wenn es um beschleunigtes Bauen geht, als Erstes der Naturschutz als Hemmnis ausgemacht. So soll nun die Baumschutzverordnung geändert und das Fällen von Bäumen bereits dann genehmigt werden, wenn ein Bauvorhaben nur planungsrechtlich zulässig ist. Auch das Fällen und radikale Zurückschneiden von Bäumen für den Dachetagenausbau und die Waldumwandlung auf Sukzessionsflächen sollen im Zuge des Handlungsprogramms erleichtern werden.

 

Statt gegen steigende Mieten vorzugehen, wird in dem Papier vorgeschlagen, jede noch so kleine Splitterfläche für den Wohnungsbau zu nutzen. Um mehr Bauflächen zu erschließen, sollen sogar Friedhofsflächen, ungenutzte Flächen der sozialen Infrastruktur wie Krankenhäuser, Schulen oder Universitäten bebaut werden können. Diese Flächen sind jedoch nicht „ungenutzt“ sie dienen der Erholung, dem Naturschutz und der sozialen Infrastruktur und werden in einer Großstadt wie Berlin dringend benötigt."


Charta Stadtgrün

Der Senat hat beschlossen, unter Mithilfe der Berliner eine Charta für das Berliner Stadtgrün zu erarbeiten. Und das berichtet heute die Berliner Morgenpost in einem Beitrag.


Tagesspiegel-Leserfoto aus dem Naturparadies "Oeynhausen"


nächste Termine

Mo. 20. 8. um 18:30 nächstes Initiativentreffen im Vereinsheim Friedrichshall


Ärger um Groth-Platz

Die Pläne der Groth-Gruppe für den Stadtplatz im zukünftigen Schmargendorfer Maximilians-Quartier stießen bei den Charlottenburg-Wilmersdorfer Bezirksverordneten auf wenig Gegenliebe, berichtet die Berliner Morgenpost in einem Beitrag.


Abendshow vom 03.05.2018

Link zur Abendshow vom 03.05.2018

Zu Gast:  Herr "Betongold" Piepgras , die Kolonievorsitzende der Kolonie Oeynhausen, Heidemarie Kaap, sowie Mitglieder der Bürgerinitiative.....


Grün - ein Muss in der Zukunftsstadt Berlin

Replik des Landesverbandes der Gartenfreunde Berlin auf einen Zwischenruf

In einem offenen Brief hat sich Arne Piepgras, Geschäftsführer der Gerichtstraße 65 GmbH, am 21. April 2018 an Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher gewandt. Darin schlägt er vor, sämtliche städtische Kleingartenanlagen abzuräumen, sie ins brandenburgische Umland zu verlagern und die freigewordenen Flächen für den Wohnungsbau zu nutzen.

 

Eine Idee, die im Detail und in der Argumentation so viel Unverstand enthält, dass man sich fragt, wie ernst sie gemeint sein kann. Angesichts der gewählten, bewusst auf große öffentliche Wirkung ausgelegten Form, scheint Herr Piepgras mehr an Aufmerksamkeit, als an Lösungen interessiert zu sein.

 

Betrachten wir die Fakten: Die Abräumung von Kleingartenflächen für Wohnungsbau und Infrastruktur findet seit Jahrzehnten statt; wie sich am Beispiel des Wilmersdorfer Kleingartenvereins Oeynhausen zeigt, auch gegen den Willen der Bürger. Die Berliner Kleingärtner haben sich dennoch in der Vergangenheit einer sinnvollen Stadtentwicklung nicht verweigert und werden dies auch in Zukunft nicht tun. Im Gegenteil, sie stehen mehr denn je zu Gesprächen bereit. Unsere Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag eine klare Aussage zum Umgang mit Kleingartenflächen getroffen. „Kleingärten werden dauerhaft gesichert. Wenn der Schutz nicht möglich ist, sind Ersatzflächen in räumlicher Nähe zu schaffen.“ Man mag damit als Investor nicht einverstanden sein, schließlich zeigt Herr Piepgras auf, welche monetären Verdienstmöglichkeiten innerstädtische Flächen bieten. Seine Beweggründe sind klar benannt: Da Berlin im Rahmen der aktuellen Wohnungspolitik selbst am Markt agiert, sieht er sich unliebsamer Konkurrenz gegenüber und benötigt Ausweichflächen.

 

Doch dies ist aus Sicht der Berliner Kleingärtner keine ausreichende Legitimation, den Koalitionsvertrag und das innerstädtische Grün der Gartenfreunde im Grundsatz in Frage zu stellen. Im Gegenteil, gerade angesichts dieser Betrachtungsweise ist die bereits beschlossene Erarbeitung eines neuen Kleingartenentwicklungsplans bis Ende 2018 umso wichtiger.

 

Es ist die Rede von einem „stolzen Überschuss“ in Höhe von 15 Milliarden Euro, wenn die städtischen Kleingartenflächen überbaut werden. Eine Behauptung, die in sich aber zusammenstürzt, wenn man sich im Detail damit beschäftigt. Weder sind alle Flächen als Bauland ausgewiesen, noch liegen alle Flächen so attraktiv, dass man die genannten Preise erzielen könnte. Der Widersinn wird noch deutlicher, wenn man den Vorschlag betrachtet, aus dem vermeintlichen Überschuss Flächen aufzuforsten und neue Grünanlagen anzulegen. Warum man öffentliche Grünanlagen – denn Kleingärten sind öffentliches Grün! – planiert, um mit den erzielten Gewinnen Grünanlagen zu schaffen, erschließt sich wohl nur einem Investor.

 

Und ein Investor wird sicherlich auch weiter denken. Schließlich sind Kleingärten nicht die einzigen zu entwickelnden innerstädtischen Areale. Folgt man der Argumentation, ließe sich allein mit der Bebauung des Tiergartens ein Erlös von 2,1 Milliarden erzielen. Tempelhofer Feld oder auch die Staatsforsten – immerhin teilweise mit herrlichem Uferanschluss – sind sicherlich weitere Möglichkeiten für satte Einnahmequellen.

 

Herr Piepgras schlägt in seinem offenen Brief eine Gerechtigkeitsdebatte vor. Die Einladung nehmen wir gern an und müssen dabei anfänglich doch wieder auf sein Ausgangsthema zurückkommen: das Geld.

 

Obwohl wir in Berlin in jedem Kiez sehen, dass der Kaufpreis von Neubauwohnungen eher bei 5.000 Euro pro Quadratmeter liegt, geht der Investor davon aus, dass eine 100 qm Wohnung für 300.000 Euro im Angebot sei. „Viele Berliner können sich solch eine Wohnung leisten“, behauptet Herr Piepgras. Eine These, so irrig, wie der zugrunde gelegte Quadratmeterpreis.

 

Aber Gerechtigkeit darf aus unserer Sicht nicht auf die Finanzen reduziert werden. Wir brauchen eine gerechte und zukunftsgerichtete Stadtentwicklung. Der Senat hat die Herausforderungen der Zukunft erkannt und nicht nur den StEP Wohnen, sondern auch den StEP Klima beschlossen. Bereits die letzten Jahre haben gezeigt, dass Berlin von den Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen ist. Und entsprechende Gegen- und Ausgleichsmaßnahmen werden – auch unter Einbeziehung der Empfehlungen des StEP Klima – bereits jetzt von den Kleingärtnern umgesetzt. Mitten in der Stadt, wo die Ausgleichsfunktion von Grün benötigt wird. Auf Ausgleichsflächen am Stadtrand kann der Starkregen in der Innenstadt so wenig versickern wie auf begrünten Dächern.

 

Es kann nicht gerecht sein, dass die Bevölkerung in einer Stadt leben muss, in der jedes Jahr mehr Hitzetote zu beklagen sind. Es kann nicht gerecht sein, dass die Bevölkerung in einer Stadt leben muss, in der die Natur und Artenvielfalt nur noch am Rande existieren.

 

Die enge Verzahnung der Berliner Kleingärten mit der Bevölkerung, etwa als Begegnungsstätte für Junge und Alte, Einheimische und Zugewanderte und als wohnortnahe Freizeitbetätigung, wurde bis jetzt noch gar nicht erwähnt. Ebenso die Vernetzung mit Schulen und Kitas, um Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Natur und gesunden Lebensmitteln zu ermöglichen. Das Kleingartenwesen steht für viel mehr als nur beanspruchte Flächen.

 

Herr Piepgras ist sich „völlig darüber im Klaren“, dass sein Vorschlag auf erbitterten Widerstand stoßen wird. Angesichts der fragwürdigen Ausrichtung seines „Lösungsvorschlags“, ist dies keine überraschende Erkenntnis. Die Frage ist nur, warum er dennoch diesen Aufwand treibt.

 

Kreative Ideen und Nachverdichtung als eine Lösung des Wohnraumproblems kommen für Herrn Piepgras nicht in Frage. Und obwohl Aldi, Rewe und auch Lidl nicht nur planen, sondern bereits Projekte zur Nachverdichtung der Einzelhandelsflächen realisieren, stellt er diese Idee grundsätzlich in Frage. Wahrscheinlich, weil die genannten Firmen keine Investoren wie ihn für die Umsetzung brauchen.

 

Die Bedeutung innerstädtischen Grüns ist unbestritten. Auch die Bundesregierung hat sich mit dem Weißbuch „Grün in der Stadt“ dazu positioniert und die Grünflächen als wichtigen Bestandteil der sozialen Infrastruktur einer Stadt definiert.

 

Es bleibt also zum Schluss nur die leicht zu beantwortende Frage, warum Herr Piepgras Grün planieren will. Geht es wirklich um Gerechtigkeit oder doch eher um Profit und Bauland zu Lasten der Berlinerinnen und Berliner?

 

Der Vorstand

 

© 2018 Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V.

 

 


TV-Berlin zu Wilmersdorfer Kleingärten

"Wilmersdorfer Kleingärtner bangen um Existenz - Meine Beschwerde"


Neuer BI Vorstand!

In der Mitgliederversammlung vom 29.11. 2017 wurden gewählt: 

 

Sprecherin: Susanne Raabe-Feimer

Schatzmeisterin: Heidemarie Bartel

Beisitzerinnen: Christel Geier, Helga Kosak

 

Retten, was zu retten ist!

Jetzt, wo Kräne und Bagger die früheren Gärten überschatten, gilt es, die restlichen Grünflächen zu erhalten, so wie im Bürgerbegehren  2017 gefordert. Die BVV hat sich dem Begehren angeschlossen, deshalb kam es nicht zum Bürgerentscheid. Daher müssen wir genau hinschauen, wie BVV und Bezirksamt weiter verfahren, wie ernst sie die Bürger wirklich nehmen!

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